Sep 29

Kapitel Drei
ENTWEDER/ODER
„Du kannst nicht die Welt sehen und GOTT erkennen. Nur eins ist wahr.“ (T.S.148)
ENTWEDER /ODER. Entweder dies oder das, aber dazwischen ist kein Kompromiss möglich. „Es gibt keinen Kompromiss.“ Die WAHRHEIT ist immer kompromisslos gewesen. Durch ihre bloße Natur, die WAHRHEIT zu sein, muss sie kompromisslos sein. Denn die WAHRHEIT ist WAHR, und nur die WAHRHEIT kann WAHR sein. Es ist hier, wo die WAHRHEIT mit Feuer gleichgesetzt worden ist. Ihre kompromisslose Natur wird das Unwahre in Flammen aufgehen lassen. Dies ist nicht etwas, was die besänftigende, zu Kompromissen bereite Stimme des Egoselbst dich gern hören lassen möchte. Diese im Egoselbst liegende Stimme schätzt die unleidenschaftliche, kontrollierte Ego-Sprache des kompromissbereiten Konsens. Das Egoselbst wird mitfu?hlend erscheinen: ‘Es gibt keine Notwendigkeit
fu?r drastische Maßnahmen, keine Notwendigkeit fu?r radikale Veränderungen.’ Was
dasselbe heißt wie ‘es gibt keine Notwendigkeit fu?r die ENTWEDER/ODER- Verpflichtung.’ Kein Feuer. Und schließlich wird das ENTWEDER/ODER als einfach zu fanatisch aufgegeben werden – als einfach zu unrealistisch, als dass normale, durchschnittliche ‘Leute’ es erreichen könnten. WAHRHEIT, Erleuchtung, CHRISTUSSCHAFT: diese Sachen sind für ‘andere’ und nicht für durchschnittliche,
lumpige menschliche Wesen wie ‘wir’. Derart ist der Anspruch des Egoselbst an sich selbst. ‘Bleib bei mir’ sagt diese ängstliche Stimme zu sich selbst, ‘Bitte bleib innerhalb des eingesperrten Gedankens des begrenzten Egoselbst, des Menschenselbst. Das heilige SELBST eines Buddha, oder eines Jesus CHRISTUS, oder eines Sri Ramana, etc., etc., ist nicht deins. Du bist, nach wie
vor, nur ein Mensch.’ Dies ist der jämmerliche Witz, den das Egoselbst sich selbst erzählt. ‘Ich bin, trotz allem, nur ein Mensch.’ Dies ist die LÜGE. Und die ganze Welt strengt sich an, diese LÜGE zur Wahrheit zu erklären. Die Verbannten hier bestehen darauf, ihr wahres Selbst sei dieser menschliche Körper und diese menschliche Persönlichkeit, dieser ‘natu?rliche Mensch’. Aber, die gute
Nachricht ist: Es ist nicht wahr. Du bist nicht das. Schau auf die Wahrheit, die jede Weisheitslehre immer erzählt hat: Du bist nicht das menschliche Egoselbst. Du bist nicht dieses weltliche Wesen. Die WAHRHEIT „akzeptiert keine gespaltene
Identität, noch versucht sie, gegensätzliche Faktoren zu Einheit zusammenzuweben.“ Gegenu?ber der Welt deines Egoselbst proklamieren alle Schriften kompromisslos: ‘Nicht dies! Nicht dieses Selbst, nicht diese kleine Welt des Egoselbst!’
Teilerleuchtet? Selbstehrlichkeit in deinem Glauben
Hier ist, was du vielleicht nicht gerne hörst, Bruder: Du, wie du jetzt konfiguriert bist, weißt nicht, was LICHT ist. Du magst denken, dass du weißt, was LICHT ist; du magst sogar behaupten, dass du mit dem LICHT arbeitest oder es siehst oder fu?hlst. Aber, um ehrlich zu sein, du weißt nicht, was LICHT ist. Denn wenn du das LICHT wahrhaft kennen wu?rdest, es vollkommen kennen wu?rdest (welches die einzige Art ist, es zu kennen), wärest du dir vollkommen gewahr, dass du der
ERLEUCHTETE bist. Dieses Wissen ist kein Verstehen, sondern eine Erfahrung. „Vergiss diesen Kurs ...“ Fu?r jetzt ist alles, was wir verlangen, Selbstehrlichkeit. Zitiere dir nicht selbst wieder die Slogans wie „Ich bin der HEILIGE SOHN GOTTES SELBST“. Sei ehrlich damit, wo du mit deinen Gedanken in deinem Geist bist. Du kennst dich selbst nicht, jetzt, als das Licht der Welt, als der
CHRISTUS.
Beobachte, wie die Kompromisse schließende Stimme des Egoselbst funktioniert. Sie wird behaupten: ‘Aber ich weiß doch, dass ich eins bin mit GOTT und meinen Bru?dern; ich weiß, dass ich in Wahrheit der CHRISTUS bin’.
Aber wirklich, Bruder? Kennst du wirklich deine Singularität mit GOTT? Mit kennen meine ich, kennst du DIESE WAHRHEIT als eine Erfahrung - ähnlich der Weise, wie du einen engen Freund „kennen“ wu?rdest? Die Frage ist nicht: ‘Verstehst du das Konzept des EINs-in-GOTT’. Weit entfernt. Obwohl du das Konzept gut verstehen magst, kennst du DEINE WAHRHEIT als EWIGdauernd? Selbstehrlichkeit ist entscheidend. Das Egoselbst wird lu?gen. Du kannst nicht teilweise
wissen und teilweise nicht wissen. „Es gibt keinen Kompromiss“. Dies ist das ENTWEDER/ ODER. Kennst du dein Einssein? Lass uns ehrlich sein, und finde es heraus. „Niemand kann Illusionen entkommen, wenn er sie nicht anschaut, denn nicht schauen ist die Art, wie sie geschu?tzt werden.“ Hier ist die Übung zur Selbstbefragung: Stell die Frage an deine Gedanken: „Fu?hle ich jemals Furcht vor Tod oder Krankheit - falls nicht fu?r mein persönliches Selbst, dann fu?r jemanden, den ich liebe?“ Zum Beispiel, wenn jemand, den du liebst, noch immer nicht nach Hause gekommen ist und es dafu?r keine andere Erklärung gibt, und vielleicht Stunden vergehen, und das Wetter ist gefährlich, bist du ein kleines bisschen besorgt? Über seine Sicherheit, sein Wohlergehen? Der CHRISTUSBEWUSSTE [Christed One] ist niemals besorgt u?ber Sicherheit oder Wohlergehen, denn er kennt die Ganzheit von „des VATERS REICH“. Das physische Überleben des Körpers innerhalb weltlichen Lebens ist ein schallender Witz fu?r den CHRISTUS. Dies ist kompromisslos.
