Sep
29
Kapitel Vier
Lektionen, von denen GOTT möchte, dass ich sie lerne
Lektion 128- „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will.“
Und so beginnt die Lektion. Unverblu?mt, nu?chtern, ohne Kompromiss -
„Die Welt, die du siehst, hat dir nichts anzubieten; weder etwas, was du in irgendeiner Weise benutzen könntest, noch irgend etwas, was dazu diente, dir Freude zu bereiten.“ Kein Kompromiss. Nichts, das du in irgendeiner Weise benutzen könntest. Es gibt hier keine wirkliche Freude, hier, in der Welt, die du siehst. Es gibt nur kurzfristige Freude. Und was passiert mit der kurzfristigen Freude in der Raumzeit? Hier hapert es. Was passiert schließlich mit allem, das du
hier liebst, hier, in der Welt? Du musst dir dieses ansehen. Es ist lebenswichtig. „Dies ist die Welt der Zeit, wo alle Dinge enden.“ Entweder willst du erleuchtet sein und der CHRISTUS oder du willst es lieben, in dieser Welt zu leben. Es gibt keinen Kompromiss. Du kannst nicht die Welt sehen, auch nur ein wenig, und GOTT
erkennen. „Nur eins ist wahr“. Du kannst nicht erwachen und weiterhin einige Dinge in dieser Welt liebenswert finden - und dieses schließt alles in der Welt ein.
„Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle
Dinge enden.“ Dies ist die entscheidende Lehre des Kurses. Sie ist kompromisslos.
Warum? Der Schlu?ssel ist: die Zeit. Aber kann ich nicht die Schönheit eines Sonnenuntergangs lieben? Nicht wirklich. Hier ist, wieso: Alle Dinge hier, in der Welt, einschließlich der Schönheit eines Sonnenuntergangs, werden sich innerhalb der Zeit in Schmerz verwandeln. Schau es dir genau an. Warum liebst du die Schönheit
des Sonnenuntergangs? Du liebst sie, weil sie eine Verschnaufpause in der hektischen, alltäglichen Pein des Lebens ist. Du liebst sie, weil sie dich an eine glu?cklichere, stillere Zeit im Leben erinnert (oder was immer), denn sie hilft dir, dich „friedvoller“ zu fu?hlen. Der Punkt ist, du liebst die Schönheit des Sonnenuntergangs, weil sie fu?r einen Moment das existentielle Leid u?bertu?ncht, das den Leidens-, Krankheits- und Sterbensprozess, genannt „menschliches Leben“, umfasst. Der Moment des Waffenstillstands, genannt der „Sonnenuntergang“, ist kein Frieden. Er ist nur Waffenstillstand. Und, indem er nur ein Waffenstillstand ist, stellt er sicher, dass der Kampf schließlich, zu gegebener Zeit, wieder beginnen wird. Fazit daraus ist, dass dieser Waffenstillstand, diese Liebe zur Welt fu?r just einen Moment, die Absichtserklärung ist, dass Kampf immer unvermeidbar sein wird. Bruder, dein Ziel ist Erleuchtung, CHRISTUSSCHAFT - nicht eine voru?bergehende Verschnaufpause,
während sich das große Rad des Leidens weiterdreht. Die voru?bergehende Liebe zu
was auch immer hier ist angesichts deines WAHREN Zwecks, deines WAHREN SELBST so gering, so winzig. Und dies ist der springende Punkt: die voru?bergehende Liebe und das Ausruhen innerhalb dieser Welt ist nichts als ein Verzögerungsmanöver deines Egoselbst, um dich vom Erwachen abzuhalten.
„Lass nichts, was mit Körpergedanken in Verbindung steht, deinen Fortschritt zur Erlösung verzögern, noch lasse dich zuru?ckhalten von der Versuchung, zu glauben, dass die Welt irgend etwas berge, was du wollen könntest. Hier gibt es nichts zu hegen. Nichts hier ist auch nur einen Augenblick des Aufschubs und des Leides wert, einen Moment der Ungewissheit und des Zweifels. Wertlose Dinge haben nichts zu bieten.“ Aber was ist mit der Liebe meines Kindes, meiner Eltern, oder meines Liebhabers, Ehepartners, oder Bruders oder Schwester oder Großkindes oder ...?
„Ein jedes Ding, das du hier schätzt, ist nichts als eine Kette, die dich bindet an die Welt, und sie dient keinem andern Zweck als diesem. Denn alles muss dem Sinn und Zwecke dienen, den du ihm gabst, bis du einen anderen Zweck darin erblickst.“
Das Egoselbst wird darauf bestehen, dass es irgendwo etwas Kompromiss gibt. Bruder, da ist kein Kompromiss möglich. Die Liebe von irgend jemand, hier, in der Welt, ist der Kompromiss, der dich hier hält. Der Kurs bezieht sich darauf als „besondere Liebesbeziehung“. Alle Liebe, hier, ist eine „besondere Liebesbeziehung“. Es ist die Liebe, die diese ‘Körperpersönlichkeit’ als besonders fu?r
dich definiert. (zum Beispiel ‘sie ist mein Kind’). Siehst du nicht, wie das dich als einen menschlichen Elternteil definiert, der ein menschliches Kind hat? Plötzlich bist du nicht nur ein Egowesen, sondern deine Funktion ist elterlich. Siehst du nicht, wie clever und verschlagen diese besondere Liebe zu einem Faktor der Selbstidentifizierung wird - mit der Absicht, dich vom Erwachen zum „SOHN GOTTES“ oder dem CHRISTUS fernzuhalten? Im Neuen Testament lehrte Jesus: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter,
Frau, Kinder, Bru?der, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Ju?nger sein.“ (Lk 14, 26) Dies ist buchstäblich WAHR. Du musst es hassen, vollständig hassen, dass du ein biologisches Wesen bist, definiert durch genetische, psychologische Funktionen und Beziehungen zu einem anderen Körper. Du musst den weltlichen ‘Fakt’ hassen, dass es einen Körper gibt, der „besonders“
fu?r dich ist, so wie dein Kind, und dass da tausende anderer Körper sind, die verschieden sind und weniger wichtig, weil sie nicht dein biologisches Kind sind. Hasst du nicht die Tatsache, dass du im Fernseher schnell wegschaltest vom Bild des verhungernden Kindes in Kambodscha? Und hasst du nicht die Tatsache, dass du durch das Umschalten des Blickpunkts auf die Welt, die du siehst, wahrhaftig denkst, dass du irgendwie einen Waffenstillstand im Leiden dieses verhungernden
Kindes erlangt hast? Hasst du nicht die grundlegende Unfairness dieses Ortes - der Logik deines eigenen Egoselbst, wenn du räsonierst, wieso es nicht ‘deine Verantwortung’ ist, was diesem „anderen“ Kind in Kambodscha widerfährt? Sei ehrlich. Stelle dich dem Leiden dieser Welt. Diese Welt ist die Hölle. Wenn du das nicht glaubst, dann warte nur ab und schau dir an, was in der Zeit allen Dingen widerfährt, die du hier liebst. Aber ist dies nicht der Punkt des Kurses? Deines
spezifischen Kurses? Du, Lehrer GOTTES, weigere dich abzuwarten und sieh. Du weißt, dass dieser Platz die Hölle ist. Was du wirklich kennen willst, ist der HIMMEL. Und du willst ihn jetzt kennen. Nicht später. Das Egoselbst wird sagen: „Warte eine Weile, Bruder. Der HIMMEL wird später kommen. Willst du nicht erst mal ein bisschen von der Welt? Gibt es nicht irgend etwas hier in der Welt, das du noch möchtest?’ Entgegen dem Egoselbst sagt diese Stimme: Nein. „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, das ich will.“ DU musst sagen: Nein. Ohne Kompromiss.
