Sep 29
Kapitel Sechs
Psychospirituelle Übungen

„IHM biete ich diese Wiederholung fu?r dich an. Ich u?bergebe dich SEINER Obhut und lasse IHN dich lehren, was du tun und sagen und denken sollst, jedes Mal, wenn du dich an IHN wendest. ... Wir wollen IHM die ganze Wiederholung anbieten, die wir nun beginnen, und lass uns auch nicht vergessen, WEM sie gegeben wurde, wenn wir jeden Tag nun u?ben und zu dem Ziel, das ER uns vorbestimmt hat, fortschreiten ...“ (Ü.S.388) Ein Kurs in Wundern, dein spezifischer Kurs, enthält in sich etwas Unglaubliches. Dieses Etwas wird „Das Übungsbuch“ genannt. Du weißt, was es ist. Du weißt, wer es ist. Du hast die „Einleitung“ gehört - „Eine theoretische Grundlage, wie sie das Textbuch liefert, ist notwendig... Indessen ist es die Durchfu?hrung der Übungen, die das Ziel des Kurses möglich macht.“ (Ü.S.1) Das Ziel ...
Das Ziel jeder spirituellen Praxis ist die Entsagung der begrenzten Egoselbst-Identifikation. Der Mechanismus hier ist sehr einfach: Wenn man auf das Egoselbst verzichtet, ist alles, was u?brigbleiben wird, das wahre und „heilige SELBST“ - das GOTTSELBST, das immer schon gegenwärtig war. GOTTSELBST ist alles, was existiert, und wird letzten Endes, obwohl beschränkend, einfach ausgedru?ckt als ‘GOTT ist’. „Einssein ist einfach die Idee: „GOTT ist“. Und in SEINEM SEIN umfasst er alle Dinge. Kein Geist birgt irgend etwas außer ihm. Wir sagen: „GOTT ist“, und dann hören wir auf zu sprechen, denn in dieser Erkenntnis sind Worte bedeutungslos.“ (L.169) Das Problem: dem unerwachten Egoselbst erscheint GOTTSELBST-Bewusstsein als etwas, das irgendwie gefunden oder erreicht werden muss (d.h. das Königreich im Innern zu finden, Erleuchtung zu erlangen, illuminiert zu werden). In Wahrheit ist GOTTSELBST schon DAS - die einzige existierende Realität. Doch fu?r das Egoselbst scheint es ein Prozess oder eine Entwicklung zu sein, zum GOTTSELBST-Bewusstsein zu kommen. Die Idee einer „Übung“, die das Erlangen des GOTTSELBST beschleunigt, ist in sich selbst eine Unrichtigkeit. Noch einmal, einfach gesagt: Du bist immer schon GOTTSELBST, und nichts anderes. Diese Übungen werden als „letzte Schritte“ entlang eines imaginären Weges angeboten, der zum GOTTSELBST zuru?ckfu?hrt - angeboten in der Gewissheit, dass es nur das GOTTSELBST gibt, mit dem alles beginnt (und endet). Die Mechanik, wie jede spezifische Übung funktioniert, um das Egoselbst aufzulösen (und so das
GOTTSELBST zu realisieren), ist unerheblich. Du wirst das „Wie“ jeder Übung fu?r dich selbst durch Erfahrung entdecken. Jede ist, spitzfindig gesehen, ihre eigene Mechanik, doch in ihrem Ergebnis identisch: das Egoselbst vergeht. Die vier hier angebotenen Übungen sind:
Selbstloses Geben
Nicht-Berichtigung
Einschließlichkeit
Gleichmu?tigkeit gegenu?ber Ergebnissen

[Selfless Giving, Non-Adjustment, Inclusiveness, Indifference to Result]
‘Sind diese Übungen genug, um Erleuchtung zuerkennen”?’