Höre IHM zu: Der CHRISTUS „...lacht genauso u?ber Schmerz und Verlust, Krankheit und Gram, u?ber Armut, Verhungern und den Tod. Er begreift, dass Opfern die eine Idee bleibt, die hinter ihnen allen steht, und in seinem sanften Lachen sind sie geheilt.“ (L.187) Ist dies dein Geisteszustand zu jeder Zeit? Wenn du jemals in Angst oder Sorge bist u?ber die Möglichkeit, dass jemand, den du liebst, verletzt oder verwundet oder getötet werden könnte, weißt du nicht, dass du EINS mit GOTT bist. Da kann es keinen Kompromiss geben. Die harten Lehren hören
Dies sind einige der „harten Lehren“. Deine Existenz als Egoselbst wird bestenfalls mit hohem Alter und Tod enden. Den akzeptablen Standard auf „Erleuchtung“ festzulegen ist kompromisslos, gelinde gesagt. Und dennoch: „hier ist der Satz, der eines Tages jede Arroganz von jedem Geist nehmen wird. Hier ist der Gedanke wahrer Demut...“ (L.186) Akzeptiere deine Funktion – erwache in dieser Lebensspanne. Weniger als dies ist Arroganz. Die kompromisslose Botschaft, die du jetzt von dieser Stimme hörst ist, dass „dü nicht durch eine weitere Episode physischen Todes zu gehen brauchst, hier. Du kannst innerhalb dieses Lebens
erleuchtet sein, wenn du dich so entscheidest. Und die Entscheidung, zu erwachen, beginnt mit radikaler Selbstehrlichkeit. Das Egoselbst wird alles tun, um dich von dieser grundlegenden Verpflichtung abzuhalten. Fu?r das Egoselbst erscheint solche Selbstehrlichkeit als Tod. (Und, wahrhaftig, fu?r das Egoselbst ist es der Tod. Der ganze Punkt der Erfahrung ist der Tod des falschen getrennt-von-GOTT-Konstrukts und das gleichzeitige Hervortreten der immer schon gegenwärtigen GOTTSELBST-Realität.) Bruder, vielleicht hast du bemerkt, dass dieser Brief bis hierher einer der „Vorbereitung“ oder besser der „Purifikation“ gewesen ist. Wie uns der Kurs sagt, hat „jedermann das Anrecht auf Wunder, doch zuvor ist Läuterung notwendig“. Dieser Brief fu?hrt dich „Schritt fu?r Schritt“ in eine andere Denkstruktur, in ein Ego-Gefu?ge, in welchem du die „Ohren, zu hören“ haben wirst. Dies ist ein Läuterungsprozess - eine Läuterung des Denkens. Es ist eine direkte Einladung in die Selbstehrlichkeit.
Du u?bernimmst Verantwortung dafu?r, dass diese Stimme innerhalb deines Geistes ist, und an keinem anderen Ort. Du u?bernimmst Verantwortung dafu?r, kompromisslos zu sein, und hörst nicht auf das selbstzufriedene Ego-Gerede. Es ist alles Läuterung. Es ist die Vorbereitung fu?r die drei Lektionen, die bevorstehen. Bitte u?berspringe nicht einen einzigen Teil dieser Läuterung. Bleibe hier fu?r eine Weile, falls notwendig. Oder geh alles noch mal durch und komm wieder. Aber die „Läuterung ist zuerst notwendig.“ Dies ist unvermeidlich.
Der Ruf nach Hilfe
Ob bewusst oder nicht, es war ein Ruf nach Hilfe, der deine Aufmerksamkeit auf den Kurs lenkte. Es musste einfach einen anderen Weg zu leben geben als den Weg, den du bis dahin erfahren hast. Es musste einfach „mehr“ im Leben geben. Das Leben, wie es zu sein schien, war intolerabel geworden. Und du fragtest nach Hilfe. Deine Begegnung mit dem Kurs war nicht zufällig. Du magst dich sogar exakt daran erinnern, wann du um Hilfe gebeten hast. Aber, falls nicht, das bedeutet nichts. Was wichtig ist, ist, dass du das Bewusstsein der Erfahrung des Kurs genau hier, genau
jetzt hast. So. Wohin befördert dich das? Wo bist du, jetzt, in deinem eigenen Geist mit dem ‘Leben’? Versuche nicht, diese Frage zu beantworten. Es gibt keine Antwort auf diese Frage. Der ganze Punkt ist: Du weißt nicht. Du kannst nicht wissen. „Meine bedeutungslosen Gedanken zeigen mir eine bedeutungslose Welt.“ Oder, wie Jesus im Lukas-Evangelium sagt: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann; denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch». (Lk 17,
20f) Es ist alles du, zu umfassend [whole] fu?r dein Egoselbst, um es auszumachen. Das ist das Problem gewesen. Hier ist die Richtung, in die ich dich fu?r einen schnellen Blick schauen lassen möchte. Sie ist eine andere Facette der Läuterung. Erforsche, während du dich erinnerst, dass du um Hilfe gebeten hast:
‘Fu?r was habe ich um Hilfe gebeten?’ Die einzige Antwort ist: ‘Ich habe um Hilfe dafu?r gebeten, aus dem Traum zu erwachen.’ Bruder, obwohl du glauben magst, dass du Hilfe dafu?r erbeten hast, den Traum in Ordnung zu bringen [to „fix“ the dream], ist das unmöglich. Dein Ruf war einer der Verzweiflung. Du wusstest im „Innern“, dass der Traum nicht reparierbar war. Du wolltest raus. Du wolltest wieder zuhause sein. Du wolltest volles GOTTESbewusstsein oder Realisation. Es ist okay, das zuzugeben. Es ist okay, dass du etwas so Unfassbares und Unerklärbares wie GOTT wolltest. Warum ist es okay? Einfach, weil es so ist. GOTT ist alles, was du je wirklich wolltest. Du hast es nur nicht gewusst. Es ist alles, was jedermann (du, nach außen projiziert) jemals wirklich will. Und „in dir“ weißt du, dass du nicht „die Welt sehen kannst und GOTT erkennen. Nur eins ist wahr.“(T.S.184) Und deshalb wolltest du GOTT. Erinnere dich an das Ziel, das du fu?r dein WAHRES SELBST mit diesem
Kurs gesetzt hast, das ewige SELBST, das „seinen ständigen Zustand der Einheit mit seinem VATER und SICH SELBST niemals verändert“. Nun, hier ist der springende Punkt: Du, (so wie du hier in der Raumzeit konfiguriert bist), brauchst
den ganzen Plan, der dein Erwachen umfasst, nicht zu kennen. Tatsächlich, da du hier bist, kannst du den Plan gar nicht kennen. Wie ER sagt: „Es gibt einen Weg, und nur einen, um der Gefangenschaft zu entrinnen, die dein Plan, zu beweisen, dass das Falsche wahr ist, dir eingebracht hat. Nimm stattdessen den Plan an, den du nicht gemacht hast. Beurteile deinen Wert ihm gegenu?ber nicht. Wenn GOTTES STIMME dir versichert, dass die Erlösung deinen Teil braucht und dass das
Ganze von dir abhängt, dann kannst du sicher sein, dass es so ist. Die Arroganten mu?ssen sich an Worte klammern, voll Angst, u?ber sie zu einer Erfahrung hinauszugehen, die eine Schmach fu?r ihre
Haltung wäre. Die Demu?tigen aber sind frei, die STIMME zu hören, DIE ihnen sagt, was sie sind und was zu tun ist.“ (L.186)
Also vertraue. GOTT hat dir die „Vernunft“ gegeben, zu wissen, dass dieser Kurs fu?r dich ist. Wisse also, dass dies eine Sache der Erfahrung ist. Es ist so - vertraue darauf. Du bist schon bis hierhin gegangen. Jetzt ist der Zeitpunkt. Lass deine konzeptionellen Abwehrmechanismen gehen. Erinnere dich, um was du gebeten hast. Sei nicht arrogant. Halte nicht an Worten und Konzepten fest, die du nicht kennst. Du musst erwachen. Es gibt nur EINEN GEIST, der erwachen muss. Und
hier, in dieser Zeit/Raum-Konfiguration, Bruder - bist du dieser EINE GEIST.