Erinnere dich, es war das Eingeständnis des unerträglichen Leids im Lebens hier, selbst wenn es unbewusst war, welches dein urspru?nglicher Hilferuf war. Deshalb hat diese Stimme den Ruf beantwortet. „Der einzige Zweck, den diese Welt enthält und der deines Geistes wu?rdig ist, ist der, dass du an ihr vorbeigehst, ohne dich damit aufzuhalten, dort Hoffnung wahrzunehmen, wo es keine gibt. Lass dich nicht länger täuschen. Die Welt, die du siehst, enthält nichts, was du willst.“ (L.128) In seinem ersten Brief schreibt Johannes: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters“ Die WAHRHEIT war immer kompromisslos. Engagiere dich nicht in die besondere Liebe zu dem, was in der Welt ist, und das schließt alles ein. Dein Leben, deine Familie, deine Freunde, alles das. Bruder, IN WAHRHEIT willst du nicht eins von all dem. Du willst nichts, was hier in der Welt ist. Du willst nur in GOTT erwachen. „Erlösung ist meine einzige Funktion.“ Und doch, Erlösung, oder Su?hne, geschieht dir hier, in der Welt. Und es ist der Zweck der neutralen Welt, von dir als HIMMEL, als CHRISTUS geschaut zu werden. Und während du in deinem Bruder den CHRISTUS siehst, wirst du DEIN SELBST in ihm wiedererkennen - und so deine Eigene Erleuchtung erkennen. Ja. Dies ist die Weise, wie Beziehungen vom HEILIGEN GEIST verwendet
werden. Dies ist, wie „besondere“ Liebe in GOTTESLIEBE, oder erleuchteten Geist, gewandelt wird. Aber der Schlu?ssel ist, dass die Beziehung in Wahrheit nicht existiert. (In dem Sinne, dass es nicht zwei getrennte Wesen in Beziehung zueinander gibt.) Es gibt nur EIN SELBST, das sich erfährt in dem, was momentan als getrennte Formen erscheint. Doch fu?r den CHRISTUSbewussten
gibt es nicht einmal getrennte Formen, denn er weiß, dass die Form selbst absolut illusorisch ist. Es gibt nur das EINE. So ... was sagen wir mit all diesem? Wir sagen: Bleib nicht dabei stecken, deine besonderen Beziehungen in heilige Beziehungen umzuwandeln. Konzentriere dich nicht auf welche besondere Beziehung auch immer. Betrachte den ganzen Schlamassel, den ganzen genetischen, psychologischen, biologischen, historischen Welt/Personen-Schlamassel der Trennung als die eine
besondere Beziehung. Nimm die ganze Falschheit an. Schau auf die gesamte Zeitraum-Kontinuität,
genannt ‘menschliches Leben’, als die EINE BESONDERE BEZIEHUNG. Und jetzt kommt, wie du das machst. Diese drei Lektionen sind, wie du das machst.
Du heilst deine eine besondere Beziehung. Dieses ist der eine Weg, „der einzige Weg“ fu?r dich, Bruder. Es ist dein Weg, weil du ihn wählst. Aber alle scheinbaren Wege kommen zu diesem selben Wendepunkt. Alle Wege in aller Raumzeit kommen schließlich zu dem Sprung, bei dem das Egoselbst zuru?ckgelassen wird und die WAHRE IDENTITÄT des CHRISTUSSELBST offenbart wird. Wie du dahin gelangst, ist deine Wahl, und der Weg ist direkt abhängig davon, wie viel Zeit du zu brauchen wu?nschst. Dieses ist die direkte Route, wie versprochen von IHM, DER WEISS. Du hast nach IHR gefragt. Hier ist SIE. „Glaube diesen Gedanken, und dir bleiben Jahre des Elends erspart ... Es gibt niemanden, der diesen Gedanken nicht als wahr annehmen mu?sste, wenn er die Welt hinter sich lassen und sich u?ber ihren engen Horizont und ihr bedeutungsloses Treiben aufschwingen möchte.“ (L.128) Und dieser Gedanke ist: „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will.“ Hier geht es nicht darum, die Welt, die du siehst, gegen eine „fixed world“ auszutauschen. „Hierbei
ist kein Kompromiss möglich.“ Es geht um Erlösung. Um CHRISTUSSCHAFT. Es ist der Sprung.
Eine noch persönlichere Befragung
„Heute u?ben wir, jeden Gedanken an die Werte loszulassen, die wir der Welt verliehen haben.“, fährt die Lektion fort. „Wir halten sie uns ohne Zweck vor Augen und machen sie von allem frei, was sie nach unseren Wu?nschen sein soll. Auf diese Weise lösen wir die Ketten, die das Tor zur Freiheit von der Welt versperren und schreiten u?ber alle kleinen Werte und minderen Ziele hinaus.“ So erscheint der „Meditationsteil“ der Übung im Übungsbuch. Er bittet dich: „Halte inne und sei
eine kleine Weile still, und sieh, wie weit du dich u?ber die Welt erhebst ...“ Aber zuerst: „Es könnte lohnen, ein wenig Zeit daranzugeben, noch einmal u?ber den Wert dieser Welt nachzudenken. ... Sie gibt nur, um zu widerrufen, und sie nimmt alle Dinge weg, die dir eine Zeitlang lieb und teuer waren. Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.“ (L.129) Wir werden diese Übungsperiode, diese Befragung sogar noch persönlicher, noch direkter machen. Lass uns jemanden betrachten, den wir, hier, inständig lieben. Lass uns den Zweck sehen, den die Welt uns sehen lassen will. Und lass uns herausfinden, dass es keine Lösung fu?r das Problem gibt außer der, uns dies „ohne Zweck vor Augen zu halten.“ Jenseits der Worte zu gelangen, zu der Erfahrung zu kommen, ist unser Ziel. Nun kommt, wie du beginnen musst:
Fu?hr dir ein Kind vor Augen, das du liebst - oder irgendeine Person, die du liebst. Sieh sie, erfahre sie in deinen Gedanken ... Fu?hle, wie du in ihre Augen schaust, während sie diese Liebe zuru?ckgeben. Fu?hle die Verbundenheit dieser besonderen Liebe, die du spu?rst, wenn du in ihre spezifischen Augen schaust ... Nun magst du fragen: ‘Wie kann diese Liebe das Gegenteil zu GOTT sein? Wie kann dieses, obwohl es innerhalb der Welt ist, etwas sein, das ich nicht will?’ Ich verstehe deinen Schmerz, deine Unfähigkeit, zu sehen, wie ‘diese Liebe’ das Hindernis zu deinem Erwachen sein kann. Aber ich versichere dir, dass dies das Hindernis ist. Mit dieser ‘weltlichen Liebe’ tust du nichts anderes, als deine begrenzte menschliche Egoselbst-Identifikation festzuschreiben. Und dennoch, diese Egoselbst-Identifikation muss erlöschen. Beobachte, was passiert, wenn du dir irgendein Ding, irgendeine Liebe an diesem Ort, genannt Welt, genannt menschliche Existenz, wu?nschst. Beobachte, was mit dieser Liebe geschieht, mein Bruder. Lass uns zu deinen Vorstellungen zuru?ckkehren: Du schaust immer noch in die Augen dessen, den
du liebst. Sieh ihn. Fu?hle ihn. Fu?hle die Liebe und Wärme des Erkennens. ...Jetzt, plötzlich, wartest du schon seit einer Stunde, dass er zum Abend zuhause ankommen sollte. Zwei Stunden, jetzt drei ... Nun klingelt das Telefon und es ist das Krankenhaus, oder die Polizei. Innerhalb deines Denkens, sieh seine Augen jetzt. Nun erfährst du von der Vergewaltigung, dem Unfall, der Identifikation mit
dem Körper, die dein nächster Verwandter ertragen muss. In deinem Denken, sieh die Augen dessen, den du liebst, und sieh seine Augen, während er stirbt. Den Schmerz. Den absoluten Schmerz. Du spielst die Vergewaltigung und den Tod wieder und wieder in deinem Geist durch ... Zu gegebener Zeit ist es dies, was mit Liebe in der Welt geschieht. Sie verwandelt sich in Schmerz. Die Form des Schmerzes und des Todes mag variieren, aber er ist unvermeidlich. Und es gibt keine Grade des Todes. Entweder werden sie leiden und zuerst sterben, oder du wirst es. In jedem Fall wird einer von euch Schmerz erleiden und sterben, und der andere wird Schmerz erleiden und nur fu?r etwas längere Zeit u?berleben, und dann ebenfalls sterben. Und dann werden die, die sie lieben, im Schmerz sein und werden Schmerz und Tod wieder und wieder in ihren Gedanken durchleiden. Und dann werden sie sterben, undsoweiter, undsoweiter. Dies ist, was mit der besonderen weltlichen Liebe geschieht. Dies ist, was mit allen Dingen hier geschieht. In solch einer Liebe ist kein Raum fu?r GOTT. Bruder, dies ist nicht, was Leben ist. „Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.“ Wohingegen WAHRES LEBEN ewig ist. Dies ist alles, was der CHRISTUS jemals gelehrt hat. „Alle Dinge, die du suchst, um deinen Wert in deinen Augen zu erhöhen, begrenzen dich nur noch mehr ... und fu?gen eine weitere Sperre vor der Tu?r hinzu, die zum wahren Gewahrsein deines SELBST fu?hrt.“
Lektion 129 -
„Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will.“
Wie der Heilige Johannes in seinem Brief fortfährt: „Und die Welt vergeht, wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“ Und so sagt es die Stimme dieses Kurses: „Du kannst dich nicht mit dem Gedanken begnu?gen, dass die Welt wertlos ist, denn wenn du nicht siehst, dass es etwas anderes gibt, worauf du hoffen kannst, wirst du nur niedergeschlagen sein. Unsere Betonung liegt nicht darauf, die Welt aufzugeben, sondern sie gegen etwas einzutauschen, was viel befriedigender ist, erfu?llt mit Freude und imstande, dir Frieden zu schenken. Denkst du,
dass diese Welt dir dieses bieten kann?“ Nein, du denkst das nicht länger. In der Zeit verwandelt sich alles hier in Leid. Du weißt das – und wir meinen wissen. Du hast das Leid, hier, erfahren. Du kennst es, wie du das Leid deines eigenen begrenzten Egoselbst kennst. Du willst die Welt jenseits von diesem - ewiges Leben.
