Sep 29
Kapitel Sechs
Psychospirituelle Übungen

„IHM biete ich diese Wiederholung fu?r dich an. Ich u?bergebe dich SEINER Obhut und lasse IHN dich lehren, was du tun und sagen und denken sollst, jedes Mal, wenn du dich an IHN wendest. ... Wir wollen IHM die ganze Wiederholung anbieten, die wir nun beginnen, und lass uns auch nicht vergessen, WEM sie gegeben wurde, wenn wir jeden Tag nun u?ben und zu dem Ziel, das ER uns vorbestimmt hat, fortschreiten ...“ (Ü.S.388) Ein Kurs in Wundern, dein spezifischer Kurs, enthält in sich etwas Unglaubliches. Dieses Etwas wird „Das Übungsbuch“ genannt. Du weißt, was es ist. Du weißt, wer es ist. Du hast die „Einleitung“ gehört - „Eine theoretische Grundlage, wie sie das Textbuch liefert, ist notwendig... Indessen ist es die Durchfu?hrung der Übungen, die das Ziel des Kurses möglich macht.“ (Ü.S.1) Das Ziel ...
Das Ziel jeder spirituellen Praxis ist die Entsagung der begrenzten Egoselbst-Identifikation. Der Mechanismus hier ist sehr einfach: Wenn man auf das Egoselbst verzichtet, ist alles, was u?brigbleiben wird, das wahre und „heilige SELBST“ - das GOTTSELBST, das immer schon gegenwärtig war. GOTTSELBST ist alles, was existiert, und wird letzten Endes, obwohl beschränkend, einfach ausgedru?ckt als ‘GOTT ist’. „Einssein ist einfach die Idee: „GOTT ist“. Und in SEINEM SEIN umfasst er alle Dinge. Kein Geist birgt irgend etwas außer ihm. Wir sagen: „GOTT ist“, und dann hören wir auf zu sprechen, denn in dieser Erkenntnis sind Worte bedeutungslos.“ (L.169) Das Problem: dem unerwachten Egoselbst erscheint GOTTSELBST-Bewusstsein als etwas, das irgendwie gefunden oder erreicht werden muss (d.h. das Königreich im Innern zu finden, Erleuchtung zu erlangen, illuminiert zu werden). In Wahrheit ist GOTTSELBST schon DAS - die einzige existierende Realität. Doch fu?r das Egoselbst scheint es ein Prozess oder eine Entwicklung zu sein, zum GOTTSELBST-Bewusstsein zu kommen. Die Idee einer „Übung“, die das Erlangen des GOTTSELBST beschleunigt, ist in sich selbst eine Unrichtigkeit. Noch einmal, einfach gesagt: Du bist immer schon GOTTSELBST, und nichts anderes. Diese Übungen werden als „letzte Schritte“ entlang eines imaginären Weges angeboten, der zum GOTTSELBST zuru?ckfu?hrt - angeboten in der Gewissheit, dass es nur das GOTTSELBST gibt, mit dem alles beginnt (und endet). Die Mechanik, wie jede spezifische Übung funktioniert, um das Egoselbst aufzulösen (und so das
GOTTSELBST zu realisieren), ist unerheblich. Du wirst das „Wie“ jeder Übung fu?r dich selbst durch Erfahrung entdecken. Jede ist, spitzfindig gesehen, ihre eigene Mechanik, doch in ihrem Ergebnis identisch: das Egoselbst vergeht. Die vier hier angebotenen Übungen sind:
Selbstloses Geben
Nicht-Berichtigung
Einschließlichkeit
Gleichmu?tigkeit gegenu?ber Ergebnissen

[Selfless Giving, Non-Adjustment, Inclusiveness, Indifference to Result]
‘Sind diese Übungen genug, um Erleuchtung zuerkennen”?’
Ja. ‘Aber wie kann das sein? Ist nicht Disziplin des Gebets, der Meditation, der Diät undsoweiter erforderlich?’ Die einzige Antwort ist: Mache diese Übungen mit dem einzigen Zweck deines individuellen, persönlichen Erwachens und finde es fu?r dich selbst heraus - du wirst zu der wahrhaftigen Erkenntnis kommen, die als „GOTT ist“ bezeichnet wird. GOTT ist ALLES, was es gibt - und du bist DAS. Letztlich musst du es fu?r dich selbst (und von dir selbst) herausfinden. Eine Anmerkung zur Terminologie Du magst bemerkt haben, dass die Terminologie in den Überschriften fu?r unsere vier Übungen nicht die Schlu?sselbegriffe’ verwendet, wie sie von anderen ACIM-Lehrern oder -Glossaren ausgewiesenwurden. Die ‘Wörter’, die wir benutzen, sind nicht einmal das, was als ‘Schlu?sselwoÅNrter’ innerhalb der ACIM-Bu?cher selbst bezeichnet wird. Dies ist mit Absicht so. Es ist, in der Tat, notwendig. „ Dies ist kein Kurs in philosophischer Spekulation, noch befasst er sich mit einer präzisen Terminologie.“ (H.S.75) Das Problem war eins der ‘Konkretisierung’. Großes Wort. Du hast deinen Kurs konkret gemacht. Du hast die Lehren des LICHTS genommen und sie in Gebote auf schwerem Stein gefasst. Das ist nicht das Ziel des Kurses. Der Kurs befasst sich nicht mit Klugheit, außer um dir zu helfen, sie zu u?berwinden. Der Kurs „... versucht ... nicht, auf Einfallsreichtum oder Raffinesse zuru?ckzugreifen.
Das sind Attribute des Ego. Der Kurs ist einfach. Nur darin bleibt er gänzlich beständig, weil nur dies beständig sein kann.“ (H.S.75)
Jede der Übungen ist die Erfahrung von Vergebung. Versuche nicht, diese Übungen konzeptionell zu Vergebung in Beziehung zu setzen. Mache sie einfach und du wirst, durch Erfahrung, wissen, dass dies so ist. Erinnere dich: „Vergebung, Erlösung, Su?hne, wahre Wahrnehmung sind alle dasselbe.“ Daher ist die Terminologie fu?r diese Übungen nicht an ACIM gebunden. Sie stammt aus der „universalen Erfahrung.“ Und doch ist sie im Zusammenhang auf jeder Seite, in jedem Wort des Textbuchs, des Übungsbuchs, des Handbuchs fu?r Lehrer von Ein Kurs in Wundern zu finden. Befreie dich selbst von der Vergötzung der Terminologie.