Ja. ‘Aber wie kann das sein? Ist nicht Disziplin des Gebets, der Meditation, der Diät undsoweiter erforderlich?’ Die einzige Antwort ist: Mache diese Übungen mit dem einzigen Zweck deines individuellen, persönlichen Erwachens und finde es fu?r dich selbst heraus - du wirst zu der wahrhaftigen Erkenntnis kommen, die als „GOTT ist“ bezeichnet wird. GOTT ist ALLES, was es gibt - und du bist DAS. Letztlich musst du es fu?r dich selbst (und von dir selbst) herausfinden. Eine Anmerkung zur Terminologie Du magst bemerkt haben, dass die Terminologie in den Überschriften fu?r unsere vier Übungen nicht die Schlu?sselbegriffe’ verwendet, wie sie von anderen ACIM-Lehrern oder -Glossaren ausgewiesenwurden. Die ‘Wörter’, die wir benutzen, sind nicht einmal das, was als ‘Schlu?sselwoÅNrter’ innerhalb der ACIM-Bu?cher selbst bezeichnet wird. Dies ist mit Absicht so. Es ist, in der Tat, notwendig. „ Dies ist kein Kurs in philosophischer Spekulation, noch befasst er sich mit einer präzisen Terminologie.“ (H.S.75) Das Problem war eins der ‘Konkretisierung’. Großes Wort. Du hast deinen Kurs konkret gemacht. Du hast die Lehren des LICHTS genommen und sie in Gebote auf schwerem Stein gefasst. Das ist nicht das Ziel des Kurses. Der Kurs befasst sich nicht mit Klugheit, außer um dir zu helfen, sie zu u?berwinden. Der Kurs „... versucht ... nicht, auf Einfallsreichtum oder Raffinesse zuru?ckzugreifen.
Das sind Attribute des Ego. Der Kurs ist einfach. Nur darin bleibt er gänzlich beständig, weil nur dies beständig sein kann.“ (H.S.75)
Jede der Übungen ist die Erfahrung von Vergebung. Versuche nicht, diese Übungen konzeptionell zu Vergebung in Beziehung zu setzen. Mache sie einfach und du wirst, durch Erfahrung, wissen, dass dies so ist. Erinnere dich: „Vergebung, Erlösung, Su?hne, wahre Wahrnehmung sind alle dasselbe.“ Daher ist die Terminologie fu?r diese Übungen nicht an ACIM gebunden. Sie stammt aus der „universalen Erfahrung.“ Und doch ist sie im Zusammenhang auf jeder Seite, in jedem Wort des Textbuchs, des Übungsbuchs, des Handbuchs fu?r Lehrer von Ein Kurs in Wundern zu finden. Befreie dich selbst von der Vergötzung der Terminologie.

Die Übungen
1. Selbstloses Geben
Gib ohne jegliche Erwartung einer wie auch immer gearteten Erwiderung (selbst ohne ein ‘danke’
zu erwarten). Du gibst nur, um zu geben. Du gibst buchstäblich, ohne dass deine Selbstidentität
mit dem Akt des Gebens verknu?pft ist: Es ist selbstloses Geben.
Kein Austausch. Keine Gegenseitigkeit. Geben, nur um zu geben. Gib selbstlos, auf dass du die Erfahrung des Erwachens haben mögest. Doch gib nicht einmal im Austausch gegen diese Erfahrung. Verlier dich im Geben. Es wird eine wahre, lebendige Äußerung fu?r dich werden. Bleibe dabei, ohne Erwartung zu geben. Das landläufige Verständnis der Welt wird dies fu?r verru?ckt halten. Natu?rlich wird das so sein. Deine einzige Absicht ist, nicht „von“ dieser Welt zu sein (der Egoselbst-Sicht dessen, was die Welt ist). Deine einzige Absicht ist, GOTT in dir zu realisieren.
„Erlösung ist meine einzige Funktion hier.“ Suche zuerst und einzig nach dem Königreich. „Du kannst nicht die Welt behalten und GOTT erkennen. Nur eins ist wahr.“ Du kannst nicht GOTT und dem Mammon zugleich dienen. ENTWEDER/ODER. Das Wertesystem der Welt ist durchgehend darauf angelegt, die Identität des Egoselbst zu verstärken und deine WAHRE IDENTITÄT zu verleugnen. Die Welt besteht auf Gegenseitigkeit und
Austausch. Doch das GOTTSELBST kann nicht sehen, was oder mit wem es austauscht: Es ist alles ES SELBST. Alles ist LIEBE. Alles ist das GOTTSELBST, DAS SICH SELBST ERFÄHRT. Wie kann DAS durch Austausch oder die Idee des Gebens, um zu bekommen, begrenzt werden? Es kann nicht. Du kannst nicht.
Jede Handlung in diesem Dasein kann selbstloses Geben sein. „Um zu haben, gib allen alles.“ Du kannst dem Universum selbst selbstlos geben, wenn du in der Stille betest oder meditierst (oder wenn du mit freudigem Lärm tanzt). Geben ist nicht auf die physische Handlung, „jemandem“ „etwas“ zu geben, begrenzt. Geben schließt auch die Gabe deiner Liebe oder Gunst an ALLES ohne Besonderheit ein. Jeder Atemzug kann selbstloses Geben sein. Gib dein Talent oder deine Zeit, um jemandem zu helfen, etwas zu tun. Gib deine Erfahrung, deine Energie. Gib materielle Gu?ter. Gib von allem, was du jemals mit dir selbst hier identifiziert hast.