Hier ist das Statement fu?r dich, jetzt. Es ist ausdru?cklich fu?r dich gegeben, in diesem speziellen Augenblick. Es ist keine allgemeine Botschaft fu?r jedermann. Es ist fu?r dich. Es kommt direkt aus der Höheren QUELLE innerhalb deines EINEN GEISTES. (Bruder, gebrauche „Vernunft“, um zu wissen, dass diese Stimme in deinem Geist ist und buchstäblich deine Stimme ist.) Höre dich kommunizieren, mit dir, genau hier, genau jetzt. Höre dies: „Die verru?ckte Illusion wird eine Weile deutlich sichtbar bleiben, damit die auf sie schauen können,
die zu kommen wählten .... Wenn die Wahrheit forderte, dass sie die Welt aufgeben sollten, wu?rde es ihnen erscheinen, als wu?rde sie das Opfern von etwas verlangen, was wirklich ist. Viele haben sich entschieden, der Welt zu entsagen, obschon sie nach wie vor an ihre Wirklichkeit glauben. Und sie haben unter einem Gefu?hl des Verlusts gelitten und wurden dementsprechend nicht befreit. Andere wieder haben nichts als die Welt gewählt, und sie haben unter einem noch tieferen Gefu?hl des
Verlusts gelitten, das ihnen unverständlich war. Zwischen diesen Pfaden gibt es noch einen anderen Weg, der wegfu?hrt von jeglichem Verlust, denn Opfer und Entbehrung werden beide rasch zuru?ckgelassen. Das ist der Weg, der jetzt fu?r dich bestimmt ist.“ (L.155) Und dann - „Dieses ist unsere letzte Reise, die wir fu?r jedermann machen.“
Du bist jetzt bereit, zu hören. Du hast die Ohren, zu hören und die Augen, zu sehen. Dieses sind nicht die des schlafenden Körpers, sondern die des erwachenden Träumers. Lass uns, zusammen als EINS, beim Werk unseres VATERS bleiben. Höre dies vollständig, zum ersten Mal, in Lektion 128. Deine Bereitwilligkeit, Illusionen loszulassen, ist alles, was der HEILER von GOTTES SOHN verlangt.


Geschrieben von Uwe Schwarz

Sep 29
Kapitel Vier
Lektionen, von denen GOTT möchte, dass ich sie lerne
Lektion 128- „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will.“
Und so beginnt die Lektion. Unverblu?mt, nu?chtern, ohne Kompromiss -
„Die Welt, die du siehst, hat dir nichts anzubieten; weder etwas, was du in irgendeiner Weise benutzen könntest, noch irgend etwas, was dazu diente, dir Freude zu bereiten.“ Kein Kompromiss. Nichts, das du in irgendeiner Weise benutzen könntest. Es gibt hier keine wirkliche Freude, hier, in der Welt, die du siehst. Es gibt nur kurzfristige Freude. Und was passiert mit der kurzfristigen Freude in der Raumzeit? Hier hapert es. Was passiert schließlich mit allem, das du
hier liebst, hier, in der Welt? Du musst dir dieses ansehen. Es ist lebenswichtig. „Dies ist die Welt der Zeit, wo alle Dinge enden.“ Entweder willst du erleuchtet sein und der CHRISTUS oder du willst es lieben, in dieser Welt zu leben. Es gibt keinen Kompromiss. Du kannst nicht die Welt sehen, auch nur ein wenig, und GOTT
erkennen. „Nur eins ist wahr“. Du kannst nicht erwachen und weiterhin einige Dinge in dieser Welt liebenswert finden - und dieses schließt alles in der Welt ein.
„Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle
Dinge enden.“ Dies ist die entscheidende Lehre des Kurses. Sie ist kompromisslos.
Warum? Der Schlu?ssel ist: die Zeit. Aber kann ich nicht die Schönheit eines Sonnenuntergangs lieben? Nicht wirklich. Hier ist, wieso: Alle Dinge hier, in der Welt, einschließlich der Schönheit eines Sonnenuntergangs, werden sich innerhalb der Zeit in Schmerz verwandeln. Schau es dir genau an. Warum liebst du die Schönheit
des Sonnenuntergangs? Du liebst sie, weil sie eine Verschnaufpause in der hektischen, alltäglichen Pein des Lebens ist. Du liebst sie, weil sie dich an eine glu?cklichere, stillere Zeit im Leben erinnert (oder was immer), denn sie hilft dir, dich „friedvoller“ zu fu?hlen. Der Punkt ist, du liebst die Schönheit des Sonnenuntergangs, weil sie fu?r einen Moment das existentielle Leid u?bertu?ncht, das den Leidens-, Krankheits- und Sterbensprozess, genannt „menschliches Leben“, umfasst. Der Moment des Waffenstillstands, genannt der „Sonnenuntergang“, ist kein Frieden. Er ist nur Waffenstillstand. Und, indem er nur ein Waffenstillstand ist, stellt er sicher, dass der Kampf schließlich, zu gegebener Zeit, wieder beginnen wird. Fazit daraus ist, dass dieser Waffenstillstand, diese Liebe zur Welt fu?r just einen Moment, die Absichtserklärung ist, dass Kampf immer unvermeidbar sein wird. Bruder, dein Ziel ist Erleuchtung, CHRISTUSSCHAFT - nicht eine voru?bergehende Verschnaufpause,
während sich das große Rad des Leidens weiterdreht. Die voru?bergehende Liebe zu
was auch immer hier ist angesichts deines WAHREN Zwecks, deines WAHREN SELBST so gering, so winzig. Und dies ist der springende Punkt: die voru?bergehende Liebe und das Ausruhen innerhalb dieser Welt ist nichts als ein Verzögerungsmanöver deines Egoselbst, um dich vom Erwachen abzuhalten.
„Lass nichts, was mit Körpergedanken in Verbindung steht, deinen Fortschritt zur Erlösung verzögern, noch lasse dich zuru?ckhalten von der Versuchung, zu glauben, dass die Welt irgend etwas berge, was du wollen könntest. Hier gibt es nichts zu hegen. Nichts hier ist auch nur einen Augenblick des Aufschubs und des Leides wert, einen Moment der Ungewissheit und des Zweifels. Wertlose Dinge haben nichts zu bieten.“ Aber was ist mit der Liebe meines Kindes, meiner Eltern, oder meines Liebhabers, Ehepartners, oder Bruders oder Schwester oder Großkindes oder ...?