Die Übungen
1. Selbstloses Geben
Gib ohne jegliche Erwartung einer wie auch immer gearteten Erwiderung (selbst ohne ein ‘danke’
zu erwarten). Du gibst nur, um zu geben. Du gibst buchstäblich, ohne dass deine Selbstidentität
mit dem Akt des Gebens verknu?pft ist: Es ist selbstloses Geben.
Kein Austausch. Keine Gegenseitigkeit. Geben, nur um zu geben. Gib selbstlos, auf dass du die Erfahrung des Erwachens haben mögest. Doch gib nicht einmal im Austausch gegen diese Erfahrung. Verlier dich im Geben. Es wird eine wahre, lebendige Äußerung fu?r dich werden. Bleibe dabei, ohne Erwartung zu geben. Das landläufige Verständnis der Welt wird dies fu?r verru?ckt halten. Natu?rlich wird das so sein. Deine einzige Absicht ist, nicht „von“ dieser Welt zu sein (der Egoselbst-Sicht dessen, was die Welt ist). Deine einzige Absicht ist, GOTT in dir zu realisieren.
„Erlösung ist meine einzige Funktion hier.“ Suche zuerst und einzig nach dem Königreich. „Du kannst nicht die Welt behalten und GOTT erkennen. Nur eins ist wahr.“ Du kannst nicht GOTT und dem Mammon zugleich dienen. ENTWEDER/ODER. Das Wertesystem der Welt ist durchgehend darauf angelegt, die Identität des Egoselbst zu verstärken und deine WAHRE IDENTITÄT zu verleugnen. Die Welt besteht auf Gegenseitigkeit und
Austausch. Doch das GOTTSELBST kann nicht sehen, was oder mit wem es austauscht: Es ist alles ES SELBST. Alles ist LIEBE. Alles ist das GOTTSELBST, DAS SICH SELBST ERFÄHRT. Wie kann DAS durch Austausch oder die Idee des Gebens, um zu bekommen, begrenzt werden? Es kann nicht. Du kannst nicht.
Jede Handlung in diesem Dasein kann selbstloses Geben sein. „Um zu haben, gib allen alles.“ Du kannst dem Universum selbst selbstlos geben, wenn du in der Stille betest oder meditierst (oder wenn du mit freudigem Lärm tanzt). Geben ist nicht auf die physische Handlung, „jemandem“ „etwas“ zu geben, begrenzt. Geben schließt auch die Gabe deiner Liebe oder Gunst an ALLES ohne Besonderheit ein. Jeder Atemzug kann selbstloses Geben sein. Gib dein Talent oder deine Zeit, um jemandem zu helfen, etwas zu tun. Gib deine Erfahrung, deine Energie. Gib materielle Gu?ter. Gib von allem, was du jemals mit dir selbst hier identifiziert hast.
Wir geben weg, um unser WAHRES SELBST zu finden. Gib ALLES DIES selbstlos. Dies ist Schöpfung ebenso wie Geben. Gib anonym, wenn du möchtest. Aber denke daran, es geht nicht darum, was andere von deinem Geben halten, sondern wie dein Ego selbst es betrachtet. Wenn du anonym gibst und dieses Geben wegen der Anonymität fu?r „heilig“ oder „spirituell“ hältst, gibst du mit Sicherheit nicht selbstlos.
Selbstloses Geben bedeutet, dass du vergisst, dass du u?berhaupt gegeben hast. Du hältst an nichts fest (vergangenes Geben eingeschlossen). ‘Wie viel muss ich geben?’ Antwort: Alles, gib alles. Und du gibst es nicht nur einmal. Selbstloses
Geben ist ein andauernder Prozess. Du gibst andauernd allen alles. ‘Wie soll das aussehen? Soll ich mein Haus und mein Auto weggeben?’ Antwort: Wie es aussieht,
ist die Falschheit. Bleib nicht an dem Ergebnis haften, wie dein Geben ‘aussieht’. Lies alle diese vier Übungen durch. Sie alle beziehen sich auf selbstloses Geben. Das wird dir helfen, diese Übung in Ganzheit zu verstehen. Nebenbei, wie könnte ich dir sagen, was ‘du’ geben sollst? Ich kann dir sagen, wie viel: Gib alles. Allen.
‘Irgendwas Bestimmtes daru?ber, was wem gegeben werden soll?’ Antwort: Absolut nicht. Die Bestimmtheiten sind der Versuch des Egoselbst, etwas Austausch oder Gegenseitigkeit fu?r seine Gabe zu bekommen. Und dann ist es kein selbstloses Geben. Übergib IHM in DIR diese Frage. Du wirst wissen, was zu geben ist. Alles. An alles. Warum solltest du auch irgendetwas von diesem behalten wollen? Stellt dir nicht der Kurs diese Frage auf so ziemlich jeder Seite? Es ist vernu?nftig, alles wegzugeben. Entsage deinem Egoselbst.
Empfangen -
Selbstloses Geben schließt auch selbstloses Empfangen ein. Eine allgemeine Richtlinie ist: Empfange mit Freude und begrenze die Gegenseitigkeit auf einen einzigen verbalen Ausdruck von Dankbarkeit. Wenn du ein Geschenk im Austausch fu?r ein zuvor dir gegebenes Geschenk gibst, gibst du das Geschenk nicht selbstlos. Selbstloses Empfangen ist eins mit selbstlosem Geben. Lehren u?ber das „selbstlose Geben“ schließen die Aussagen ein: Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut. (Mt 6,3) Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.(1.Kor 10,24) (Christentum) Erleuchtete Wesen sind grosszu?gige Geber, die mit Gleichmut schenken, was immer sie haben, ohne Bedauern, ohne Hoffnung auf Belohnung, ohne Ehrung zu suchen, ohne materiellen Gewinn zu begehren. (Buddhismus) Ohne selbstlosen Dienst werden keine Ziele erreicht; im Dienst liegt die reinste Aktion. (Sikhismus) Er, der freimu?tig
gibt, geht geradewegs zu den Göttern; auf dem hohen Kamm des Berges steht er. (Hinduismus) Die Meisterin hat keine Besitztu?mer; je mehr sie fu?r andere tut, desto glu?cklicher ist sie; je mehr sie
anderen gibt, desto reicher ist sie. (Taoismus)
2. Nicht- Berichtigung
Berichtige nicht. Wenn du dich mit etwas unbehaglich fu?hlst und/oder möchtest, dass es sich ändert, berichtige nicht - lass es sich aus seinem eigenen Antrieb ändern. Widerstehe nicht dem, was ist; lass es gehen; lass es sein. Greife nicht ein, widersetze dich nicht; rechtfertige nicht. Nimm keine
Berichtigungen an irgend etwas vor.
