Sep 23

Es ist eine interessante Frage.
Wie funktioniert der Weg einer Entscheidung?


Beispiel:

Ich bekomme eine Information (ich habe eine Rechnung bekommen und kein Geld diese zu bezahlen).
Die Information wird aufgenommen und verarbeitet.
Wie wird sie verarbeitet?
Diese Information wird verglichen mit Erfahrungen aus der Vergangenheit, abgeglichen mit meinen Verhaltensweisen (erlernten Entscheidungsmustern, die wiederum unter anderen durch Erfahrungen aus der Vergangenheit entstanden sind) und produziert dann einen Gedanken (Impuls, Bild, innerer Dialog).
Ich könnte sagen, jetzt ist der Moment der freien Entscheidung gekommen (meine Gedanken, mein Denken).
Schauen wir uns das Denken einmal an. Woher kommt ein Gedanke? Er taucht einfach auf. Entscheide ich welchen Gedanke ich grade denken will? Nein!! Ich habe keinen Einfluss darauf.
Ich bin nicht in der Lage meine Gedanke zu kontrollieren. Wenn ich es könnte, dann könnte ich auch entscheiden mal für 5 Minuten nicht zu denken. Oder ich könnte mich entscheiden mal für einen Tag nur positives und erfreuliches zu denken (was mir grade an schlechten Tagen schwer fällt).
Was ist es was mich schlecht fühlen lässt, was mir Angst bereitet? Es sind meine Gedanken, die die Information in die Zukunft produziert. (Gedanke: Wenn ich diese Rechnung nicht bezahlen kann steht der Gerichtsvollzieher in der Tür und pfändet mein Hab und Gut. Was werden meinen Nachbarn von mir denken?)
Wenn mir diese Gedanken schlecht Gefühle bereiten, warum denke ich sie dann?

Aufgrund dieser Gedanken werden Entscheidungen getroffen.

Das heißt, ich habe auf nichts was von der Information bis zur Handlung geschieht (Information, Erfahrungen aus der Vergangenheit, Entscheidungsmuster) einen Einfluss.

Schlussfolgerung: Wir haben keinen freien Willen!

Fällt Euch ein Beispiel ein, wo Ihr glaubt oder sogar sicher seit, dass Ihr selber entschieden habt? Lasst uns das gemeinsam untersuchen.

Geschrieben von Klaus

Sep 21

Im Seminar das Egospiel haben wir die Funktionsweise des Egos und die Programmierungen des Körper-Geist Systems untersucht. Die Ergebnisse waren sowohl ernüchternd als auch großartig. Wo ist der Freie Wille? Es sind alle Seminarteilnehmer und auch Mitglieder des Blogs eingeladen sich auszutauschen.

Geschrieben von Uwe Schwarz

Jul 30


Wie wir an dem vorherigen Beispiel gesehen haben Teilen wir etwas Ganzes und bringen den Glauben an Ursache und Wirkung ins Spiel. Das alles hat auch etwas zu tun wie wir wahrnehmen. Wie ihr wisst entsteht die Welt so wie wir sie kennen nicht da draußen, sondern erst in unserem Kopf. Unsere Sinnesorgane melden unserem Gehirn Informationen. Genauer genommen melden unsere Sinnesorgane (und Neuronen) unserem Gehirn (wie beim Computer) nur ein Ja oder Nein, ein An oder Aus. Es entstehen Zwischenräume, die unser Bewusstsein zwar ignoriert, ohne die es jedoch keine Wahrnehmung möglich wäre. Beispiel Musik: Es sind nicht die ein nahtloses aufeinander folgen von Tönen, sondern es sind die Lücken, die sie zur Musik machen.
Dieses Ignorieren der Zwischenräume ist ein wesentlicher Aspekt der Trennung. Auf Grund diesem Ignorieren, ernennen wir nicht das dass ganze Universum ein vibrieren zwischen an und aus ist - ja man könnte sagen es entsteht in jedem Augenblick neu.
Wir nehmen ein Objekt in einem Raum wahr und ignorieren dabei den Raum, weil er für uns leer ist, obwohl wir ohne die Beziehung zwischen Objekt/Körper und Raum nicht wahrnehmen könnten.
Wenn es einen Körper ohne den in umgebenden Raum nehmen würden, würden wir in gar nicht als Objekt wahrnehmen können, denn er hätte kein außen - wäre das eine Analogie für das Sein/Gott?