Die gute Nachricht der Erlösung
Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Die einzige Weise, auf die du deine Lieben wahrhaftig von sicherem Leid und Tod erlösen kannst, ist, dass du selbst erwachst. Dies heißt, zu der „Welt“, die du willst, zu erwachen, dem Königreich des HIMMELS, nicht dem Königreich der Welt. Es wird Erlösung genannt. Es heißt, der Erlöser der Welt zu sein. Das ist es, was der Kurs hier dich zu tun unterrichten will. Es ist deine Funktion. Auf diese Weise kann weltliche Liebe zu ewiger LIEBE auferweckt werden. Die irdische Form kann in LICHT und EWIGE LIEBE verklärt werden. So kannst du all deine Lieben in das „Königreich GOTTES“ ‘bringen’. Wenn du erwachst, erwacht die Welt mit dir (und so werden alle deine Lieben mit dir
‘dort’ sein). Dies ist wahr. Die Erleuchtung kann akkurat auf diese Weise beschrieben werden (so
akkurat, wie alle Worte der Falschheit es können, denn wie kann GOTT in Worte gefasst werden). Doch hier ist mein Problem, dir solch einen Nachlass in meinem Unterricht zu geben. Du musst dich daran erinnern, dass du, als begrenztes Egoselbst, buchstäblich keine Wechselbeziehung zur WAHRHEIT wie auch immer hast. Jede Idee daru?ber, wie Erleuchtung sein wird, ist einfach Unsinn. Mit deiner unerleuchteten Natur kannst du Erleuchtung nicht kennen. Du wirst sie nicht kennen,
bis du sie kennst, bis zu der Erfahrung. Und, dann, sie zu beschreiben, heißt sie zu begrenzen. Sie begreifen zu wollen, heißt, SIE nicht zu sein. So, das Dilemma dieser Stimme im Dich-Lehren ist, dass ‘ich’ dir nicht zuviel konzeptionellen Nachlass oder Erleichterung geben will. Der Punkt ist, dich an den Rand der begrenzten Selbstidentität zu schubsen. Der Punkt fu?r dich ist, ausdru?cklich einzugestehen, dass ‘ich nichts von diesem will; nicht ein Ding hier - nicht dies.’ Aus solch einer kompromisslosen Verfassung heraus wirst du Raum machen fu?r das „Wiedererkennen“ dessen, DER DU BIST. Doch der Gedanke, der der ‘nicht dies’-Erklärung folgt, ist: „Jenseits von diesem ...ist eine Welt, die ich will.“ Die Lektion fragt dich kurz und bu?ndig, wie solch ein Austausch (die Hölle dieser Welt fu?r den HIMMEL der jenseitigen Welt) als Verlust anzuschauen sein könnte: „Ist es denn ein Verlust, statt dessen eine Welt zu finden, in der du nicht verlieren kannst; wo Liebe ewig währt, Hass nicht existieren kann und Rache keine Bedeutung hat? Ist es denn ein Verlust, alle Dinge zu finden, die du wirklich willst, in der Erkenntnis, dass sie kein Ende haben und die ganze Zeit hindurch so bleiben werden, wie du sie haben willst?“ (L.129) Natu?rlich wird die „Vernunft“ deinen Geist zu der Erkenntnis lenken, dass solch ein Austausch „kein Verlust“ ist. Doch wir treten jetzt in das Herz des Kurses ein, in das aller Kurse durch alle Raumzeit hindurch. Jesus von Nazareth lehrte: „Nimm mein Joch auf dich und lerne von mir ... Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Er lehrte, dass ihm auf seinem Weg zu folgen - sofort dein Fischernetz fortzuwerfen (deine alte Identität als ein Mensch in der Welt), und ein „Menschenfischer“ zu werden (eine neue Identität als Erlöser der Welt), dem Bösen nicht zu widerstehen, die andere Wange hinzuhalten, in der Welt, aber nicht von ihr zu sein - dass das alles eine leichte Last sei. Er lehrte, dass das Erwachen in den
ERLEUCHTETEN GEIST der einfache Weg sei. Hört sich das vertraut an? Sein ist eine einfache „Wahl“ oder Weg im Vergleich zum „Weg“ des menschlichen Egoselbst, zur „Welt der Zeit, in der alle Dinge enden“, bestenfalls mit hohem Alter und Tod. Bestenfalls! Erfahre die Argumentation der Vernunft, Bruder. Erfahre die Leichtigkeit der Wahl, wenn sie mit Vernunft präsentiert wird. Das ganze Überleben des Egoselbst ist darauf ausgerichtet, diese Leichtigkeit der Wahl (in Wahrheit gar keine Wahl) nicht offensichtlich werden zu lassen. Denn wer wu?rde diese Welt
wählen, wenn „kein Verlust darin liegt, jeden Gedanken an Wert hier loszulassen“.
Und hier ist die Krux dieses Kurs. „Es gibt keine Wahl, die zwischen diesen zwei Entscheidungen liegt.“ „Doch auch diese werden am Ende ausgetauscht gegen etwas, woru?ber wir nicht sprechen können, denn von da aus gehst du dorthin, wo Worte völlig versagen, in ein Schweigen, wo die Sprache ungesprochen bleibt und doch bestimmt verstanden wird. Die Kommunikation, unzweideutig und sonnenklar, bleibt unbegrenzt in alle Ewigkeit. Und GOTT SELBST spricht zu SEINEM SOHN, wie auch SEIN SOHN zu IHM spricht. IHRE Sprache kennt keine Worte, denn was SIE sagen, lässt sich nicht in Symbole fassen. Ihre Erkenntnis ist unmittelbar,
wird ganz geteilt und ist gänzlich eins. Wie weit davon entfernt bist du, der du an diese Welt gebunden bleibst. Und dennoch, wie nahe bist du, wenn du sie gegen die Welt eintauschst, die du
willst.“ (L.129) Du willst die Welt jenseits von dieser, du willst in „wahrer Wahrnehmung“ schauen - CHRISTI SCHAU. Und ganzheitlich zu schauen [to behold wholly] heißt, erleuchtet zu sein. Du siehst, dieses ganze Bestreben
ist viel größer als dein individuelles Wiedererkennen der Erleuchtung. Es ist das gesamte Heilen und Beenden der Trennung selbst. Und doch ist die gesamte Heilung des Kosmos aufgebaut auf die individuelle Heilung deines begrenzten Egoselbst in den ERLEUCHTETEN GEIST. Daher ist, in diesem Moment
in der Zeit, alles, was dich zu beschäftigen hat, die ganzheitliche Wahrnehmung, alle Dinge als EINS zu sehen, nämlich als DEIN GEIST/SELBST. Deshalb braucht es nur einen Erlöser, um die Welt zu erlösen: Dich. Doch beachte, wie schnell dieses kosmologische Erklären und Verstehen ohne Erfahrung uns irrefu?hren kann. Das „wie“ du in den ERLEUCHTETEN GEIST erwachst, ist die Erfahrung.