Alle Berichtigung beruht auf deiner Idee daru?ber, wer du zu sein glaubst und was dieses ‘du’ braucht, um zu existieren. Dieses Ego-’du’ ist nicht dein WAHRES SELBST. Wenn du aufhörst, dich an das Egoselbst anzupassen, wirst du das GOTTSELBST erkennen, welches das WAHRE DU ist. „In meiner Angriffslosigkeit liegt meine Sicherheit“ ist absolut dieselbe Aussage. Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Das Berichtigen bringt nicht die Egoselbst-Identifikation
hervor oder verursacht sie; das Berichtigen ist Egoselbst. Dass, was nicht berichtigt, ist das GOTTSELBST - ES ist einfach ewiges SEIN, das SICH SELBST ist.
[It just is eternal beingness being Itself] ‘Kannst du das etwas präzisieren? Was sollte ich nicht berichtigen?’ Berichtige gar nichts. Ich kann dir keine Einzelheiten geben. Anscheinend unvermeidbar fragt eine Stimme: ‘Bedeutet das, ich sollte nicht
baden oder essen?’ Die Antwort ist: Berichtige nicht, widersetze dich nicht. Die Stimme, die solche Fragen stellt, ist die Berichtigung selbst. Ich kann dir keine Einzelheiten geben, Bruder. Einige Wege, Nicht-Berichtigung zu lehren, schließen die Aussagen ein: Die Meisterin sieht die Dinge, wie sie sind, ohne den Versuch, sie zu kontrollieren. Sie lässt sie ihren eigenen Weg gehen und wohnt im Zentrum des Kreises. (Taoismus) Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. (Mt 5,39) (Christentum) Geh mit dem Strom [go with the flow], (Zeitgenössische Weisheit) Den großen Weg zu leben ist weder einfach noch schwierig, aber die, die ihre Sicht begrenzen, sind furchtsam und unentschlossen: je schneller sie eilen, desto langsamer gehen sie, und das Anhaften lässt sich nicht begrenzen: selbst das Anhaften an die Idee der Erleuchtung bedeutet Verirrung.
(Zen) In meiner Wehrlosigkeit liegt meine Sicherheit. Wehrlosigkeit bezeugt das Wiedererkennen des CHRISTUS in dir. Wehrlosigkeit kann niemals angegriffen werden, weil sie Stärke von einer solchen Größe wahrnimmt, dass Angriff Torheit ist oder ein dummes Spiel, von einem mu?den Kind vielleicht gespielt, wenn es zu schläfrig geworden ist, um sich noch zu erinnern, was es will (den
Frieden GOTTES). (Ein Kurs in Wundern. L.153)
3. Einschließlichkeit
Schließe alles ein. Schließe nichts von deiner Transformation aus. Beziehe alles in dein Erwachen ein. Nichts ist außerhalb deiner Erfahrung davon. Es gibt nur ein EINZIGES SELBST - und das ist WER DU BIST.
Wie die Einleitung zum Übungsbuch sagt: „Insgesamt ist der Zweck der Übungen, deine Fähigkeit zu steigern, die zu u?benden Gedanken so auszudehnen, dass sie alles einbeziehen.“ (Ü.S.2)
Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Genau wie jede Erfahrung, die du hast, in deinem Bewusstsein erscheint (denn sonst wäre es nicht deine Erfahrung), so erscheint jede Erfahrung in der gesamten Raumzeit im Bewusstsein deines CHRISTUSSELBST. Der Schlu?ssel, um in Richtung Transformation zu lehren, ist, dich zu erinnern: Obwohl das Ego-Menschenwesen nicht
in seiner wahren Identität als GOTTSELBST realisiert ist, ist das GOTTSELBST „innerhalb“ dessen,der du zu sein glaubst, zu finden - was bedeutet, dass das GOTTSELBST durch das Einbeziehen der Gesamtheit deines Bewusstseins zu erfahren ist (alles, was du erfährst, nichts ausschließend). Also betrachte alles innerhalb deiner, als sei es von dir. Du musst es alles einschließen, um
das Ganze (welches nur Du selbst bist) zu heilen, oder zu vergeben, oder zu realisieren, oder zu erleuchten. Es gibt nichts Getrenntes. Erinnere dich:
„... eine einzige Ausnahme, die der wahren Wahrnehmung vorenthalten wird, (bewirkt,) dass diese auch u?berall sonst unmöglich wird.“ (Ü.S.1)
Wenn du alles bist, wird die Idee der Selbstdefinition bedeutungslos: Denn es gibt nichts, dass du als „nicht du definieren kannst. Da entstehen keine Grenzen zur Selbstidentität - und so wird das Egoselbst unaufhörlich in dieser Ausdehnung aufgelöst. Einige Wege, Einschließlichkeit zu lehren, schließen die Aussagen ein: Ein Ding, alle Dinge: begib dich hinein und vermische dich damit, ohne Unterschied. In dieser Realisation zu leben heißt, ohne Angst vor Unvollkommenheit zu sein. In diesem Glauben zu leben, ist die Straße zur Nondualität. (Zen) Alles, was erscheint, tut dies in Göttlicher Rechter Ordnung. (Geisteswissenschaft) Es gibt keine Zufälle. Alle Dinge sind Lektionen, von denen GOTT möchte, dass ich sie lerne. (Ein Kurs in
Wundern) Nichts geschieht ohne göttliche Fu?gung. (Hinduismus). Liebt eure Feinde ...damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen u?ber Böse und Gute und lässt regnen u?ber Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr fu?r Lohn haben? ...Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. (Mt5,43-48)(Christentum)

4. Gleichmu?tigkeit gegenu?ber Ergebnissen
Sei gleichmu?tig daru?ber, wie irgendetwas ausgeht. Habe keine Wunschresultate fu?r deine Taten in deinem Geist. Tu einfach, was du tust, und sei gleichgu?ltig gegenu?ber dem Ergebnis. Alles, was geschieht, ist perfekt, alles umfasst deine Transformation. Das ‘du’, welches sich im Prozess der Transformation zu dem ERWACHTEN befindet, ist gegenwärtig nicht in der
Lage, zu ‘wissen’, welches ‘Ergebnis’ das beste fu?r deine Erleuchtung ist - also versuche nicht, es zu wissen, schließe einfach alles, was passiert, gleichmu?tig ein. (Alles kann in deine Transformation einbezogen werden, wenn du dem Ergebnis gegenu?ber gleichgu?ltig bist.)