Nehmen wir einen Ball, den wir uns in Mitten eines Leeren Raumes vorstellen. Könnte er sich Bewegen? Oder besser gesagt könnten wir Bewegung wahrnehmen? Nein. Denn wir haben keinen Bezugspunkt (zweiten Ball) wo wir Bewegung feststellen könnten.
Tun wir einen zweiten Ball hinzu, die sich aufeinander zu und weg bewegen, könnte wir zwar Bewegung feststellen, doch wir könnten nicht sagen welcher.
Nun kommt ein dritter Ball dazu. Ball eins und zwei bleiben in gleicher Entfernung, aber der dritte Ball bewegt sich auf die anderen Bälle zu oder weg. Könnten wir das feststellen? Es könnte ja auch die Einheit von den zwei ersten Bällen sein die sich bewegen. Zwei Bälle im gleichem Abstand können sich nur in einer Linie, drei Bälle mit gleichem Abstand innerhalb einer Fläche.
Kommt ein vierter Ball hinzu. Erhalten wir die dritte Dimension der Tiefe. Jetzt kann es uns so vorkommen, als ob der vierte Ball getrennt von den anderen ist. Welcher Ball das ist, können wir frei entscheiden, es kann also jeder Ball in der dritten Dimension sein. Hier haben wir ein Beispiel für das Relativitätsprinzip und es ist nun auch egal wie viele Bälle wir nun weiter hinzufügen, es ändert sich nichts. Aus menschlicher Sicht, kann nun jeder ein Beobachter sein.
Eins sollte bei der Betrachtung des letzteren noch hinzugefügt werden - vielleicht bewegen sich die Bälle ja gar nicht, sondern der Raum!?

Wie hängt beides Zusammen? Unsere Aufmerksamkeit ist eine Einengung der Wahrnehmung, man beobachtet das Leben Stück für Stück und wir benutzen das Gedächtnis um diese Stücke wie ein Puzzle wieder zusammenzufügen - Ursache - Wirkung. Dieser Abtastmechanismus des Beobachters führt uns zu der Überzeugung, dass die Welt eine große Ansammlung von Einzelteilen ist. Dadurch entstehen auch die „positive und negativen“ Dinge, wobei wir einem in der Regel den Vorzug geben.
Dabei vergessen wir, dass beide Eins sind, wie die zwei Seiten einer Medaille. Wir lehnen das eine ab und streben das andere an. Welch ein Irrtum!
So streben wir viele Dinge an, hinter denen der Wunsch nach dem Überleben steckt. Die Wünsche nach Sicherheit, Anerkennung/Liebe und der Wunsch nach Kontrolle dienen nur dem Ursprünglichen Wunsch. Unsere Angst vor dem Tod ist ein Ergebnis dieser Trennung. Unser Identitätsgefühl basiert auf dieser Trennung.
Auch wenn man sich die Gefühle, wie z.B. die Liebe anschaut, zeigt sich, dass es sich auch hier um eine Einengung der Aufmerksamkeit handelt. Die so genannte wahre Liebe, erstreckt sich unterscheidungslos über alles - weil sie weiß alles andere eine Illusion ist.
Auch Therapien, Methoden und Strategien bestehen aus Einengung, Unterscheidung, Vergleich sowie Ursache und Wirkung. Sie setzen voraus, das es ein separates ICH gibt, also ein getrenntes etwas. Dies gilt es zu verstärken oder zu verbessern, oder einfach zu ändern, damit mehr von diesem „positiven“ erreicht wir. Beides beruht auf dem einem Irrtum der Trennung. Dies ist auch damit gemeint wenn es heißt, dass wir Illusionen mit Illusionen eintauschen.


Geschrieben von Uwe Schwarz

Test

(Seite 3 von 7, insgesamt 20 Einträge)