„Was in vollkommener Gewissheit jenseits der Erlösung wartet, interessiert uns jetzt nicht ... Das Wunder allein interessiert uns gegenwärtig.“ Gegenwärtig sind wir im imaginären Prozess des Erwachens zu dem, was wir IMMER SCHON SIND [what we Always Already Are]. Hier, in der Welt, aber nicht von ihr, verändert sich die
Wahrnehmung in einen Bereich der Ganzheit, wo du erfährst, dass alles dies dein EINER GEIST ist. Vielleicht ist es nur ein Traum in deinem GEIST, oder vielleicht ist es WAHR. Es bedeutet nichts. Was bedeutungsvoll ist, ist das Erfahrungswissen [experiential knowing], dass dieses dein SINGULÄRER GEIST ist.
Aus diesem Erfahrungswissen heraus erklärst du, dass du diesen Traum von Krankheit und Tod nicht länger willst - dass die Welt, die mein EINER GEIST sieht, nichts birgt, das ich will. Wenn du, fu?r einen Moment, vergisst und denkst, dass die Welt irgend etwas von Wert birgt, erfährst du den Schmerz des Hier seins. Und du erinnerst dich: Nicht dies! „Jetzt ist der letzte Schritt gewiss; jetzt bist du nur noch einen Augenblick von der Zeitlosigkeit entfernt. Hier kannst du nur noch vorwärts schauen, nie zuru?ck, um noch einmal die Welt zu sehen, die du nicht willst. Hier ist die Welt, die kommt, um ihre Stelle einzunehmen ...“ (L.129) ERLEUCHTETER GEIST, ganze Welt. Und es gibt keine Antwort auf die Frage ‘Wie geschieht
Erleuchtung?’. Sie tut es einfach. Wenn du diese Lektion angemessen akzeptierst, ist der letzte Schritt gewiss. Der Grund, warum deine Transformation in den ERLEUCHTETEN GEIST versprochen ist, ist in Lektion 130 zu finden.
Lektion 130
„Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen.“
„Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen, die sich in keiner Weise u?berschneiden. Suche nach der einen; die andere verschwindet. Nur eine bleibt. Sie sind der Wahlbereich, u?ber den deine Entscheidung nicht hinausgehen kann. Das Wirkliche und das Unwirkliche ist alles, was zur Wahl steht - und nichts anderes als das.
Heute wollen wir keinen Kompromiss schließen, wo keiner möglich ist.“ (L.130)
Dies ist, weshalb du in den ERLEUCHTETEN GEIST erwachen wirst, wenn du diesen Kurs akzeptierst. „Niemand kann eine Welt erblicken, der seinem Geist nicht einen Wert beigemessen hätte. Und niemand kann umhin, das zu erblicken, wovon er glaubt, er wolle es.“ Diese Lektion ist mehr als nur die Tatsache des entweder/oder. „Du lernst auch, dass diejenige, die du siehst, vom Standpunkt aus, von welchem du siehst, ganz konsistent ist.“ Erinnerst du dich, wie du es fu?r
vernu?nftig hieltest, es fu?r ‘natu?rlich’ und ‘erwachsen’ hieltest, dass du lernst, die Unvermeidlichkeit des Todes zu akzeptieren? Erinnerst du dich, wie die Verteidigung deines Körpers, oder deines ‘guten Namens’, oder deiner Familie, Karriere oder Nation einigen Sinn zu machen schien? Tatsächlich,
das Überleben schien davon abzuhängen. Erinnerst du dich, wie du Gebete zu rechtfertigen pflegtest, die GOTT baten, dir zu geben, was dein Plan der Erlösung (Egoselbst-Erhaltung) fu?r notwendig erachtete? Erinnerst du dich, was du zu denken pflegtest, was „gutes Leben“ mit sich bringt? Nun, jedoch, weißt du es besser.
Nun bist du nicht länger verwirrt u?ber deine Funktion in der Welt. Also, jetzt...
Jetzt ... „GOTT wird da sein. Denn du hast die große, unfehlbare Macht angerufen, DIE diesen Riesenschritt in Dankbarkeit zusammen mit dir tut. Und sicher wirst du sehen, wie SEIN Dank sich in fassbarer Wahrnehmung und in Wahrheit ausdru?ckt. Du wirst nicht an dem zweifeln, was du erblickst, denn auch wenn es Wahrnehmung ist, ist es nicht die Art von Sehen, die deine Augen allein vorher je gesehen haben.“ (L.130) Dieses ist ganzheitliche Wahrnehmung [Whole Perception], CHRISTI SCHAU. Erleuchtung mit einem anderen Namen. Hier ist der Schlu?ssel: „Akzeptiere einen kleinen Teil der Hölle als wirklich, und du hast deine Augen verdammt und deine Sicht verflucht, und was du dann erblickst, das ist fu?r wahr die Hölle.“(L.130)
Dieses ist der Sprung. Nicht drei Lektionen als drei separate „Schritte“ u?ber die Klippe des Egoselbst - dieser ganze Sprung ist mehr als die Summe seiner Teile. Dieses ist das Ganze, ehrlich und vernu?nftig zu der Einsicht zu kommen, dass GOTT alles ist, was du willst. Es ist ein Ganzes, das viel größer ist als dein konzeptionelles Verständnis. Es ist ein Ganzes, viel größer als dein Erfahrungsverständnis.
Es ist ein Wissen aus dem „Innern“, dass dies deine „Zeit“ ist. Dass diese Zeit vorbei
ist. „Und niemand kann darin scheitern, das zu sehen, was er zu wollen glaubt.“
Weißt du, was die nächste Lektion im Übungsbuch ist? „Niemand kann scheitern, der die Wahrheit zu erreichen sucht.“ (L.131)
Das Ganze
Dieses ist der ganze Kurs an seinem Ende. Die Vollendung ist nahe. Dies ist, wo du erwachst. Sei ehrlich mit dir selbst, mit dem, was du wirklich willst. Mache diese Lektionen. Nur diese sind alles, was du brauchst. Und wenn du dich dabei findest, dass du mehr tust, sind es ebenfalls exakt diese Lektionen. Denn es gibt nur eine Lektion - und sie ist eine universelle Erfahrung. Sie ist ganz. „Niemand bleibt in der Hölle, denn niemand kann seinen SCHÖPFER verlassen noch SEINE vollkommene,
zeitlose und unveränderbare LIEBE beeinflussen. Du wirst den Himmel finden. Alles,
was du suchst, außer diesem, wird wegfallen. Doch nicht weil es dir genommen wurde. Es wird vergehen, weil du es nicht willst. Du wirst das Ziel, das du wirklich willst, so sicher erreichen, wie GOTT dich schuf in Su?ndenlosigkeit. Warum auf den HIMMEL warten? Er ist heute da.“ L 131)
„Lass es los.
Die Erlösung der Welt hängt von dir ab
und nicht von diesem kleinen Häufchen Staub.
Was kann es dem heiligen SOHN GOTTES sagen?