Jedes Anhaften, das du an die Art und Weise hast, wie etwas geschehen oder aussehen sollte, ist dein Versuch, das GOTTSELBST (DAS IST) auf deine eigene Definition zu begrenzen, was stattdessen nach deiner Ansicht sein sollte.
Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Gleichmu?tigkeit ist dasselbe wie keine Gegenseitigkeit fu?r dein Geben zu erwarten (selbstloses Geben); es ist dasselbe wie nicht auf einen Umstand zu reagieren, weil du wolltest, dass er anders
ausgeht (Nicht-Berichtigung); es ist dasselbe wie alle Ergebnisse und Ereignisse in dein Erwachen einzuschließen (Einschließlichkeit). Einige Wege, Nicht-Berichtigung zu lehren, schließen die Aussagen ein: Der Große Weg ist nicht schwierig fu?r die, die keine Anhaftung an Vorlieben haben. Mache jedoch die kleinste Unterscheidung,
und Himmel und Erde sind fu?r immer getrennt. Wenn du Wahrheit zu sehen wu?nschst, dann behalte keine Meinung fu?r oder gegen irgend etwas.(Zen) Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. (Lk 6, 37) Ihr aber (mit Anhaftung an Ergebnisse) wisst nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe. Ihr richtet (u?ber Ergebnisse) nach menschlichen Maßstäben, ich richte niemand. (Joh.8,15-16) (Christentum) Hast du die Geduld, zu warten, bis dein Schlamm sich setzt und das
Wasser klar ist? Kannst du bewegungslos bleiben, bis sich die richtige Handlung von selbst ergibt? Die Meisterin sucht keine Erfu?llung. Nicht suchend, nicht erwartend, ist sie gegenwärtig und kann alle Dinge willkommen heißen. (Taoismus) Unendliche Geduld bringt sofortige Ergebnisse. (Ein Kurs in Wundern)
Alle Übungen: Ein(s) und dasselbe Wir begannen dieses Kapitel mit der simplen Feststellung: „Das Ziel jeder spirituellen Übung ist die Entsagung der begrenzten Egoselbst-Identifikation.“ Während du Egoselbst-Entsagung u?bst wie hier angeboten, wirst du realisieren, dass die Übungen in der Tat ein und dasselbe sind. Um es
in der Begrenzung von Wörtern auszudru?cken: Das ist der Zustand des GOTTSELBST - die „Verwirklichung“ des EINEN im SELBEN, EINE SINGULARITÄT. GOTTSELBST allein ist die einzig existierende Realität. Erleuchtung.
Dies ist kein konzeptionelles oder intellektuelles Erkennen des EINSSEINS, sondern ein tiefes Erwachen zur WAHRHEIT durch Erfahrung. Es ist sehr simpel. Nichts ist einfacher. Es ist einfach.
GOTT ist. Und DU BIST DAS.
Die Übung ist die Methode zur Erfahrung. Die Methode ist nicht das Ziel, sondern die Methode. Das Ziel ist die Erfahrung des GOTTSELBST. Schließlich wird die Erfahrung SIE SELBST sein. Und die Übung wird nicht mehr sein und wird nur eine Erfahrung sein. Denn es wird nichts zu u?ben geben - nur zu sein. Denn in Wahrheit gibt es keine Methode, sondern nur Sein. GOTTSELBST sein. Was du immer schon bist. „Oh meine Bru?der, wenn ihr nur den Frieden kennen wu?rdet, der euch einhu?llen und euch sicher und rein und lieblich im GEIST GOTTES halten wird, ihr könntet nur hineilen, IHM dort zu begegnen, wo SEIN Altar ist. Geheiligt werde dein Name und der SEINE, denn sie sind hier an diesem heiligen Ort verbunden.“ (H.S.83)


Geschrieben von Uwe Schwarz

Sep 29

Kapitel Sieben
Das Licht lehren

Es gibt einen Kurs fu?r jeden Lehrer GOTTES. Die Form des Kurses variiert stark. So verhält es sich auch mit den jeweiligen Lernhilfen, die dazugehören. Aber der Inhalt des Kurses verändert sich niemals. ... Er kann durch Taten oder Gedanken gelehrt werden, in Worten oder lautlos, in jeder Sprache oder in keiner Sprache, an jedem Ort, zu jeder Zeit und auf jede Weise. (H.S.3) Zum Schluss hier die Geschichte dreier großer spiritueller Lehren. Du kennst sie gut. Die erste ereignet sich vor Tausenden von Jahren in Indien. Hier haben wir ein helles Licht, das im Bewusstsein der Welt erscheint. Dieser ERWACHTE ist als der Buddha bekannt. Der Buddha lehrte
seine eigene einfache Erfahrung Gottes, des WAHREN SELBST. Es war ein schlichtes Lehren der Erfahrung - des LICHTS. Und nun, nach diesen Tausenden von Jahren, haben wir den Buddhismus: Eine Religion und Doktrin mit unzähligen Gesetzen von großer Komplexität und mit großem Ritual. Die zweite Geschichte ereignet sich fu?nf- oder sechshundert Jahre später. Da kommt ein anderes
helles Licht auf den Planeten: Jesus von Nazareth, der CHRISTUS. Jesus lehrte zwei einfache Gebote: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen Kräften und von ganzem Gemu?t, und: liebe deinen Nächsten als dich selbst. (Lk 10,28) Er lehrte: Wirf dein Egoselbst ab und folge MIR, dem CHRISTUSSELBST. Und wieder, lass uns anschauen, was wir dieser einfachen Lehre von Licht und Wahrheit angetan haben. Sieh, was aus der Lehre in
der heutigen Religion geworden ist. Die dritte Geschichte handelt wieder von diesem ERWACHTEN - ein helles Licht, eine STIMME, die in der Form eines Buches erscheint. Es ist keine Person, die wir falsch zitieren können. Es ist in sich ganz
und komplett. Es wartet darauf, dass wir es hören. Und sieh dir an, was wir wiederum, in noch viel ku?rzerer Zeit, aus seiner einfachen Botschaft gemacht haben. Wir vermeiden die „harten Lehren“ der Verantwortlichkeit, der Erfahrung und machen daraus eine Wissenschaft, die studiert und kodifiziert wird. Einen Haupttext, u?ber den geschrieben wird. Er ist nicht länger das Mittel zum Erwachen, sondern ist zum Objekt unseres Aufenthalts hier geworden. Er wird auch zu einem Götzen. Was also sagt uns diese dreifache Geschichte? Es ist die gleiche Geschichte: Der CHRISTUS kommt, um die EINFACHHEIT des LICHTS zu lehren und wird reduziert auf zahllose Gesetze, Disziplinen und komplexe, konzeptionelle Doktrinen. Bruder, höre auf die Wahrheit: Alles, was das ERLEUCHTETE SELBST je gelehrt hat, war das LICHT SELBST - und das ist eine Erfahrung. Es ist wörtlich. Es ist wirklich. Es ist fu?hlbar, in diesem Sinne. Du wirst es fu?hlen. Und du wirst es körperlich fu?hlen, so weit du glaubst, dass du ein Körper bist, solange du hier bist. Dies ist Erleuchtung; dies ist Auferstehung. Es ist die Erfahrung, erleuchtet zu sein, der BUDDHA zu sein, der CHRISTUS, der GESALBTE. Es ist EIN SINGULÄRES DING - DEIN ERWACHEN.