„Ein jedes Ding, das du hier schätzt, ist nichts als eine Kette, die dich bindet an die Welt, und sie dient keinem andern Zweck als diesem. Denn alles muss dem Sinn und Zwecke dienen, den du ihm gabst, bis du einen anderen Zweck darin erblickst.“
Das Egoselbst wird darauf bestehen, dass es irgendwo etwas Kompromiss gibt. Bruder, da ist kein Kompromiss möglich. Die Liebe von irgend jemand, hier, in der Welt, ist der Kompromiss, der dich hier hält. Der Kurs bezieht sich darauf als „besondere Liebesbeziehung“. Alle Liebe, hier, ist eine „besondere Liebesbeziehung“. Es ist die Liebe, die diese ‘Körperpersönlichkeit’ als besonders fu?r
dich definiert. (zum Beispiel ‘sie ist mein Kind’). Siehst du nicht, wie das dich als einen menschlichen Elternteil definiert, der ein menschliches Kind hat? Plötzlich bist du nicht nur ein Egowesen, sondern deine Funktion ist elterlich. Siehst du nicht, wie clever und verschlagen diese besondere Liebe zu einem Faktor der Selbstidentifizierung wird - mit der Absicht, dich vom Erwachen zum „SOHN GOTTES“ oder dem CHRISTUS fernzuhalten? Im Neuen Testament lehrte Jesus: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter,
Frau, Kinder, Bru?der, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Ju?nger sein.“ (Lk 14, 26) Dies ist buchstäblich WAHR. Du musst es hassen, vollständig hassen, dass du ein biologisches Wesen bist, definiert durch genetische, psychologische Funktionen und Beziehungen zu einem anderen Körper. Du musst den weltlichen ‘Fakt’ hassen, dass es einen Körper gibt, der „besonders“
fu?r dich ist, so wie dein Kind, und dass da tausende anderer Körper sind, die verschieden sind und weniger wichtig, weil sie nicht dein biologisches Kind sind. Hasst du nicht die Tatsache, dass du im Fernseher schnell wegschaltest vom Bild des verhungernden Kindes in Kambodscha? Und hasst du nicht die Tatsache, dass du durch das Umschalten des Blickpunkts auf die Welt, die du siehst, wahrhaftig denkst, dass du irgendwie einen Waffenstillstand im Leiden dieses verhungernden
Kindes erlangt hast? Hasst du nicht die grundlegende Unfairness dieses Ortes - der Logik deines eigenen Egoselbst, wenn du räsonierst, wieso es nicht ‘deine Verantwortung’ ist, was diesem „anderen“ Kind in Kambodscha widerfährt? Sei ehrlich. Stelle dich dem Leiden dieser Welt. Diese Welt ist die Hölle. Wenn du das nicht glaubst, dann warte nur ab und schau dir an, was in der Zeit allen Dingen widerfährt, die du hier liebst. Aber ist dies nicht der Punkt des Kurses? Deines
spezifischen Kurses? Du, Lehrer GOTTES, weigere dich abzuwarten und sieh. Du weißt, dass dieser Platz die Hölle ist. Was du wirklich kennen willst, ist der HIMMEL. Und du willst ihn jetzt kennen. Nicht später. Das Egoselbst wird sagen: „Warte eine Weile, Bruder. Der HIMMEL wird später kommen. Willst du nicht erst mal ein bisschen von der Welt? Gibt es nicht irgend etwas hier in der Welt, das du noch möchtest?’ Entgegen dem Egoselbst sagt diese Stimme: Nein. „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, das ich will.“ DU musst sagen: Nein. Ohne Kompromiss.
Erinnere dich, es war das Eingeständnis des unerträglichen Leids im Lebens hier, selbst wenn es unbewusst war, welches dein urspru?nglicher Hilferuf war. Deshalb hat diese Stimme den Ruf beantwortet. „Der einzige Zweck, den diese Welt enthält und der deines Geistes wu?rdig ist, ist der, dass du an ihr vorbeigehst, ohne dich damit aufzuhalten, dort Hoffnung wahrzunehmen, wo es keine gibt. Lass dich nicht länger täuschen. Die Welt, die du siehst, enthält nichts, was du willst.“ (L.128) In seinem ersten Brief schreibt Johannes: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters“ Die WAHRHEIT war immer kompromisslos. Engagiere dich nicht in die besondere Liebe zu dem, was in der Welt ist, und das schließt alles ein. Dein Leben, deine Familie, deine Freunde, alles das. Bruder, IN WAHRHEIT willst du nicht eins von all dem. Du willst nichts, was hier in der Welt ist. Du willst nur in GOTT erwachen. „Erlösung ist meine einzige Funktion.“ Und doch, Erlösung, oder Su?hne, geschieht dir hier, in der Welt. Und es ist der Zweck der neutralen Welt, von dir als HIMMEL, als CHRISTUS geschaut zu werden. Und während du in deinem Bruder den CHRISTUS siehst, wirst du DEIN SELBST in ihm wiedererkennen - und so deine Eigene Erleuchtung erkennen. Ja. Dies ist die Weise, wie Beziehungen vom HEILIGEN GEIST verwendet
werden. Dies ist, wie „besondere“ Liebe in GOTTESLIEBE, oder erleuchteten Geist, gewandelt wird. Aber der Schlu?ssel ist, dass die Beziehung in Wahrheit nicht existiert. (In dem Sinne, dass es nicht zwei getrennte Wesen in Beziehung zueinander gibt.) Es gibt nur EIN SELBST, das sich erfährt in dem, was momentan als getrennte Formen erscheint. Doch fu?r den CHRISTUSbewussten
gibt es nicht einmal getrennte Formen, denn er weiß, dass die Form selbst absolut illusorisch ist. Es gibt nur das EINE. So ... was sagen wir mit all diesem? Wir sagen: Bleib nicht dabei stecken, deine besonderen Beziehungen in heilige Beziehungen umzuwandeln. Konzentriere dich nicht auf welche besondere Beziehung auch immer. Betrachte den ganzen Schlamassel, den ganzen genetischen, psychologischen, biologischen, historischen Welt/Personen-Schlamassel der Trennung als die eine
besondere Beziehung. Nimm die ganze Falschheit an. Schau auf die gesamte Zeitraum-Kontinuität,
genannt ‘menschliches Leben’, als die EINE BESONDERE BEZIEHUNG. Und jetzt kommt, wie du das machst. Diese drei Lektionen sind, wie du das machst.
Du heilst deine eine besondere Beziehung. Dieses ist der eine Weg, „der einzige Weg“ fu?r dich, Bruder. Es ist dein Weg, weil du ihn wählst. Aber alle scheinbaren Wege kommen zu diesem selben Wendepunkt. Alle Wege in aller Raumzeit kommen schließlich zu dem Sprung, bei dem das Egoselbst zuru?ckgelassen wird und die WAHRE IDENTITÄT des CHRISTUSSELBST offenbart wird. Wie du dahin gelangst, ist deine Wahl, und der Weg ist direkt abhängig davon, wie viel Zeit du zu brauchen wu?nschst. Dieses ist die direkte Route, wie versprochen von IHM, DER WEISS. Du hast nach IHR gefragt. Hier ist SIE. „Glaube diesen Gedanken, und dir bleiben Jahre des Elends erspart ... Es gibt niemanden, der diesen Gedanken nicht als wahr annehmen mu?sste, wenn er die Welt hinter sich lassen und sich u?ber ihren engen Horizont und ihr bedeutungsloses Treiben aufschwingen möchte.“ (L.128) Und dieser Gedanke ist: „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will.“ Hier geht es nicht darum, die Welt, die du siehst, gegen eine „fixed world“ auszutauschen. „Hierbei
ist kein Kompromiss möglich.“ Es geht um Erlösung. Um CHRISTUSSCHAFT. Es ist der Sprung.