Weshalb muss er sich u?berhaupt darum ku?mmern?“
(L.186)
Lektionen, von denen GOTT möchte, dass ich sie lerne
Lektion 128- „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will.“
Und so beginnt die Lektion. Unverblu?mt, nu?chtern, ohne Kompromiss -
„Die Welt, die du siehst, hat dir nichts anzubieten; weder etwas, was du in irgendeiner Weise benutzen könntest, noch irgend etwas, was dazu diente, dir Freude zu bereiten.“ Kein Kompromiss. Nichts, das du in irgendeiner Weise benutzen könntest. Es gibt hier keine wirkliche Freude, hier, in der Welt, die du siehst. Es gibt nur kurzfristige Freude. Und was passiert mit der kurzfristigen Freude in der Raumzeit? Hier hapert es. Was passiert schließlich mit allem, das du
hier liebst, hier, in der Welt? Du musst dir dieses ansehen. Es ist lebenswichtig. „Dies ist die Welt der Zeit, wo alle Dinge enden.“ Entweder willst du erleuchtet sein und der CHRISTUS oder du willst es lieben, in dieser Welt zu leben. Es gibt keinen Kompromiss. Du kannst nicht die Welt sehen, auch nur ein wenig, und GOTT
erkennen. „Nur eins ist wahr“. Du kannst nicht erwachen und weiterhin einige Dinge in dieser Welt liebenswert finden - und dieses schließt alles in der Welt ein.
„Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle
Dinge enden.“ Dies ist die entscheidende Lehre des Kurses. Sie ist kompromisslos.
Warum? Der Schlu?ssel ist: die Zeit. Aber kann ich nicht die Schönheit eines Sonnenuntergangs lieben? Nicht wirklich. Hier ist, wieso: Alle Dinge hier, in der Welt, einschließlich der Schönheit eines Sonnenuntergangs, werden sich innerhalb der Zeit in Schmerz verwandeln. Schau es dir genau an. Warum liebst du die Schönheit
des Sonnenuntergangs? Du liebst sie, weil sie eine Verschnaufpause in der hektischen, alltäglichen Pein des Lebens ist. Du liebst sie, weil sie dich an eine glu?cklichere, stillere Zeit im Leben erinnert (oder was immer), denn sie hilft dir, dich „friedvoller“ zu fu?hlen. Der Punkt ist, du liebst die Schönheit des Sonnenuntergangs, weil sie fu?r einen Moment das existentielle Leid u?bertu?ncht, das den Leidens-, Krankheits- und Sterbensprozess, genannt „menschliches Leben“, umfasst. Der Moment des Waffenstillstands, genannt der „Sonnenuntergang“, ist kein Frieden. Er ist nur Waffenstillstand. Und, indem er nur ein Waffenstillstand ist, stellt er sicher, dass der Kampf schließlich, zu gegebener Zeit, wieder beginnen wird. Fazit daraus ist, dass dieser Waffenstillstand, diese Liebe zur Welt fu?r just einen Moment, die Absichtserklärung ist, dass Kampf immer unvermeidbar sein wird. Bruder, dein Ziel ist Erleuchtung, CHRISTUSSCHAFT - nicht eine voru?bergehende Verschnaufpause,
während sich das große Rad des Leidens weiterdreht. Die voru?bergehende Liebe zu
was auch immer hier ist angesichts deines WAHREN Zwecks, deines WAHREN SELBST so gering, so winzig. Und dies ist der springende Punkt: die voru?bergehende Liebe und das Ausruhen innerhalb dieser Welt ist nichts als ein Verzögerungsmanöver deines Egoselbst, um dich vom Erwachen abzuhalten.
„Lass nichts, was mit Körpergedanken in Verbindung steht, deinen Fortschritt zur Erlösung verzögern, noch lasse dich zuru?ckhalten von der Versuchung, zu glauben, dass die Welt irgend etwas berge, was du wollen könntest. Hier gibt es nichts zu hegen. Nichts hier ist auch nur einen Augenblick des Aufschubs und des Leides wert, einen Moment der Ungewissheit und des Zweifels. Wertlose Dinge haben nichts zu bieten.“ Aber was ist mit der Liebe meines Kindes, meiner Eltern, oder meines Liebhabers, Ehepartners, oder Bruders oder Schwester oder Großkindes oder ...?
„Ein jedes Ding, das du hier schätzt, ist nichts als eine Kette, die dich bindet an die Welt, und sie dient keinem andern Zweck als diesem. Denn alles muss dem Sinn und Zwecke dienen, den du ihm gabst, bis du einen anderen Zweck darin erblickst.“
Das Egoselbst wird darauf bestehen, dass es irgendwo etwas Kompromiss gibt. Bruder, da ist kein Kompromiss möglich. Die Liebe von irgend jemand, hier, in der Welt, ist der Kompromiss, der dich hier hält. Der Kurs bezieht sich darauf als „besondere Liebesbeziehung“. Alle Liebe, hier, ist eine „besondere Liebesbeziehung“. Es ist die Liebe, die diese ‘Körperpersönlichkeit’ als besonders fu?r
dich definiert. (zum Beispiel ‘sie ist mein Kind’). Siehst du nicht, wie das dich als einen menschlichen Elternteil definiert, der ein menschliches Kind hat? Plötzlich bist du nicht nur ein Egowesen, sondern deine Funktion ist elterlich. Siehst du nicht, wie clever und verschlagen diese besondere Liebe zu einem Faktor der Selbstidentifizierung wird - mit der Absicht, dich vom Erwachen zum „SOHN GOTTES“ oder dem CHRISTUS fernzuhalten? Im Neuen Testament lehrte Jesus: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter,
Frau, Kinder, Bru?der, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Ju?nger sein.“ (Lk 14, 26) Dies ist buchstäblich WAHR. Du musst es hassen, vollständig hassen, dass du ein biologisches Wesen bist, definiert durch genetische, psychologische Funktionen und Beziehungen zu einem anderen Körper. Du musst den weltlichen ‘Fakt’ hassen, dass es einen Körper gibt, der „besonders“
fu?r dich ist, so wie dein Kind, und dass da tausende anderer Körper sind, die verschieden sind und weniger wichtig, weil sie nicht dein biologisches Kind sind. Hasst du nicht die Tatsache, dass du im Fernseher schnell wegschaltest vom Bild des verhungernden Kindes in Kambodscha? Und hasst du nicht die Tatsache, dass du durch das Umschalten des Blickpunkts auf die Welt, die du siehst, wahrhaftig denkst, dass du irgendwie einen Waffenstillstand im Leiden dieses verhungernden
Kindes erlangt hast? Hasst du nicht die grundlegende Unfairness dieses Ortes - der Logik deines eigenen Egoselbst, wenn du räsonierst, wieso es nicht ‘deine Verantwortung’ ist, was diesem „anderen“ Kind in Kambodscha widerfährt? Sei ehrlich. Stelle dich dem Leiden dieser Welt. Diese Welt ist die Hölle. Wenn du das nicht glaubst, dann warte nur ab und schau dir an, was in der Zeit allen Dingen widerfährt, die du hier liebst. Aber ist dies nicht der Punkt des Kurses? Deines
spezifischen Kurses? Du, Lehrer GOTTES, weigere dich abzuwarten und sieh. Du weißt, dass dieser Platz die Hölle ist. Was du wirklich kennen willst, ist der HIMMEL. Und du willst ihn jetzt kennen. Nicht später. Das Egoselbst wird sagen: „Warte eine Weile, Bruder. Der HIMMEL wird später kommen. Willst du nicht erst mal ein bisschen von der Welt? Gibt es nicht irgend etwas hier in der Welt, das du noch möchtest?’ Entgegen dem Egoselbst sagt diese Stimme: Nein. „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, das ich will.“ DU musst sagen: Nein. Ohne Kompromiss.