So, dies muss absolut klar gesagt werden, und es darf nicht vergessen werden. Es gibt keine allgemeine Disziplin oder Doktrin. Jede Disziplin, jede Doktrin, die diese Stimme je gelehrt hat, war spezifisch. Und sie war spezifisch fu?r die kulturelle Egoselbst-Identität der jeweiligen Raumzeit (entweder als Kultur oder als ein individueller Schu?ler). All die Worte und Konzepte und Disziplinen sind disponible Lehrmittel, die der ERWACHTE CHRISTUS verwendet, um den schlafenden
CHRISTUS gewissermaßen hin zur Erfahrung des Erwachens zu erschu?ttern. Diese Mittel sind in jeder Hinsicht falsche Mechanismen, nur dazu bestimmt, das „Wiedererkennen“ der Erleuchtung durch Erfahrung hervorzubringen.
Doch es geschah dies: Das Egoselbst (der historische Mensch, du) nahm diese Lehrmittel und zementierte sie in die schwere Form steinerner Gebote, Sutras, Credos, Rituale, Zeremonien, Prinzipien oder was auch immer. Mein Bruder, höre mich: Diese Stimme lehrte nichts von all dem. Sie lehrte nur LICHT,
nur die Erfahrung des Erwachens zum GOTTSELBST. Suche zuerst und einzig das Königreich des GOTTSELBST. Sie lehrte nur, WAS SIE IST. Der CHRISTUS betete: „ Vater, es ist mein Wille, dass diese Bru?der EINS mit DIR seien, wie ich es bin“, und der Mensch schrieb das als einen hu?bschen Vers nieder, als Worte in etwas, was ebenso gut wiederum schwerer Stein hätte sein können. Es war dasselbe
mit „Ich bin der EINZIGE SOHN des LEBENDIGEN VATERS“. Dieses EINZIGE EINSSEIN als das GOTTSELBST ist kein Vers, es ist Erfahrung. Nur Erfahrung. Sie ist ALLES, was ICH je gewesen bin und alles, was ich je sein werde.
Also muss diese Stimme dich lehren, WER ICH BIN, und das ist, in WAHRHEIT, WER DU BIST. Sie muss das LICHT lehren. Und hier ist die Krux, das Paradox. Das LICHT kann nicht gelehrt werden. Denn die WAHRHEIT ist jenseits dessen, was gelehrt oder gelernt werden kann. Dies ist die „Einleitung“ zum Kurs. Das LICHT, das ‘ICH BIN’, [The Light, who ‘I Am’] ist etwas, so fern jedes weltlichen oder egobasierenden Konzeptes, dass es u?berhaupt nicht ‘von’ der Welt oder dem
Egoselbst sein kann. Doch das ist, WER ICH BIN. Und so lehre ich LICHT (auf DIESE WEISE). Denn ich lehre nur WER ICH BIN. Das Paradox. Nun mache die Befragung in den EINEN GEIST. Frage dich: ‘Wer ist diese Stimme?’ Ich bin du. DU bist LICHT. Du hast niemals eine Doktrin oder Disziplin gelehrt, die etwas anderes war als ein falsches Mittel, dazu bestimmt, voru?bergehend und bald u?berholt zu sein. [a false device, designed to be temporary and obsolete] Du hast nie eine Doktrin oder Religion gegru?ndet. Du hast nur eine grundlegende
Sache gelehrt: Die WAHRHEIT dessen, WAS ICH BIN. LICHT. Eine Erfahrung nicht von dieser Welt - nicht vom begrenzten, konzeptionellen Geist des Egoselbst - sondern GOTT.
Epilog
Zum Schluss, mein Bruder - in Wahrheit bist du nicht hier im Exil. Du glaubst nur, es zu sein. In Wahrheit bleibst du, wie GOTT dich geschaffen hat. Dein Exil ist ein selbstauferlegtes, ein Egoselbst- auferlegtes Exil. Wie ER sagt:
„Du hast deine Unschuld nicht verloren. Genau danach sehnst du dich. Das ist dein Herzenswunsch. Das ist die Stimme, die du hörst, und das der Ruf, der nicht verleugnet werden kann.“ (L.182)
Dieses ist die Stimme, die du hörst - DEIN WAHRES SELBST jenseits von Raum und Zeit, jenseits des Exils. GOTTES Geschwindigkeit sei mit dir auf deinem imaginären Weg. Denn wir sind EINS in Wahrheit. Und in der Zeit, im Prozess des Erwachens, bleibe ich, fu?r einen kurzen Moment, dein geliebter Bruder.