Eine noch persönlichere Befragung
„Heute u?ben wir, jeden Gedanken an die Werte loszulassen, die wir der Welt verliehen haben.“, fährt die Lektion fort. „Wir halten sie uns ohne Zweck vor Augen und machen sie von allem frei, was sie nach unseren Wu?nschen sein soll. Auf diese Weise lösen wir die Ketten, die das Tor zur Freiheit von der Welt versperren und schreiten u?ber alle kleinen Werte und minderen Ziele hinaus.“ So erscheint der „Meditationsteil“ der Übung im Übungsbuch. Er bittet dich: „Halte inne und sei
eine kleine Weile still, und sieh, wie weit du dich u?ber die Welt erhebst ...“ Aber zuerst: „Es könnte lohnen, ein wenig Zeit daranzugeben, noch einmal u?ber den Wert dieser Welt nachzudenken. ... Sie gibt nur, um zu widerrufen, und sie nimmt alle Dinge weg, die dir eine Zeitlang lieb und teuer waren. Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.“ (L.129) Wir werden diese Übungsperiode, diese Befragung sogar noch persönlicher, noch direkter machen. Lass uns jemanden betrachten, den wir, hier, inständig lieben. Lass uns den Zweck sehen, den die Welt uns sehen lassen will. Und lass uns herausfinden, dass es keine Lösung fu?r das Problem gibt außer der, uns dies „ohne Zweck vor Augen zu halten.“ Jenseits der Worte zu gelangen, zu der Erfahrung zu kommen, ist unser Ziel. Nun kommt, wie du beginnen musst:
Fu?hr dir ein Kind vor Augen, das du liebst - oder irgendeine Person, die du liebst. Sieh sie, erfahre sie in deinen Gedanken ... Fu?hle, wie du in ihre Augen schaust, während sie diese Liebe zuru?ckgeben. Fu?hle die Verbundenheit dieser besonderen Liebe, die du spu?rst, wenn du in ihre spezifischen Augen schaust ... Nun magst du fragen: ‘Wie kann diese Liebe das Gegenteil zu GOTT sein? Wie kann dieses, obwohl es innerhalb der Welt ist, etwas sein, das ich nicht will?’ Ich verstehe deinen Schmerz, deine Unfähigkeit, zu sehen, wie ‘diese Liebe’ das Hindernis zu deinem Erwachen sein kann. Aber ich versichere dir, dass dies das Hindernis ist. Mit dieser ‘weltlichen Liebe’ tust du nichts anderes, als deine begrenzte menschliche Egoselbst-Identifikation festzuschreiben. Und dennoch, diese Egoselbst-Identifikation muss erlöschen. Beobachte, was passiert, wenn du dir irgendein Ding, irgendeine Liebe an diesem Ort, genannt Welt, genannt menschliche Existenz, wu?nschst. Beobachte, was mit dieser Liebe geschieht, mein Bruder. Lass uns zu deinen Vorstellungen zuru?ckkehren: Du schaust immer noch in die Augen dessen, den
du liebst. Sieh ihn. Fu?hle ihn. Fu?hle die Liebe und Wärme des Erkennens. ...Jetzt, plötzlich, wartest du schon seit einer Stunde, dass er zum Abend zuhause ankommen sollte. Zwei Stunden, jetzt drei ... Nun klingelt das Telefon und es ist das Krankenhaus, oder die Polizei. Innerhalb deines Denkens, sieh seine Augen jetzt. Nun erfährst du von der Vergewaltigung, dem Unfall, der Identifikation mit
dem Körper, die dein nächster Verwandter ertragen muss. In deinem Denken, sieh die Augen dessen, den du liebst, und sieh seine Augen, während er stirbt. Den Schmerz. Den absoluten Schmerz. Du spielst die Vergewaltigung und den Tod wieder und wieder in deinem Geist durch ... Zu gegebener Zeit ist es dies, was mit Liebe in der Welt geschieht. Sie verwandelt sich in Schmerz. Die Form des Schmerzes und des Todes mag variieren, aber er ist unvermeidlich. Und es gibt keine Grade des Todes. Entweder werden sie leiden und zuerst sterben, oder du wirst es. In jedem Fall wird einer von euch Schmerz erleiden und sterben, und der andere wird Schmerz erleiden und nur fu?r etwas längere Zeit u?berleben, und dann ebenfalls sterben. Und dann werden die, die sie lieben, im Schmerz sein und werden Schmerz und Tod wieder und wieder in ihren Gedanken durchleiden. Und dann werden sie sterben, undsoweiter, undsoweiter. Dies ist, was mit der besonderen weltlichen Liebe geschieht. Dies ist, was mit allen Dingen hier geschieht. In solch einer Liebe ist kein Raum fu?r GOTT. Bruder, dies ist nicht, was Leben ist. „Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.“ Wohingegen WAHRES LEBEN ewig ist. Dies ist alles, was der CHRISTUS jemals gelehrt hat. „Alle Dinge, die du suchst, um deinen Wert in deinen Augen zu erhöhen, begrenzen dich nur noch mehr ... und fu?gen eine weitere Sperre vor der Tu?r hinzu, die zum wahren Gewahrsein deines SELBST fu?hrt.“
Lektion 129 -
„Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will.“
Wie der Heilige Johannes in seinem Brief fortfährt: „Und die Welt vergeht, wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“ Und so sagt es die Stimme dieses Kurses: „Du kannst dich nicht mit dem Gedanken begnu?gen, dass die Welt wertlos ist, denn wenn du nicht siehst, dass es etwas anderes gibt, worauf du hoffen kannst, wirst du nur niedergeschlagen sein. Unsere Betonung liegt nicht darauf, die Welt aufzugeben, sondern sie gegen etwas einzutauschen, was viel befriedigender ist, erfu?llt mit Freude und imstande, dir Frieden zu schenken. Denkst du,
dass diese Welt dir dieses bieten kann?“ Nein, du denkst das nicht länger. In der Zeit verwandelt sich alles hier in Leid. Du weißt das – und wir meinen wissen. Du hast das Leid, hier, erfahren. Du kennst es, wie du das Leid deines eigenen begrenzten Egoselbst kennst. Du willst die Welt jenseits von diesem - ewiges Leben.