Erinnere dich, es war das Eingeständnis des unerträglichen Leids im Lebens hier, selbst wenn es unbewusst war, welches dein urspru?nglicher Hilferuf war. Deshalb hat diese Stimme den Ruf beantwortet. „Der einzige Zweck, den diese Welt enthält und der deines Geistes wu?rdig ist, ist der, dass du an ihr vorbeigehst, ohne dich damit aufzuhalten, dort Hoffnung wahrzunehmen, wo es keine gibt. Lass dich nicht länger täuschen. Die Welt, die du siehst, enthält nichts, was du willst.“ (L.128) In seinem ersten Brief schreibt Johannes: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters“ Die WAHRHEIT war immer kompromisslos. Engagiere dich nicht in die besondere Liebe zu dem, was in der Welt ist, und das schließt alles ein. Dein Leben, deine Familie, deine Freunde, alles das. Bruder, IN WAHRHEIT willst du nicht eins von all dem. Du willst nichts, was hier in der Welt ist. Du willst nur in GOTT erwachen. „Erlösung ist meine einzige Funktion.“ Und doch, Erlösung, oder Su?hne, geschieht dir hier, in der Welt. Und es ist der Zweck der neutralen Welt, von dir als HIMMEL, als CHRISTUS geschaut zu werden. Und während du in deinem Bruder den CHRISTUS siehst, wirst du DEIN SELBST in ihm wiedererkennen - und so deine Eigene Erleuchtung erkennen. Ja. Dies ist die Weise, wie Beziehungen vom HEILIGEN GEIST verwendet
werden. Dies ist, wie „besondere“ Liebe in GOTTESLIEBE, oder erleuchteten Geist, gewandelt wird. Aber der Schlu?ssel ist, dass die Beziehung in Wahrheit nicht existiert. (In dem Sinne, dass es nicht zwei getrennte Wesen in Beziehung zueinander gibt.) Es gibt nur EIN SELBST, das sich erfährt in dem, was momentan als getrennte Formen erscheint. Doch fu?r den CHRISTUSbewussten
gibt es nicht einmal getrennte Formen, denn er weiß, dass die Form selbst absolut illusorisch ist. Es gibt nur das EINE. So ... was sagen wir mit all diesem? Wir sagen: Bleib nicht dabei stecken, deine besonderen Beziehungen in heilige Beziehungen umzuwandeln. Konzentriere dich nicht auf welche besondere Beziehung auch immer. Betrachte den ganzen Schlamassel, den ganzen genetischen, psychologischen, biologischen, historischen Welt/Personen-Schlamassel der Trennung als die eine
besondere Beziehung. Nimm die ganze Falschheit an. Schau auf die gesamte Zeitraum-Kontinuität,
genannt ‘menschliches Leben’, als die EINE BESONDERE BEZIEHUNG. Und jetzt kommt, wie du das machst. Diese drei Lektionen sind, wie du das machst.
Du heilst deine eine besondere Beziehung. Dieses ist der eine Weg, „der einzige Weg“ fu?r dich, Bruder. Es ist dein Weg, weil du ihn wählst. Aber alle scheinbaren Wege kommen zu diesem selben Wendepunkt. Alle Wege in aller Raumzeit kommen schließlich zu dem Sprung, bei dem das Egoselbst zuru?ckgelassen wird und die WAHRE IDENTITÄT des CHRISTUSSELBST offenbart wird. Wie du dahin gelangst, ist deine Wahl, und der Weg ist direkt abhängig davon, wie viel Zeit du zu brauchen wu?nschst. Dieses ist die direkte Route, wie versprochen von IHM, DER WEISS. Du hast nach IHR gefragt. Hier ist SIE. „Glaube diesen Gedanken, und dir bleiben Jahre des Elends erspart ... Es gibt niemanden, der diesen Gedanken nicht als wahr annehmen mu?sste, wenn er die Welt hinter sich lassen und sich u?ber ihren engen Horizont und ihr bedeutungsloses Treiben aufschwingen möchte.“ (L.128) Und dieser Gedanke ist: „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will.“ Hier geht es nicht darum, die Welt, die du siehst, gegen eine „fixed world“ auszutauschen. „Hierbei
ist kein Kompromiss möglich.“ Es geht um Erlösung. Um CHRISTUSSCHAFT. Es ist der Sprung.
Eine noch persönlichere Befragung
„Heute u?ben wir, jeden Gedanken an die Werte loszulassen, die wir der Welt verliehen haben.“, fährt die Lektion fort. „Wir halten sie uns ohne Zweck vor Augen und machen sie von allem frei, was sie nach unseren Wu?nschen sein soll. Auf diese Weise lösen wir die Ketten, die das Tor zur Freiheit von der Welt versperren und schreiten u?ber alle kleinen Werte und minderen Ziele hinaus.“ So erscheint der „Meditationsteil“ der Übung im Übungsbuch. Er bittet dich: „Halte inne und sei
eine kleine Weile still, und sieh, wie weit du dich u?ber die Welt erhebst ...“ Aber zuerst: „Es könnte lohnen, ein wenig Zeit daranzugeben, noch einmal u?ber den Wert dieser Welt nachzudenken. ... Sie gibt nur, um zu widerrufen, und sie nimmt alle Dinge weg, die dir eine Zeitlang lieb und teuer waren. Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.“ (L.129) Wir werden diese Übungsperiode, diese Befragung sogar noch persönlicher, noch direkter machen. Lass uns jemanden betrachten, den wir, hier, inständig lieben. Lass uns den Zweck sehen, den die Welt uns sehen lassen will. Und lass uns herausfinden, dass es keine Lösung fu?r das Problem gibt außer der, uns dies „ohne Zweck vor Augen zu halten.“ Jenseits der Worte zu gelangen, zu der Erfahrung zu kommen, ist unser Ziel. Nun kommt, wie du beginnen musst:
Fu?hr dir ein Kind vor Augen, das du liebst - oder irgendeine Person, die du liebst. Sieh sie, erfahre sie in deinen Gedanken ... Fu?hle, wie du in ihre Augen schaust, während sie diese Liebe zuru?ckgeben. Fu?hle die Verbundenheit dieser besonderen Liebe, die du spu?rst, wenn du in ihre spezifischen Augen schaust ... Nun magst du fragen: ‘Wie kann diese Liebe das Gegenteil zu GOTT sein? Wie kann dieses, obwohl es innerhalb der Welt ist, etwas sein, das ich nicht will?’ Ich verstehe deinen Schmerz, deine Unfähigkeit, zu sehen, wie ‘diese Liebe’ das Hindernis zu deinem Erwachen sein kann. Aber ich versichere dir, dass dies das Hindernis ist. Mit dieser ‘weltlichen Liebe’ tust du nichts anderes, als deine begrenzte menschliche Egoselbst-Identifikation festzuschreiben. Und dennoch, diese Egoselbst-Identifikation muss erlöschen. Beobachte, was passiert, wenn du dir irgendein Ding, irgendeine Liebe an diesem Ort, genannt Welt, genannt menschliche Existenz, wu?nschst. Beobachte, was mit dieser Liebe geschieht, mein Bruder. Lass uns zu deinen Vorstellungen zuru?ckkehren: Du schaust immer noch in die Augen dessen, den
du liebst. Sieh ihn. Fu?hle ihn. Fu?hle die Liebe und Wärme des Erkennens. ...Jetzt, plötzlich, wartest du schon seit einer Stunde, dass er zum Abend zuhause ankommen sollte. Zwei Stunden, jetzt drei ... Nun klingelt das Telefon und es ist das Krankenhaus, oder die Polizei. Innerhalb deines Denkens, sieh seine Augen jetzt. Nun erfährst du von der Vergewaltigung, dem Unfall, der Identifikation mit
dem Körper, die dein nächster Verwandter ertragen muss. In deinem Denken, sieh die Augen dessen, den du liebst, und sieh seine Augen, während er stirbt. Den Schmerz. Den absoluten Schmerz. Du spielst die Vergewaltigung und den Tod wieder und wieder in deinem Geist durch ... Zu gegebener Zeit ist es dies, was mit Liebe in der Welt geschieht. Sie verwandelt sich in Schmerz. Die Form des Schmerzes und des Todes mag variieren, aber er ist unvermeidlich. Und es gibt keine Grade des Todes. Entweder werden sie leiden und zuerst sterben, oder du wirst es. In jedem Fall wird einer von euch Schmerz erleiden und sterben, und der andere wird Schmerz erleiden und nur fu?r etwas längere Zeit u?berleben, und dann ebenfalls sterben. Und dann werden die, die sie lieben, im Schmerz sein und werden Schmerz und Tod wieder und wieder in ihren Gedanken durchleiden. Und dann werden sie sterben, undsoweiter, undsoweiter. Dies ist, was mit der besonderen weltlichen Liebe geschieht. Dies ist, was mit allen Dingen hier geschieht. In solch einer Liebe ist kein Raum fu?r GOTT. Bruder, dies ist nicht, was Leben ist. „Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Dies ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.“ Wohingegen WAHRES LEBEN ewig ist. Dies ist alles, was der CHRISTUS jemals gelehrt hat. „Alle Dinge, die du suchst, um deinen Wert in deinen Augen zu erhöhen, begrenzen dich nur noch mehr ... und fu?gen eine weitere Sperre vor der Tu?r hinzu, die zum wahren Gewahrsein deines SELBST fu?hrt.“
Lektion 129 -
„Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will.“
Wie der Heilige Johannes in seinem Brief fortfährt: „Und die Welt vergeht, wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“ Und so sagt es die Stimme dieses Kurses: „Du kannst dich nicht mit dem Gedanken begnu?gen, dass die Welt wertlos ist, denn wenn du nicht siehst, dass es etwas anderes gibt, worauf du hoffen kannst, wirst du nur niedergeschlagen sein. Unsere Betonung liegt nicht darauf, die Welt aufzugeben, sondern sie gegen etwas einzutauschen, was viel befriedigender ist, erfu?llt mit Freude und imstande, dir Frieden zu schenken. Denkst du,
dass diese Welt dir dieses bieten kann?“ Nein, du denkst das nicht länger. In der Zeit verwandelt sich alles hier in Leid. Du weißt das – und wir meinen wissen. Du hast das Leid, hier, erfahren. Du kennst es, wie du das Leid deines eigenen begrenzten Egoselbst kennst. Du willst die Welt jenseits von diesem - ewiges Leben.