Geschrieben von Uwe Schwarz

Sep 29

Anhang
Einige Fragen und Antworten
„Das Ego wird viele Antworten fordern, die dieser Kurs nicht gibt. ...Doch es gibt keine Antwort, nur eine Erfahrung.“ (H.S.75)
Die folgenden Fragen sind aus Konversationen mit Lehrern GOTTES erinnert. Sie werden in genau
diesem Moment von dir während deines Erwachens in den ERLEUCHTETEN GEIST gestellt und
beantwortet.
Wie lange hast du den Kurs studiert?
Willst du Befähigungsnachweise, so dass du beurteilen kannst, ob „ich“ weiß, woru?ber ich rede oder nicht? Ist diese Frage nicht das genaue Gegenteil von allem, was Ein Kurs in Wundern lehrt? Meine vergangenen fru?heren Qualifikationen als ein Lehrer GOTTES sind bedeutungslos. „Nichts, was ich hier sehe, bedeutet etwas“, Lektion 1. Bruder, hör auf, menschliche Egoselbst-Fragen u?ber historische Qualifikation zu stellen. Frage etwas Wichtiges. Aber lass mich dir zuerst eine wirkliche Antwort auf diese Frage geben, und die lautet: „Wir“ haben diesen Kurs seit Anbeginn der Zeit „gemacht“ - nicht studiert.
Was kommt, nachdem ich ERWACHT bin?
Hieru?ber kann nicht gesprochen werden. Die Bedeutung der WAHRHEIT, der LIEBE, GOTTES ist „jenseits dessen, was gelehrt werden kann.“ Übrigens, wer ist der, der diese Frage stellt? Stellt das heilige SELBST solche Fragen? Oder ist es das angstvolle Ego, das fragt? Die einzige Antwort auf „Was kommt nach der Erleuchtung“ ist diese: „Wache zuerst auf, und dann sieh, ob du diese Frage noch hast.“
Was wu?rdest du jemandem sagen, der gerade mit dem Kurs begonnen hat?
Niemand beginnt gerade mit dem Kurs. Du beginnst nicht gerade mit dem Kurs, nicht wahr? Und es gibt niemanden „da draußen“ außer dir selbst, nach außen projiziert. Er ist du. Wie kann er seinen Kurs „gerade beginnen“? Er ist mit dem Kurs befasst, seit die Zeit begann. Aber ich denke, ich weiß, was du meinst. Du möchtest wissen, welchen Rat du denen geben könntest, die gerade mit Ein Kurs in Wundern begonnen haben, ja? Nun, ich denke, ich wu?rde sie zuerst einmal daran erinnern, dass dies nur „DEIN KURS“ ist. So, wie wir es jetzt gerade mit dir getan haben. Hole sie zuru?ck zum EINEN GEIST. Denn das ist, wo der Kurs beginnt. Das ist, wo er endet. Und dann ... es ist wirklich ihre Sache, nicht wahr? Wenn sie
die Ohren haben, zu hören, werden sie hören. Und das wu?rde ich dir sagen: Als beste Einfu?hrung zu ACIM im allgemeinen lies die „Einleitung“ zur „Begriffsbestimmung“ auf Seite 75 im Handbuch fu?r Lehrer. Empfiehl sie jedem. Sogar denen, die den Kurs seit Jahren studiert haben. Besonders jenen, die den Kurs seit Jahren studiert haben.
Was den Kurs betrifft, sind alle Kommentare, vergleichenden Studien und ähnliches nutzlos?
Nein. Das habe ich nie gesagt. Was ich gesagt habe, war, dass sie nicht wirklich sind. Genau so, wie das Buch Ein Kurs in Wundern selbst nicht wirklich ist. Sie sind alle Teil des Traumes, und daher neutral, nicht real. Die wichtige Frage ist: „Leiten sie mich zur Erfahrung des Erwachens?“ Und ob sie das tun oder nicht, liegt vollständig bei dir. Ich wu?rde besonders empfehlen, dass du Kenneth Wapnicks Buch daru?ber, wie Ein Kurs in Wundern in die Welt gekommen ist, liest. (Jenseits der Glu?ckseligkeit - the Absence of felicity) Die Abschnitte von Jesus, die in der schließlich veröffentlichten Ausgabe des Kurses nicht enthalten sind, werden von großer Hilfe sein. Wapnick bindet das Material in die historischen ‘Fakten’ von
Ereignissen im Leben der Schreiberin ein. Einiges davon wird hilfreich sein, aber es ist wichtig, sich klarzumachen, dass das in sich letztlich bedeutungslos ist - und bedeutsam nur insoweit, als es dir hilft, die Gedanken des CHRISTUS genau hier, genau jetzt auf dein Erwachen anzuwenden. Verfange dich nicht in der Erzählung als Historie. Es ist jetzt. Es ist du, zu dir sprechend. Und verfang dich nicht in die anschließende Analyse u?ber die Bedeutung des niedergeschriebenen Materials.
Du kannst selbst hören. Übrigens ist das alles, was Mr. Wapnick oder irgendein Lehrer GOTTES will, dass du selbst hörst. Was sonst sollte er wollen, er ist du, nicht wahr? Wenn du die zusätzlichen Teile nicht dazu benutzt, den Kurs zu „konkretisieren“, können sie fu?r dich sehr hilfreich sein. Warum sollten sie es nicht sein? Sie sind nur du, der erwacht. Nach Hause kommt.
Wenn ich wirklich schon erwacht bin und Erleuchtung nur ein Wiedererkennen dessen ist, was schon ist, und keine Veränderung - wieso gibt es dann einen „Prozess des Erwachens“?
Es gibt ihn in Wahrheit nicht. Aber hier, in der Welt, in diesem Traum oder dieser Halluzination, scheint es einen Prozess zu geben. Es ist eine weltliche ‘Tatsache’, dass es einen Prozess des spirituellen Erwachens gibt. Wir sind hier, um dir zu helfen, diesen Prozess zu beschleunigen. Nun, der Grund, warum dies ein Paradox zu sein scheint, ist die Zeit. Aber wenn du zu der Erfahrung kommst, dass Zeit nicht wirklich ist, sondern nur ein erfundenes Konstrukt deines Traums, wird das klarer
werden. Paradoxe bestehen nur hier, wo es ego-begru?ndete Gesetze gibt, die u?bertreten werden mu?ssen, so dass Paradoxe entstehen. Dasselbe gilt, selbstverständlich, fu?r Wunder. Die existieren nur hier, wo sie benötigt werden.