Die gute Nachricht der Erlösung
Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Die einzige Weise, auf die du deine Lieben wahrhaftig von sicherem Leid und Tod erlösen kannst, ist, dass du selbst erwachst. Dies heißt, zu der „Welt“, die du willst, zu erwachen, dem Königreich des HIMMELS, nicht dem Königreich der Welt. Es wird Erlösung genannt. Es heißt, der Erlöser der Welt zu sein. Das ist es, was der Kurs hier dich zu tun unterrichten will. Es ist deine Funktion. Auf diese Weise kann weltliche Liebe zu ewiger LIEBE auferweckt werden. Die irdische Form kann in LICHT und EWIGE LIEBE verklärt werden. So kannst du all deine Lieben in das „Königreich GOTTES“ ‘bringen’. Wenn du erwachst, erwacht die Welt mit dir (und so werden alle deine Lieben mit dir
‘dort’ sein). Dies ist wahr. Die Erleuchtung kann akkurat auf diese Weise beschrieben werden (so
akkurat, wie alle Worte der Falschheit es können, denn wie kann GOTT in Worte gefasst werden). Doch hier ist mein Problem, dir solch einen Nachlass in meinem Unterricht zu geben. Du musst dich daran erinnern, dass du, als begrenztes Egoselbst, buchstäblich keine Wechselbeziehung zur WAHRHEIT wie auch immer hast. Jede Idee daru?ber, wie Erleuchtung sein wird, ist einfach Unsinn. Mit deiner unerleuchteten Natur kannst du Erleuchtung nicht kennen. Du wirst sie nicht kennen,
bis du sie kennst, bis zu der Erfahrung. Und, dann, sie zu beschreiben, heißt sie zu begrenzen. Sie begreifen zu wollen, heißt, SIE nicht zu sein. So, das Dilemma dieser Stimme im Dich-Lehren ist, dass ‘ich’ dir nicht zuviel konzeptionellen Nachlass oder Erleichterung geben will. Der Punkt ist, dich an den Rand der begrenzten Selbstidentität zu schubsen. Der Punkt fu?r dich ist, ausdru?cklich einzugestehen, dass ‘ich nichts von diesem will; nicht ein Ding hier - nicht dies.’ Aus solch einer kompromisslosen Verfassung heraus wirst du Raum machen fu?r das „Wiedererkennen“ dessen, DER DU BIST. Doch der Gedanke, der der ‘nicht dies’-Erklärung folgt, ist: „Jenseits von diesem ...ist eine Welt, die ich will.“ Die Lektion fragt dich kurz und bu?ndig, wie solch ein Austausch (die Hölle dieser Welt fu?r den HIMMEL der jenseitigen Welt) als Verlust anzuschauen sein könnte: „Ist es denn ein Verlust, statt dessen eine Welt zu finden, in der du nicht verlieren kannst; wo Liebe ewig währt, Hass nicht existieren kann und Rache keine Bedeutung hat? Ist es denn ein Verlust, alle Dinge zu finden, die du wirklich willst, in der Erkenntnis, dass sie kein Ende haben und die ganze Zeit hindurch so bleiben werden, wie du sie haben willst?“ (L.129) Natu?rlich wird die „Vernunft“ deinen Geist zu der Erkenntnis lenken, dass solch ein Austausch „kein Verlust“ ist. Doch wir treten jetzt in das Herz des Kurses ein, in das aller Kurse durch alle Raumzeit hindurch. Jesus von Nazareth lehrte: „Nimm mein Joch auf dich und lerne von mir ... Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Er lehrte, dass ihm auf seinem Weg zu folgen - sofort dein Fischernetz fortzuwerfen (deine alte Identität als ein Mensch in der Welt), und ein „Menschenfischer“ zu werden (eine neue Identität als Erlöser der Welt), dem Bösen nicht zu widerstehen, die andere Wange hinzuhalten, in der Welt, aber nicht von ihr zu sein - dass das alles eine leichte Last sei. Er lehrte, dass das Erwachen in den
ERLEUCHTETEN GEIST der einfache Weg sei. Hört sich das vertraut an? Sein ist eine einfache „Wahl“ oder Weg im Vergleich zum „Weg“ des menschlichen Egoselbst, zur „Welt der Zeit, in der alle Dinge enden“, bestenfalls mit hohem Alter und Tod. Bestenfalls! Erfahre die Argumentation der Vernunft, Bruder. Erfahre die Leichtigkeit der Wahl, wenn sie mit Vernunft präsentiert wird. Das ganze Überleben des Egoselbst ist darauf ausgerichtet, diese Leichtigkeit der Wahl (in Wahrheit gar keine Wahl) nicht offensichtlich werden zu lassen. Denn wer wu?rde diese Welt
wählen, wenn „kein Verlust darin liegt, jeden Gedanken an Wert hier loszulassen“.
Und hier ist die Krux dieses Kurs. „Es gibt keine Wahl, die zwischen diesen zwei Entscheidungen liegt.“ „Doch auch diese werden am Ende ausgetauscht gegen etwas, woru?ber wir nicht sprechen können, denn von da aus gehst du dorthin, wo Worte völlig versagen, in ein Schweigen, wo die Sprache ungesprochen bleibt und doch bestimmt verstanden wird. Die Kommunikation, unzweideutig und sonnenklar, bleibt unbegrenzt in alle Ewigkeit. Und GOTT SELBST spricht zu SEINEM SOHN, wie auch SEIN SOHN zu IHM spricht. IHRE Sprache kennt keine Worte, denn was SIE sagen, lässt sich nicht in Symbole fassen. Ihre Erkenntnis ist unmittelbar,
wird ganz geteilt und ist gänzlich eins. Wie weit davon entfernt bist du, der du an diese Welt gebunden bleibst. Und dennoch, wie nahe bist du, wenn du sie gegen die Welt eintauschst, die du
willst.“ (L.129) Du willst die Welt jenseits von dieser, du willst in „wahrer Wahrnehmung“ schauen - CHRISTI SCHAU. Und ganzheitlich zu schauen [to behold wholly] heißt, erleuchtet zu sein. Du siehst, dieses ganze Bestreben
ist viel größer als dein individuelles Wiedererkennen der Erleuchtung. Es ist das gesamte Heilen und Beenden der Trennung selbst. Und doch ist die gesamte Heilung des Kosmos aufgebaut auf die individuelle Heilung deines begrenzten Egoselbst in den ERLEUCHTETEN GEIST. Daher ist, in diesem Moment
in der Zeit, alles, was dich zu beschäftigen hat, die ganzheitliche Wahrnehmung, alle Dinge als EINS zu sehen, nämlich als DEIN GEIST/SELBST. Deshalb braucht es nur einen Erlöser, um die Welt zu erlösen: Dich. Doch beachte, wie schnell dieses kosmologische Erklären und Verstehen ohne Erfahrung uns irrefu?hren kann. Das „wie“ du in den ERLEUCHTETEN GEIST erwachst, ist die Erfahrung.
„Was in vollkommener Gewissheit jenseits der Erlösung wartet, interessiert uns jetzt nicht ... Das Wunder allein interessiert uns gegenwärtig.“ Gegenwärtig sind wir im imaginären Prozess des Erwachens zu dem, was wir IMMER SCHON SIND [what we Always Already Are]. Hier, in der Welt, aber nicht von ihr, verändert sich die
Wahrnehmung in einen Bereich der Ganzheit, wo du erfährst, dass alles dies dein EINER GEIST ist. Vielleicht ist es nur ein Traum in deinem GEIST, oder vielleicht ist es WAHR. Es bedeutet nichts. Was bedeutungsvoll ist, ist das Erfahrungswissen [experiential knowing], dass dieses dein SINGULÄRER GEIST ist.
Aus diesem Erfahrungswissen heraus erklärst du, dass du diesen Traum von Krankheit und Tod nicht länger willst - dass die Welt, die mein EINER GEIST sieht, nichts birgt, das ich will. Wenn du, fu?r einen Moment, vergisst und denkst, dass die Welt irgend etwas von Wert birgt, erfährst du den Schmerz des Hier seins. Und du erinnerst dich: Nicht dies! „Jetzt ist der letzte Schritt gewiss; jetzt bist du nur noch einen Augenblick von der Zeitlosigkeit entfernt. Hier kannst du nur noch vorwärts schauen, nie zuru?ck, um noch einmal die Welt zu sehen, die du nicht willst. Hier ist die Welt, die kommt, um ihre Stelle einzunehmen ...“ (L.129) ERLEUCHTETER GEIST, ganze Welt. Und es gibt keine Antwort auf die Frage ‘Wie geschieht
Erleuchtung?’. Sie tut es einfach. Wenn du diese Lektion angemessen akzeptierst, ist der letzte Schritt gewiss. Der Grund, warum deine Transformation in den ERLEUCHTETEN GEIST versprochen ist, ist in Lektion 130 zu finden.
Lektion 130
„Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen.“
„Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen, die sich in keiner Weise u?berschneiden. Suche nach der einen; die andere verschwindet. Nur eine bleibt. Sie sind der Wahlbereich, u?ber den deine Entscheidung nicht hinausgehen kann. Das Wirkliche und das Unwirkliche ist alles, was zur Wahl steht - und nichts anderes als das.