Die gute Nachricht der Erlösung
Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Die einzige Weise, auf die du deine Lieben wahrhaftig von sicherem Leid und Tod erlösen kannst, ist, dass du selbst erwachst. Dies heißt, zu der „Welt“, die du willst, zu erwachen, dem Königreich des HIMMELS, nicht dem Königreich der Welt. Es wird Erlösung genannt. Es heißt, der Erlöser der Welt zu sein. Das ist es, was der Kurs hier dich zu tun unterrichten will. Es ist deine Funktion. Auf diese Weise kann weltliche Liebe zu ewiger LIEBE auferweckt werden. Die irdische Form kann in LICHT und EWIGE LIEBE verklärt werden. So kannst du all deine Lieben in das „Königreich GOTTES“ ‘bringen’. Wenn du erwachst, erwacht die Welt mit dir (und so werden alle deine Lieben mit dir
‘dort’ sein). Dies ist wahr. Die Erleuchtung kann akkurat auf diese Weise beschrieben werden (so
akkurat, wie alle Worte der Falschheit es können, denn wie kann GOTT in Worte gefasst werden). Doch hier ist mein Problem, dir solch einen Nachlass in meinem Unterricht zu geben. Du musst dich daran erinnern, dass du, als begrenztes Egoselbst, buchstäblich keine Wechselbeziehung zur WAHRHEIT wie auch immer hast. Jede Idee daru?ber, wie Erleuchtung sein wird, ist einfach Unsinn. Mit deiner unerleuchteten Natur kannst du Erleuchtung nicht kennen. Du wirst sie nicht kennen,
bis du sie kennst, bis zu der Erfahrung. Und, dann, sie zu beschreiben, heißt sie zu begrenzen. Sie begreifen zu wollen, heißt, SIE nicht zu sein. So, das Dilemma dieser Stimme im Dich-Lehren ist, dass ‘ich’ dir nicht zuviel konzeptionellen Nachlass oder Erleichterung geben will. Der Punkt ist, dich an den Rand der begrenzten Selbstidentität zu schubsen. Der Punkt fu?r dich ist, ausdru?cklich einzugestehen, dass ‘ich nichts von diesem will; nicht ein Ding hier - nicht dies.’ Aus solch einer kompromisslosen Verfassung heraus wirst du Raum machen fu?r das „Wiedererkennen“ dessen, DER DU BIST. Doch der Gedanke, der der ‘nicht dies’-Erklärung folgt, ist: „Jenseits von diesem ...ist eine Welt, die ich will.“ Die Lektion fragt dich kurz und bu?ndig, wie solch ein Austausch (die Hölle dieser Welt fu?r den HIMMEL der jenseitigen Welt) als Verlust anzuschauen sein könnte: „Ist es denn ein Verlust, statt dessen eine Welt zu finden, in der du nicht verlieren kannst; wo Liebe ewig währt, Hass nicht existieren kann und Rache keine Bedeutung hat? Ist es denn ein Verlust, alle Dinge zu finden, die du wirklich willst, in der Erkenntnis, dass sie kein Ende haben und die ganze Zeit hindurch so bleiben werden, wie du sie haben willst?“ (L.129) Natu?rlich wird die „Vernunft“ deinen Geist zu der Erkenntnis lenken, dass solch ein Austausch „kein Verlust“ ist. Doch wir treten jetzt in das Herz des Kurses ein, in das aller Kurse durch alle Raumzeit hindurch. Jesus von Nazareth lehrte: „Nimm mein Joch auf dich und lerne von mir ... Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Er lehrte, dass ihm auf seinem Weg zu folgen - sofort dein Fischernetz fortzuwerfen (deine alte Identität als ein Mensch in der Welt), und ein „Menschenfischer“ zu werden (eine neue Identität als Erlöser der Welt), dem Bösen nicht zu widerstehen, die andere Wange hinzuhalten, in der Welt, aber nicht von ihr zu sein - dass das alles eine leichte Last sei. Er lehrte, dass das Erwachen in den
ERLEUCHTETEN GEIST der einfache Weg sei. Hört sich das vertraut an? Sein ist eine einfache „Wahl“ oder Weg im Vergleich zum „Weg“ des menschlichen Egoselbst, zur „Welt der Zeit, in der alle Dinge enden“, bestenfalls mit hohem Alter und Tod. Bestenfalls! Erfahre die Argumentation der Vernunft, Bruder. Erfahre die Leichtigkeit der Wahl, wenn sie mit Vernunft präsentiert wird. Das ganze Überleben des Egoselbst ist darauf ausgerichtet, diese Leichtigkeit der Wahl (in Wahrheit gar keine Wahl) nicht offensichtlich werden zu lassen. Denn wer wu?rde diese Welt
wählen, wenn „kein Verlust darin liegt, jeden Gedanken an Wert hier loszulassen“.
Und hier ist die Krux dieses Kurs. „Es gibt keine Wahl, die zwischen diesen zwei Entscheidungen liegt.“ „Doch auch diese werden am Ende ausgetauscht gegen etwas, woru?ber wir nicht sprechen können, denn von da aus gehst du dorthin, wo Worte völlig versagen, in ein Schweigen, wo die Sprache ungesprochen bleibt und doch bestimmt verstanden wird. Die Kommunikation, unzweideutig und sonnenklar, bleibt unbegrenzt in alle Ewigkeit. Und GOTT SELBST spricht zu SEINEM SOHN, wie auch SEIN SOHN zu IHM spricht. IHRE Sprache kennt keine Worte, denn was SIE sagen, lässt sich nicht in Symbole fassen. Ihre Erkenntnis ist unmittelbar,
wird ganz geteilt und ist gänzlich eins. Wie weit davon entfernt bist du, der du an diese Welt gebunden bleibst. Und dennoch, wie nahe bist du, wenn du sie gegen die Welt eintauschst, die du
willst.“ (L.129) Du willst die Welt jenseits von dieser, du willst in „wahrer Wahrnehmung“ schauen - CHRISTI SCHAU. Und ganzheitlich zu schauen [to behold wholly] heißt, erleuchtet zu sein. Du siehst, dieses ganze Bestreben
ist viel größer als dein individuelles Wiedererkennen der Erleuchtung. Es ist das gesamte Heilen und Beenden der Trennung selbst. Und doch ist die gesamte Heilung des Kosmos aufgebaut auf die individuelle Heilung deines begrenzten Egoselbst in den ERLEUCHTETEN GEIST. Daher ist, in diesem Moment
in der Zeit, alles, was dich zu beschäftigen hat, die ganzheitliche Wahrnehmung, alle Dinge als EINS zu sehen, nämlich als DEIN GEIST/SELBST. Deshalb braucht es nur einen Erlöser, um die Welt zu erlösen: Dich. Doch beachte, wie schnell dieses kosmologische Erklären und Verstehen ohne Erfahrung uns irrefu?hren kann. Das „wie“ du in den ERLEUCHTETEN GEIST erwachst, ist die Erfahrung.