Sei ehrlich, du hast einen „Prozess“ von spirituellem Fortschritt oder Erweiterung der Wahrnehmung erfahren. Dies nennst du deinen „Fortschritt“ auf dem spirituellen Weg. Du hast einige Wesen getroffen, von denen du wusstest, dass sie fortgeschrittener waren als du zu dieser Zeit. Und du bist jetzt fortgeschrittener als, sagen wir, vor drei Jahren. Da haben wir es also - Fortschritt, aber Fortschritt nur innerhalb der Illusion des Erwachens. Es ist nicht problematisch, versichere ich dir.
Wir wissen, dass es nicht wahr ist. Jedoch fu?r diesen Moment in der Zeit musst du den Prozess als wahr erfahren. Und das tust du. Du hast deinen Schmerz als wahr erfahren, nicht wahr? Das ist es, was der Körper tut. Daher ist es in Ordnung, diesen Prozess des Erwachens zu haben. Es ist sogar
wundervoll fu?r diesen winzigen Moment in der Zeit. In Ku?rze wirst du aufwachen und lachen. „Was fu?r ein Prozess?“, wirst du fragen. Du wirst wirklich wissen, als Erfahrung wissen, dass es keine Zeit gegeben hat. Es gab nur diesen einen Moment,
als du dachtest, dass du einschläfst und dann aufwachtest - aber nichts ist wirklich passiert. Das scheint nur jetzt fu?r dich ein Paradox zu sein. Es ist okay. Es ist, hier, der Prozess des Aufwachens.
Ist dieser Prozess der Erleuchtung physisch oder nur mental?
Hier ist der springende Punkt, Bruder - es gibt keinen Unterschied, keine Trennung zwischen physisch und mental, außer in deinen falschen Versuchen von Egoselbst-Identifikation. Versuche, dies wirklich zu hören. Es wird unermesslich helfen. Der Kurs lehrt vollständige, ganze Körper/Geist- Auferstehung. Und die Auferstehung war, wenn u?berhaupt etwas, ein körperliches Ereignis. Gewiss war sie nicht wirklich, insofern als sie in der Raumzeit geschah und nicht in der Ewigkeit. Aber das
ist der Punkt, nicht wahr? Sie ist in Raum und Zeit. Und daher ist sie physisch.
Wir mu?ssen ein wenig Zeit aufwenden, dieses zusammen zu betrachten. Ich bin mir der Kontroverse im Zusammenhang mit der Idee körperlicher Auferstehung bewusst. Sie ist, gelinde gesagt, ironisch. Jedermann akzeptiert die Idee der Kreuzigung - welches die Welt ist. Aber du hast Probleme mit der Auferstehung - welche physisch, mental, emotional, relational etc., etc. ist, alles von dir, jeder sogenannte Teil, zur Ganzheit kommend. Und das muss den physischen Aspekt einschließen, weil es alles hier einschließt. Jesus benutzt sogar das Wort „transfiguriert“. Das ist physisch. Gebrauche Vernunft.
Die Welt und dein „Körper“ sind nichts als deine nach außen projizierten Gedanken. Wir benutzen das Wort ‘Gedanken-Form’, Gedanke in physische Form projiziert. Welt/Körper sind Gedanken-Formen deines Geistes. Insoweit als Welt/Körper ein „Ding“ der Trennung sind, sind sie eine Gedanken-Form deines „getrennten“ Geistes. Dies ist klares und einfaches Ein Kurs in Wundern-Lehren, nicht wahr? Nun, was passiert mit deinen projizierten, getrennten Gedanken-Formen, wenn dein Geist zu heilen beginnt? Wenn dein Geist und deine Gedanken ganz werden, wenn sie „su?hnen“ [as they „atone“], was passiert mit den Gedanken-Formen, die du derzeit nach außen projizierst? Siehst du? Es ist so einfach. Wenn dein Geist von Krankheit zu Ganzheit fortschreitet, schreiten auch deine aus diesem Geist projizierten
Gedanken voran bzw. heilen. Was glaubst du, was Heilung ist? Was glaubst du, was der „glu?ckliche Traum“ ist, wenn nicht körperliche Veränderung (Heilung) in der Körper/Welt? Ja, natu?rlich ist das nicht wirklich. Aber ebenso wenig ist das dein Geist, wie du ihn dir jetzt denkst - dein getrennter, gespaltener Ego-Geist, der Geist, auf den du dich als „mein Geist“ beziehst. Die Geist-Körper-Welt ist innerhalb des Traumes. Hör auf, dir selbst deinen Prozess des Erwachens abzusprechen.
Akzeptiere die körperliche Transfiguration. Der ganze Punkt ist, dass CHRISTUS von den Toten auferstanden ist. Das darf nicht als unbedeutend ausgelassen werden, ‘weil es nicht wirklich ist, nur der Geist ist wirklich’. Das ist so ein Unsinn. Es ist die ‘Tatsache’, dass er auferstand, dass die physischen Gesetze des Universums umgedreht wurden, die an erster Stelle illustrierten, dass dieser Ort nicht wirklich ist
(nicht unter GOTTES Gesetzen ist). Die Weise, wie die Nicht-Wirklichkeit von Körper/Welt demonstriert wird, ist durch Auferstehung. Deine Demonstration hier wird physisch sein, weil das hier ein physischer Ort ist. Bitte höre auf deinen Bruder. Deine Auferstehung ist ein Phänomen, das hier erfahren werden wird.
Erleuchtung ist so physisch wie alles andere hier. Du musst dir daru?ber im klaren sein, damit du nicht
ängstlich wirst, wenn es geschieht. Denn es wird dir geschehen. Und es wird das Physische einschließen. Es ist so einfach. Hinsichtlich der besonderen physischen Phänomene, die dir geschehen werden, gebe ich hier keinen weiteren Rat. Schließe einfach alles ein. Erinnere dich, du kannst nicht u?ber deinen eigenen Prozess
urteilen. Habe Vertrauen. Es mag zeitweise wie eine Krankheit, eine Reinigung aussehen. Aber es ist alles dein Erwachen. Wenn du weitere Fu?hrung auf diesem Gebiet brauchst, wirst du zu mir kommen, in welcher Form auch immer ich bin. Du bist willkommen, zu kommen und einige beschleunigte Zeit mit uns zu verbringen. Dafu?r sind wir hier.