Wir geben weg, um unser WAHRES SELBST zu finden. Gib ALLES DIES selbstlos. Dies ist Schöpfung ebenso wie Geben. Gib anonym, wenn du möchtest. Aber denke daran, es geht nicht darum, was andere von deinem Geben halten, sondern wie dein Ego selbst es betrachtet. Wenn du anonym gibst und dieses Geben wegen der Anonymität fu?r „heilig“ oder „spirituell“ hältst, gibst du mit Sicherheit nicht selbstlos.
Selbstloses Geben bedeutet, dass du vergisst, dass du u?berhaupt gegeben hast. Du hältst an nichts fest (vergangenes Geben eingeschlossen). ‘Wie viel muss ich geben?’ Antwort: Alles, gib alles. Und du gibst es nicht nur einmal. Selbstloses
Geben ist ein andauernder Prozess. Du gibst andauernd allen alles. ‘Wie soll das aussehen? Soll ich mein Haus und mein Auto weggeben?’ Antwort: Wie es aussieht,
ist die Falschheit. Bleib nicht an dem Ergebnis haften, wie dein Geben ‘aussieht’. Lies alle diese vier Übungen durch. Sie alle beziehen sich auf selbstloses Geben. Das wird dir helfen, diese Übung in Ganzheit zu verstehen. Nebenbei, wie könnte ich dir sagen, was ‘du’ geben sollst? Ich kann dir sagen, wie viel: Gib alles. Allen.
‘Irgendwas Bestimmtes daru?ber, was wem gegeben werden soll?’ Antwort: Absolut nicht. Die Bestimmtheiten sind der Versuch des Egoselbst, etwas Austausch oder Gegenseitigkeit fu?r seine Gabe zu bekommen. Und dann ist es kein selbstloses Geben. Übergib IHM in DIR diese Frage. Du wirst wissen, was zu geben ist. Alles. An alles. Warum solltest du auch irgendetwas von diesem behalten wollen? Stellt dir nicht der Kurs diese Frage auf so ziemlich jeder Seite? Es ist vernu?nftig, alles wegzugeben. Entsage deinem Egoselbst.
Empfangen -
Selbstloses Geben schließt auch selbstloses Empfangen ein. Eine allgemeine Richtlinie ist: Empfange mit Freude und begrenze die Gegenseitigkeit auf einen einzigen verbalen Ausdruck von Dankbarkeit. Wenn du ein Geschenk im Austausch fu?r ein zuvor dir gegebenes Geschenk gibst, gibst du das Geschenk nicht selbstlos. Selbstloses Empfangen ist eins mit selbstlosem Geben. Lehren u?ber das „selbstlose Geben“ schließen die Aussagen ein: Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut. (Mt 6,3) Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.(1.Kor 10,24) (Christentum) Erleuchtete Wesen sind grosszu?gige Geber, die mit Gleichmut schenken, was immer sie haben, ohne Bedauern, ohne Hoffnung auf Belohnung, ohne Ehrung zu suchen, ohne materiellen Gewinn zu begehren. (Buddhismus) Ohne selbstlosen Dienst werden keine Ziele erreicht; im Dienst liegt die reinste Aktion. (Sikhismus) Er, der freimu?tig
gibt, geht geradewegs zu den Göttern; auf dem hohen Kamm des Berges steht er. (Hinduismus) Die Meisterin hat keine Besitztu?mer; je mehr sie fu?r andere tut, desto glu?cklicher ist sie; je mehr sie
anderen gibt, desto reicher ist sie. (Taoismus)
2. Nicht- Berichtigung
Berichtige nicht. Wenn du dich mit etwas unbehaglich fu?hlst und/oder möchtest, dass es sich ändert, berichtige nicht - lass es sich aus seinem eigenen Antrieb ändern. Widerstehe nicht dem, was ist; lass es gehen; lass es sein. Greife nicht ein, widersetze dich nicht; rechtfertige nicht. Nimm keine
Berichtigungen an irgend etwas vor.