Heute wollen wir keinen Kompromiss schließen, wo keiner möglich ist.“ (L.130)
Dies ist, weshalb du in den ERLEUCHTETEN GEIST erwachen wirst, wenn du diesen Kurs akzeptierst. „Niemand kann eine Welt erblicken, der seinem Geist nicht einen Wert beigemessen hätte. Und niemand kann umhin, das zu erblicken, wovon er glaubt, er wolle es.“ Diese Lektion ist mehr als nur die Tatsache des entweder/oder. „Du lernst auch, dass diejenige, die du siehst, vom Standpunkt aus, von welchem du siehst, ganz konsistent ist.“ Erinnerst du dich, wie du es fu?r
vernu?nftig hieltest, es fu?r ‘natu?rlich’ und ‘erwachsen’ hieltest, dass du lernst, die Unvermeidlichkeit des Todes zu akzeptieren? Erinnerst du dich, wie die Verteidigung deines Körpers, oder deines ‘guten Namens’, oder deiner Familie, Karriere oder Nation einigen Sinn zu machen schien? Tatsächlich,
das Überleben schien davon abzuhängen. Erinnerst du dich, wie du Gebete zu rechtfertigen pflegtest, die GOTT baten, dir zu geben, was dein Plan der Erlösung (Egoselbst-Erhaltung) fu?r notwendig erachtete? Erinnerst du dich, was du zu denken pflegtest, was „gutes Leben“ mit sich bringt? Nun, jedoch, weißt du es besser.
Nun bist du nicht länger verwirrt u?ber deine Funktion in der Welt. Also, jetzt...
Jetzt ... „GOTT wird da sein. Denn du hast die große, unfehlbare Macht angerufen, DIE diesen Riesenschritt in Dankbarkeit zusammen mit dir tut. Und sicher wirst du sehen, wie SEIN Dank sich in fassbarer Wahrnehmung und in Wahrheit ausdru?ckt. Du wirst nicht an dem zweifeln, was du erblickst, denn auch wenn es Wahrnehmung ist, ist es nicht die Art von Sehen, die deine Augen allein vorher je gesehen haben.“ (L.130) Dieses ist ganzheitliche Wahrnehmung [Whole Perception], CHRISTI SCHAU. Erleuchtung mit einem anderen Namen. Hier ist der Schlu?ssel: „Akzeptiere einen kleinen Teil der Hölle als wirklich, und du hast deine Augen verdammt und deine Sicht verflucht, und was du dann erblickst, das ist fu?r wahr die Hölle.“(L.130)
Dieses ist der Sprung. Nicht drei Lektionen als drei separate „Schritte“ u?ber die Klippe des Egoselbst - dieser ganze Sprung ist mehr als die Summe seiner Teile. Dieses ist das Ganze, ehrlich und vernu?nftig zu der Einsicht zu kommen, dass GOTT alles ist, was du willst. Es ist ein Ganzes, das viel größer ist als dein konzeptionelles Verständnis. Es ist ein Ganzes, viel größer als dein Erfahrungsverständnis.
Es ist ein Wissen aus dem „Innern“, dass dies deine „Zeit“ ist. Dass diese Zeit vorbei
ist. „Und niemand kann darin scheitern, das zu sehen, was er zu wollen glaubt.“
Weißt du, was die nächste Lektion im Übungsbuch ist? „Niemand kann scheitern, der die Wahrheit zu erreichen sucht.“ (L.131)
Das Ganze
Dieses ist der ganze Kurs an seinem Ende. Die Vollendung ist nahe. Dies ist, wo du erwachst. Sei ehrlich mit dir selbst, mit dem, was du wirklich willst. Mache diese Lektionen. Nur diese sind alles, was du brauchst. Und wenn du dich dabei findest, dass du mehr tust, sind es ebenfalls exakt diese Lektionen. Denn es gibt nur eine Lektion - und sie ist eine universelle Erfahrung. Sie ist ganz. „Niemand bleibt in der Hölle, denn niemand kann seinen SCHÖPFER verlassen noch SEINE vollkommene,
zeitlose und unveränderbare LIEBE beeinflussen. Du wirst den Himmel finden. Alles,
was du suchst, außer diesem, wird wegfallen. Doch nicht weil es dir genommen wurde. Es wird vergehen, weil du es nicht willst. Du wirst das Ziel, das du wirklich willst, so sicher erreichen, wie GOTT dich schuf in Su?ndenlosigkeit. Warum auf den HIMMEL warten? Er ist heute da.“ L 131)
„Lass es los.
Die Erlösung der Welt hängt von dir ab
und nicht von diesem kleinen Häufchen Staub.
Was kann es dem heiligen SOHN GOTTES sagen?
Weshalb muss er sich u?berhaupt darum ku?mmern?“
(L.186)


Geschrieben von Uwe Schwarz

Sep 29
Kapitel Fu?nf
Diese Entsagung
„Meinen, dass du den Frieden GOTTES willst, heißt allen Träumen zu entsagen.“
(L.185) Entsagung heißt nicht, das Wirkliche aufzugeben, um etwas anderes zu bekommen. Sie ist kein Opfer. Entsagung bedeutet einfach, das, was nicht wirklich ist, als nicht wirklich zu sehen; und dann, nachdem du auf das Unwirkliche geschaut hast, es nicht länger wertzuschätzen. Das ist die
Gesamtheit der Lektionen 138, 139 und 140. Es ist die Gesamtheit des ERLEUCHTETEN GEISTES. Du bist ziemlich vertraut damit, wie oft wir sagen, dass dieser Kurs kein Opfer verlangt. Und das tut er in der Tat nicht. Ist das Aufgeben von sicherer Krankheit, Schmerz und Leid ein Opfer? Doch fu?r das Egoselbst, dessen Identität auf dieser Krankheit, diesem Tod beruht, erscheint Ewiges Leben (ERLEUCHTETER GEIST) tatsächlich wie ein Opfer. Wie ER uns erinnert: „Viele
haben sich entschieden, der Welt zu entsagen, obschon sie nach wie vor an ihre Wirklichkeit glauben. Und sie haben unter einem Gefu?hl des Verlusts gelitten und wurden dementsprechend nicht befreit.“ (L.155)
Entsagung ist nicht das „Opfern von etwas, das wirklich ist.“ Die Erfahrung der Egoselbst-Entsagung ist das ultimative Ziel jeder spirituellen Disziplin gewesen, die es je gegeben hat - jeder ohne Ausnahme. Oder, um es anders zu sagen: Egoselbst-Entsagung ist die notwendige universale Erfahrung, von der der Kurs spricht.
„Wirklich meinen, dass du den Frieden GOTTES willst, heißt, allen Träumen zu entsagen. Denn niemand meint diese Worte, der Illusionen will und daher nach den Mitteln sucht, die Illusionen mit sich bringen. Er hat auf sie geschaut und sie als mangelhaft befunden. Jetzt sucht er, u?ber sie
hinauszugehen ...“ (L.185)
Hört sich vertraut an, nicht wahr? Dieses „Schauen“ auf den Traum und ihn fu?r mangelhaft zu befinden ist der Prozess der Lektionen, die wir gerade geu?bt haben. Diese Welt ist nicht mein Wille; ich will die Welt jenseits davon. Dieses ist der springende Punkt des Sprunges. Ein anderer Traum, egal wie sehr er vorzuziehen ist, ist immer noch ein Traum. Ein Traum ist nicht die „völlig wiederhergestellte Erinnerung an GOTT“. „Träume sind fu?r ihn (fu?r dich, den Erwachenden) eins. Und er hat gelernt, dass ihr einziger Unterschied ein Unterschied der Form ist, denn einer wird dieselbe Verzweiflung und dasselbe Elend bringen wie alle u?brigen.“ (L.185)
In der Zeit werden alle Dinge hier sich in Schmerz verwandeln. Alle Lektionen sind dasselbe. Sie haben das gleiche Ziel - Entsagung von der Egoselbst-Identität. Es ist nur so, dass ihre Lehrmechanismen oder -mittel eine unterschiedliche Form anzunehmen scheinen. Beachte die Vertrautheit der „Meditationsu?bung“ fu?r Lektion 185: „Widme heute deine Übungszeiten der sorgfältigen Erforschung deines Geistes, um die Träume zu finden, die dir noch immer lieb und teuer sind. Worum bittest du in deinem Herzen? Vergiss die Worte, die du verwendest, um deine Bitten vorzubringen. Denke nur an das, wovon du glaubst, dass es dir Trost gewähren und Glu?ck bringen wird (Wie die Liebe in den Augen einer geliebten Person).