Manchmal sprichst du vom „Ziel“ dieses Kurses als „Erleuchtung“ oder „SELBST“ oder „GOTTSELBST- Realisation“ und zu anderen Gelegenheiten benutzt du den Ausdruck „Egoselbst-Entsagung“. Die verschiedenen Begriffe sind verwirrend. Welches ist das Ziel? Erkenntnis des
„SELBST“ oder Verleugnung des Egoselbst?
Sie sind ein und dasselbe. In der Zeit könnten wir es so ausdru?cken, dass Entsagung oder das „Ungeschehenmachen“ [„undoing“] des Egoselbst den ERLEUCHTETEN GEIST verursacht. Doch in Wahrheit ist es keine Ursache-Wirkung-Situation. Ursache und Wirkung sind simultan und sind daher nicht wirklich aufeinanderfolgend wie die Wirkung auf die Ursache. Sie sind die eine selbe Sache. Ego-Entsagung ist ERLEUCHTETER GEIST. ERLEUCHTETER GEIST ist Ego-Entsagung. Es gibt keine Beziehung. Es ist einfach EIN GANZES Ereignis. Es ist DU, ERWACHT.
Die Verwirrung zwischen den beiden entsteht nur bei Einbeziehung der Zeit.
„Die einzig mögliche Berichtigung fu?r falsche Wahrnehmung muss wahre Wahrnehmung sein. Sie wird nicht von Dauer sein. Doch fu?r die Zeit, die sie andauert, kommt sie, um zu heilen. Denn wahre Wahrnehmung ist ein Heilmittel mit vielen Namen. Vergebung, Erlösung, SÜHNE, wahre Wahrnehmung - sie sind alle eins.“ (H.S.82)
Daher unterscheiden wir zwischen „Erkenntnis“, „Liebe“ - den Dingen, die jenseits dieses Kurses hier sind - und „wahrer Wahrnehmung“ oder „Erleuchtung“, welche das Ziel des Kurses, hier, sind. Doch das Ziel des Kurses ist auch das „SELBST“, das jenseits von hier ist. Das Ziel ist zweifaltig: Das Ego zu u?berwinden, und dann dahin zu gehen, wohin kein Ego zuvor gegangen ist [to overcome the overcoming]. Denn dieses fu?hrt dich zu der Tu?r, wo das ultimative Ziel ist. Und die Vollendung der
wahren Wahrnehmung garantiert die Vollendung von ... dem, was Worte nicht beschreiben können. Das ganze Problem mit diesem ist eins von Terminologie und Symbolen. Es gibt dafu?r keine. Und es kann niemals welche geben. Deshalb ist die universale Erfahrung notwendig.
Du hast fortgeschrittenen Schu?lern empfohlen, dass es okay ist, mehr als eine Lektion aus dem Übungsbuch täglich zu machen ...
Absolut. Und nur einen Absatz zu machen ist auch okay. Lass uns ehrlich sein. Die Lerneinrichtung von einer Lektion pro Tag ist einfach das - eine Lerneinrichtung. Sie war einst notwendig - und hat, in der Zeit, entsprechend gewirkt. Und sie hat wirklich funktioniert, viele erwachten (aber wir brauchen das hier nicht zu vertiefen). Fu?r jetzt, fu?r dort, wo du diesen Moment in der Zeit ableistest, warum hältst du es fu?r nötig, dich an diese Einrichtung zu klammern? Schau es dir genau an: Die tägliche Lektion ist ein Ritual geworden. Erinnere dich an unsere Geschichte daru?ber, wie die Erfahrung des LICHTS in der Zeit beschwert wird mit Regel, Gesetz und
Ritual? Die tägliche Lektion hat einiges von ihrer Vitalität verloren, nicht wahr? - Zumindest fu?r
dich, und du bist alles, was wir kennen. Nimmst du ihre Worte wirklich buchstäblich, wenn sie sagt: „Die heutige Idee wird dir tausend Jahre ersparen?“ Oder schätzt du einfach ihre poetischen Qualitäten als Schriftstu?ck? Es ist ein Mittel. Seine Funktion ist, dich aufzuwecken. Also nimm drei oder vier Lektionen (wie wir es in diesem Brief getan haben), oder nimm eine Serie (sagen wir, die 130er oder die 180er) und mache sie ganz. Mache die ganze Serie. Wenn du einmal die drei Lektionen
in diesem Brief gemacht hast, und mache das wirklich auf nachhaltige Weise, vertiefe dich weiterhin. Warum nicht? Lebe es ganz. Es wird ein Spaß werden, die Lektionen zu erforschen. Nicht nur sechsmal am Tag fu?r fu?nf Minuten. „Du kannst nicht die Welt sehen und GOTT erkennen. Nur eins ist wahr.“ Was sonst hast du zu tun, als GOTT zu erkennen? Er will nur, dass du erwachst, damit du wirklich von Nutzen bist.
Wirklich von Nutzen? Ja. Du kannst nicht wirklich dienen, bevor du erwachst. Natu?rlich verwendet der HEILIGE GEIST dich vollständig, sogar jetzt. Aber das ist nicht zu vergleichen mit deinem Nutzen, sobald du erwacht bist.
Wie das?
Es gibt kein „wie das“. Es ist unvergleichlich. Und es ist nur eine Falle des Egoselbst, wissen zu wollen, „wie es sein wird, später“. Erwache jetzt und finde „wie das“ selbst heraus. Die Lehre ist hier kompromisslos.
Gibt es sonst noch etwas, das du mir sagen kannst, um zu helfen, diesen Prozess zu beschleunigen?
Lies diesen Brief an dich selbst noch einmal. Mache die Übungen. Das ist alles, was im Augenblick nötig ist. Du wirst wissen, was zu tun ist, wenn die Zeit gekommen ist.
Erinnere dich -
Es gibt keine Zufälle in der Erlösung.
Amen.
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Anm. z. Übersetzung:
Sie hält sich absichtlich eng an das englische Original. Der Genauigkeit halber ist bei abweichendem Sprachgebrauch das englische Original in eckigen Klammern angefu?gt. [] Die Zitate aus dem KIW wurden aus der 2. Deutschen Aufl. von 1994 u?bernommen. Einige wenige davon (ohne Seitenangabe) können leichte Abweichungen in der Übersetzung aufweisen.
SPIRIT RANCH
5803 Llano
Dallas, Texas 75206
(214) 826-9973


Geschrieben von Uwe Schwarz

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