Alle Berichtigung beruht auf deiner Idee daru?ber, wer du zu sein glaubst und was dieses ‘du’ braucht, um zu existieren. Dieses Ego-’du’ ist nicht dein WAHRES SELBST. Wenn du aufhörst, dich an das Egoselbst anzupassen, wirst du das GOTTSELBST erkennen, welches das WAHRE DU ist. „In meiner Angriffslosigkeit liegt meine Sicherheit“ ist absolut dieselbe Aussage. Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Das Berichtigen bringt nicht die Egoselbst-Identifikation
hervor oder verursacht sie; das Berichtigen ist Egoselbst. Dass, was nicht berichtigt, ist das GOTTSELBST - ES ist einfach ewiges SEIN, das SICH SELBST ist.
[It just is eternal beingness being Itself] ‘Kannst du das etwas präzisieren? Was sollte ich nicht berichtigen?’ Berichtige gar nichts. Ich kann dir keine Einzelheiten geben. Anscheinend unvermeidbar fragt eine Stimme: ‘Bedeutet das, ich sollte nicht
baden oder essen?’ Die Antwort ist: Berichtige nicht, widersetze dich nicht. Die Stimme, die solche Fragen stellt, ist die Berichtigung selbst. Ich kann dir keine Einzelheiten geben, Bruder. Einige Wege, Nicht-Berichtigung zu lehren, schließen die Aussagen ein: Die Meisterin sieht die Dinge, wie sie sind, ohne den Versuch, sie zu kontrollieren. Sie lässt sie ihren eigenen Weg gehen und wohnt im Zentrum des Kreises. (Taoismus) Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. (Mt 5,39) (Christentum) Geh mit dem Strom [go with the flow], (Zeitgenössische Weisheit) Den großen Weg zu leben ist weder einfach noch schwierig, aber die, die ihre Sicht begrenzen, sind furchtsam und unentschlossen: je schneller sie eilen, desto langsamer gehen sie, und das Anhaften lässt sich nicht begrenzen: selbst das Anhaften an die Idee der Erleuchtung bedeutet Verirrung.
(Zen) In meiner Wehrlosigkeit liegt meine Sicherheit. Wehrlosigkeit bezeugt das Wiedererkennen des CHRISTUS in dir. Wehrlosigkeit kann niemals angegriffen werden, weil sie Stärke von einer solchen Größe wahrnimmt, dass Angriff Torheit ist oder ein dummes Spiel, von einem mu?den Kind vielleicht gespielt, wenn es zu schläfrig geworden ist, um sich noch zu erinnern, was es will (den
Frieden GOTTES). (Ein Kurs in Wundern. L.153)
3. Einschließlichkeit
Schließe alles ein. Schließe nichts von deiner Transformation aus. Beziehe alles in dein Erwachen ein. Nichts ist außerhalb deiner Erfahrung davon. Es gibt nur ein EINZIGES SELBST - und das ist WER DU BIST.
Wie die Einleitung zum Übungsbuch sagt: „Insgesamt ist der Zweck der Übungen, deine Fähigkeit zu steigern, die zu u?benden Gedanken so auszudehnen, dass sie alles einbeziehen.“ (Ü.S.2)
Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Genau wie jede Erfahrung, die du hast, in deinem Bewusstsein erscheint (denn sonst wäre es nicht deine Erfahrung), so erscheint jede Erfahrung in der gesamten Raumzeit im Bewusstsein deines CHRISTUSSELBST. Der Schlu?ssel, um in Richtung Transformation zu lehren, ist, dich zu erinnern: Obwohl das Ego-Menschenwesen nicht
in seiner wahren Identität als GOTTSELBST realisiert ist, ist das GOTTSELBST „innerhalb“ dessen,der du zu sein glaubst, zu finden - was bedeutet, dass das GOTTSELBST durch das Einbeziehen der Gesamtheit deines Bewusstseins zu erfahren ist (alles, was du erfährst, nichts ausschließend). Also betrachte alles innerhalb deiner, als sei es von dir. Du musst es alles einschließen, um
das Ganze (welches nur Du selbst bist) zu heilen, oder zu vergeben, oder zu realisieren, oder zu erleuchten. Es gibt nichts Getrenntes. Erinnere dich:
„... eine einzige Ausnahme, die der wahren Wahrnehmung vorenthalten wird, (bewirkt,) dass diese auch u?berall sonst unmöglich wird.“ (Ü.S.1)