„Was in vollkommener Gewissheit jenseits der Erlösung wartet, interessiert uns jetzt nicht ... Das Wunder allein interessiert uns gegenwärtig.“ Gegenwärtig sind wir im imaginären Prozess des Erwachens zu dem, was wir IMMER SCHON SIND [what we Always Already Are]. Hier, in der Welt, aber nicht von ihr, verändert sich die
Wahrnehmung in einen Bereich der Ganzheit, wo du erfährst, dass alles dies dein EINER GEIST ist. Vielleicht ist es nur ein Traum in deinem GEIST, oder vielleicht ist es WAHR. Es bedeutet nichts. Was bedeutungsvoll ist, ist das Erfahrungswissen [experiential knowing], dass dieses dein SINGULÄRER GEIST ist.
Aus diesem Erfahrungswissen heraus erklärst du, dass du diesen Traum von Krankheit und Tod nicht länger willst - dass die Welt, die mein EINER GEIST sieht, nichts birgt, das ich will. Wenn du, fu?r einen Moment, vergisst und denkst, dass die Welt irgend etwas von Wert birgt, erfährst du den Schmerz des Hier seins. Und du erinnerst dich: Nicht dies! „Jetzt ist der letzte Schritt gewiss; jetzt bist du nur noch einen Augenblick von der Zeitlosigkeit entfernt. Hier kannst du nur noch vorwärts schauen, nie zuru?ck, um noch einmal die Welt zu sehen, die du nicht willst. Hier ist die Welt, die kommt, um ihre Stelle einzunehmen ...“ (L.129) ERLEUCHTETER GEIST, ganze Welt. Und es gibt keine Antwort auf die Frage ‘Wie geschieht
Erleuchtung?’. Sie tut es einfach. Wenn du diese Lektion angemessen akzeptierst, ist der letzte Schritt gewiss. Der Grund, warum deine Transformation in den ERLEUCHTETEN GEIST versprochen ist, ist in Lektion 130 zu finden.
Lektion 130
„Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen.“
„Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen, die sich in keiner Weise u?berschneiden. Suche nach der einen; die andere verschwindet. Nur eine bleibt. Sie sind der Wahlbereich, u?ber den deine Entscheidung nicht hinausgehen kann. Das Wirkliche und das Unwirkliche ist alles, was zur Wahl steht - und nichts anderes als das.
Heute wollen wir keinen Kompromiss schließen, wo keiner möglich ist.“ (L.130)
Dies ist, weshalb du in den ERLEUCHTETEN GEIST erwachen wirst, wenn du diesen Kurs akzeptierst. „Niemand kann eine Welt erblicken, der seinem Geist nicht einen Wert beigemessen hätte. Und niemand kann umhin, das zu erblicken, wovon er glaubt, er wolle es.“ Diese Lektion ist mehr als nur die Tatsache des entweder/oder. „Du lernst auch, dass diejenige, die du siehst, vom Standpunkt aus, von welchem du siehst, ganz konsistent ist.“ Erinnerst du dich, wie du es fu?r
vernu?nftig hieltest, es fu?r ‘natu?rlich’ und ‘erwachsen’ hieltest, dass du lernst, die Unvermeidlichkeit des Todes zu akzeptieren? Erinnerst du dich, wie die Verteidigung deines Körpers, oder deines ‘guten Namens’, oder deiner Familie, Karriere oder Nation einigen Sinn zu machen schien? Tatsächlich,
das Überleben schien davon abzuhängen. Erinnerst du dich, wie du Gebete zu rechtfertigen pflegtest, die GOTT baten, dir zu geben, was dein Plan der Erlösung (Egoselbst-Erhaltung) fu?r notwendig erachtete? Erinnerst du dich, was du zu denken pflegtest, was „gutes Leben“ mit sich bringt? Nun, jedoch, weißt du es besser.
Nun bist du nicht länger verwirrt u?ber deine Funktion in der Welt. Also, jetzt...
Jetzt ... „GOTT wird da sein. Denn du hast die große, unfehlbare Macht angerufen, DIE diesen Riesenschritt in Dankbarkeit zusammen mit dir tut. Und sicher wirst du sehen, wie SEIN Dank sich in fassbarer Wahrnehmung und in Wahrheit ausdru?ckt. Du wirst nicht an dem zweifeln, was du erblickst, denn auch wenn es Wahrnehmung ist, ist es nicht die Art von Sehen, die deine Augen allein vorher je gesehen haben.“ (L.130) Dieses ist ganzheitliche Wahrnehmung [Whole Perception], CHRISTI SCHAU. Erleuchtung mit einem anderen Namen. Hier ist der Schlu?ssel: „Akzeptiere einen kleinen Teil der Hölle als wirklich, und du hast deine Augen verdammt und deine Sicht verflucht, und was du dann erblickst, das ist fu?r wahr die Hölle.“(L.130)
Dieses ist der Sprung. Nicht drei Lektionen als drei separate „Schritte“ u?ber die Klippe des Egoselbst - dieser ganze Sprung ist mehr als die Summe seiner Teile. Dieses ist das Ganze, ehrlich und vernu?nftig zu der Einsicht zu kommen, dass GOTT alles ist, was du willst. Es ist ein Ganzes, das viel größer ist als dein konzeptionelles Verständnis. Es ist ein Ganzes, viel größer als dein Erfahrungsverständnis.
Es ist ein Wissen aus dem „Innern“, dass dies deine „Zeit“ ist. Dass diese Zeit vorbei
ist. „Und niemand kann darin scheitern, das zu sehen, was er zu wollen glaubt.“
Weißt du, was die nächste Lektion im Übungsbuch ist? „Niemand kann scheitern, der die Wahrheit zu erreichen sucht.“ (L.131)
Das Ganze
Dieses ist der ganze Kurs an seinem Ende. Die Vollendung ist nahe. Dies ist, wo du erwachst. Sei ehrlich mit dir selbst, mit dem, was du wirklich willst. Mache diese Lektionen. Nur diese sind alles, was du brauchst. Und wenn du dich dabei findest, dass du mehr tust, sind es ebenfalls exakt diese Lektionen. Denn es gibt nur eine Lektion - und sie ist eine universelle Erfahrung. Sie ist ganz. „Niemand bleibt in der Hölle, denn niemand kann seinen SCHÖPFER verlassen noch SEINE vollkommene,
zeitlose und unveränderbare LIEBE beeinflussen. Du wirst den Himmel finden. Alles,
was du suchst, außer diesem, wird wegfallen. Doch nicht weil es dir genommen wurde. Es wird vergehen, weil du es nicht willst. Du wirst das Ziel, das du wirklich willst, so sicher erreichen, wie GOTT dich schuf in Su?ndenlosigkeit. Warum auf den HIMMEL warten? Er ist heute da.“ L 131)
„Lass es los.
Die Erlösung der Welt hängt von dir ab
und nicht von diesem kleinen Häufchen Staub.
Was kann es dem heiligen SOHN GOTTES sagen?
Weshalb muss er sich u?berhaupt darum ku?mmern?“
(L.186)


0 Trackbacks