Sei aber nicht verzweifelt u?ber noch verweilende Illusionen, denn ihre Form ist nicht das, was jetzt wichtig ist. Lass nicht manche Träume annehmbarer sein... eine einzige Frage sollte in bezug auf sie gestellt werden: „Ist es das, was ich anstelle des HIMMELS und des Friedens GOTTES haben möchte? Dies ist die Wahl, die du triffst. Gib dich nicht der Täuschung hin, dass es anders sei. Kein Kompromiss
ist dabei möglich. Du wählst den Frieden GOTTES, oder du hast um Träume gebeten.“ Während du den Kurs noch einmal liest, jetzt, wirst du zu sehen beginnen, wie jede Seite, jeder Absatz im Grunde dieses selbe aussagt. Es wird alles beginnen, dich in die Richtung dieser letztendlichen ‘Entsagung von Träumen’ zu leiten.
Und wie wird diese Entsagung aussehen? Welche Form wird sie annehmen? Die Erscheinung von Formen ist die Falschheit. Suche nicht die Form. Erfahre den „Inhalt“ von Frieden. Fu?rchte dich nicht. „Hilfe ist dir gegeben worden.“ Nebenbei, es ist einfach. Die Form, die die Entsagung annehmen wird, wird deine Erleuchtung sein. Die ist nur ein Wiedererkennen und gar keine Veränderung.
Deine spezifischen Aspekte der Egoselbst-Entsagung
Wir gehen hier vorsichtig voran. Wie schnell die WAHRHEIT in das Identifizieren oder Kodifizieren von ‘Prinzipien’ oder ‘Aspekten’ stu?rzt. Wie schnell das Egoselbst ein Studium aus einem Bemu?hen um die Erfahrung in die Vernunft machen wird [make a study out of an experiential endeavor into reason]. Ku?rze und Einfachheit sind in Ordnung. „Dieser Kurs ist einfach.“ Die Anzahl der ‘Prinzipien’ der Egoselbst-Entsagung ist so groß, wie du es fu?r notwendig hältst. Das alles hängt von dem gewu?nschten Grad von Kompliziertheit ab. Und, natu?rlich, gibt es in Wahrheit nur
EIN PRINZIP: Su?hne. Doch um diese GANZE ERFAHRUNG fu?r diesen Moment in der Zeit aufzuteilen, werden wir uns auf drei Aspekte dieses GANZEN PRINZIPs konzentrieren. Entweder/Oder. Dies ist der Aspekt der Kompromisslosigkeit. Es ist die Verpflichtung zum SINGULÄREN ZWECK des Erwachens. SINGULÄRER GEIST. Dieses ist der Aspekt, dass alles dies nur dein EINER SINGULÄRER GEIST
ist, und kein anderer; dass es nur diesen EINEN GEIST gibt - der in dieser Zeit/Raum-Konfiguration individuell und spezifisch Du bist. Dies heißt, die Su?hne oder das Einssein [atonement or at-one-ment] zu akzeptieren. SINGULARITÄT.
Diese beiden Aspekte wurden zuvor in diesem Brief erfahrbar untersucht [experientially explored]. Es ist nicht nötig, mehr zu sagen. Sie stehen fett gedruckt auf jeder Seite des Kurses. Der dritte Aspekt ist, was als „Vergebung“ bezeichnet werden könnte. Doch das ist in Wahrheit eine Aussage u?ber die Natur der Zeit. „Vergebung nimmt wahr, dass das, wovon du dachtest, dein Bruder habe es dir angetan, nicht geschehen ist. Sie verzeiht keine Su?nden und macht sie (indem sie das tut) nicht wirklich. Sie sieht, dass es keine Su?nde gab.“ (Ü.S.402)
Vergebung also erkennt, dass es keine Vergangenheit gab, in welcher die „Su?nde“ sich hätte ereignen können. Es gibt nur diesen Moment jetzt. Lass uns diesen Aspekt den Jetzt-Moment nennen. Und in diesem Jetzt-Moment erblicke ich ENTWEDER meinen Bruder als unschuldig, ganz und eins mit mir (SINGULÄRER GEIST), ODER ich erblicke ihn als getrennt, schuldig etc. (Beachte, wie alle diese ‘Aspekte’ in Wahrheit ein Prozess erleuchteten Denkens sind). Es gibt keinen vergangenen Moment von Schuld und Trennung, es sei denn, du machst den gegenwärtigen Moment zu einem der Trennung und der Schuld. „Das ist der Wechsel, den wahre Wahrnehmung bringt. Das, was nach außen projiziert wurde, wird innen gesehen (SINGULARITÄT), und dort lässt die Vergebung es verschwinden (im Jetzt-Moment).“ (B-5.6) Also, was ist dies? Eine Erfahrung von Entweder/Oder-Wahrheit, von Singularität, von Jetzt-Moment- Bewusstsein? Aber es sind nicht nur alle diese Aspekte, zusammengefu?gt. Es ist alles dies als EINE Erfahrung. Oder, es könnte ebenso gelehrt werden, dass die Universale Erfahrung irgendeiner dieser
Aspekte ist, vollständig und ganz erfahren. Denn das ist so. Bruder, erinnere dich an diese drei Aspekte der SÜHNE. Erfahre sie. Sie sind ganz spezifisch fu?r dich
gegeben - von deinem ERWACHTEN DU fu?r dich hier, jetzt. [from You Awake for you, here, now.] Benutze sie, um dein Bewusstsein zum Erkennen der Erfahrung zu veranlassen. Du kannst: „SINGULÄRER GEIST“ [Single Mind] denken und dich an den Befragungsprozess innerhalb deines Geistes erinnern (wie zuvor in diesem Brief). Wo ist diese Stimme sonst als in deinem einen Geist? Es ist eine Erfahrung, kein Konzept. Und so auch mit „ENTWEDER/ODER“. Denke einfach „entweder/oder“ als ein Ku?rzel zum Zweck der Erfahrung. Es ist ein Ku?rzel fu?r „Wu?rde ich GOTT oder dieses wählen?“ Und so auch mit dem Gedanken „Jetzt-Moment“. Jeder dieser Aspekte kann als Erfahrungsauslöser in Richtung Su?hne verwendet werden. Sie sind fu?r
deinen Gebrauch angeboten. „Ich will den Frieden GOTTES.“ „Diese Worte zu sagen ist nichts. Doch diese Worte zu meinen ist alles. Wenn du sie auch nur einen Augenblick lang meinen könntest, wäre kein weiterer Kummer in irgendeiner
Form an irgendeinem Ort oder zu irgendeiner Zeit mehr fu?r dich möglich.
Der HIMMEL wäre dem völligem Gewahrsein vollständig wiedergegeben, die Erinnerung an GOTT völlig wiederhergestellt, die Auferstehung der ganzen Schöpfung voll und ganz wiedererkannt.“ (L.185)


Geschrieben von Uwe Schwarz

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