Wenn du alles bist, wird die Idee der Selbstdefinition bedeutungslos: Denn es gibt nichts, dass du als „nicht du definieren kannst. Da entstehen keine Grenzen zur Selbstidentität - und so wird das Egoselbst unaufhörlich in dieser Ausdehnung aufgelöst. Einige Wege, Einschließlichkeit zu lehren, schließen die Aussagen ein: Ein Ding, alle Dinge: begib dich hinein und vermische dich damit, ohne Unterschied. In dieser Realisation zu leben heißt, ohne Angst vor Unvollkommenheit zu sein. In diesem Glauben zu leben, ist die Straße zur Nondualität. (Zen) Alles, was erscheint, tut dies in Göttlicher Rechter Ordnung. (Geisteswissenschaft) Es gibt keine Zufälle. Alle Dinge sind Lektionen, von denen GOTT möchte, dass ich sie lerne. (Ein Kurs in
Wundern) Nichts geschieht ohne göttliche Fu?gung. (Hinduismus). Liebt eure Feinde ...damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen u?ber Böse und Gute und lässt regnen u?ber Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr fu?r Lohn haben? ...Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. (Mt5,43-48)(Christentum)

4. Gleichmu?tigkeit gegenu?ber Ergebnissen
Sei gleichmu?tig daru?ber, wie irgendetwas ausgeht. Habe keine Wunschresultate fu?r deine Taten in deinem Geist. Tu einfach, was du tust, und sei gleichgu?ltig gegenu?ber dem Ergebnis. Alles, was geschieht, ist perfekt, alles umfasst deine Transformation. Das ‘du’, welches sich im Prozess der Transformation zu dem ERWACHTEN befindet, ist gegenwärtig nicht in der
Lage, zu ‘wissen’, welches ‘Ergebnis’ das beste fu?r deine Erleuchtung ist - also versuche nicht, es zu wissen, schließe einfach alles, was passiert, gleichmu?tig ein. (Alles kann in deine Transformation einbezogen werden, wenn du dem Ergebnis gegenu?ber gleichgu?ltig bist.)
Jedes Anhaften, das du an die Art und Weise hast, wie etwas geschehen oder aussehen sollte, ist dein Versuch, das GOTTSELBST (DAS IST) auf deine eigene Definition zu begrenzen, was stattdessen nach deiner Ansicht sein sollte.
Es kann ebenso gut auf diese Weise gelehrt werden: Gleichmu?tigkeit ist dasselbe wie keine Gegenseitigkeit fu?r dein Geben zu erwarten (selbstloses Geben); es ist dasselbe wie nicht auf einen Umstand zu reagieren, weil du wolltest, dass er anders
ausgeht (Nicht-Berichtigung); es ist dasselbe wie alle Ergebnisse und Ereignisse in dein Erwachen einzuschließen (Einschließlichkeit). Einige Wege, Nicht-Berichtigung zu lehren, schließen die Aussagen ein: Der Große Weg ist nicht schwierig fu?r die, die keine Anhaftung an Vorlieben haben. Mache jedoch die kleinste Unterscheidung,
und Himmel und Erde sind fu?r immer getrennt. Wenn du Wahrheit zu sehen wu?nschst, dann behalte keine Meinung fu?r oder gegen irgend etwas.(Zen) Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. (Lk 6, 37) Ihr aber (mit Anhaftung an Ergebnisse) wisst nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe. Ihr richtet (u?ber Ergebnisse) nach menschlichen Maßstäben, ich richte niemand. (Joh.8,15-16) (Christentum) Hast du die Geduld, zu warten, bis dein Schlamm sich setzt und das
Wasser klar ist? Kannst du bewegungslos bleiben, bis sich die richtige Handlung von selbst ergibt? Die Meisterin sucht keine Erfu?llung. Nicht suchend, nicht erwartend, ist sie gegenwärtig und kann alle Dinge willkommen heißen. (Taoismus) Unendliche Geduld bringt sofortige Ergebnisse. (Ein Kurs in Wundern)
Alle Übungen: Ein(s) und dasselbe Wir begannen dieses Kapitel mit der simplen Feststellung: „Das Ziel jeder spirituellen Übung ist die Entsagung der begrenzten Egoselbst-Identifikation.“ Während du Egoselbst-Entsagung u?bst wie hier angeboten, wirst du realisieren, dass die Übungen in der Tat ein und dasselbe sind. Um es
in der Begrenzung von Wörtern auszudru?cken: Das ist der Zustand des GOTTSELBST - die „Verwirklichung“ des EINEN im SELBEN, EINE SINGULARITÄT. GOTTSELBST allein ist die einzig existierende Realität. Erleuchtung.
Dies ist kein konzeptionelles oder intellektuelles Erkennen des EINSSEINS, sondern ein tiefes Erwachen zur WAHRHEIT durch Erfahrung. Es ist sehr simpel. Nichts ist einfacher. Es ist einfach.
GOTT ist. Und DU BIST DAS.
Die Übung ist die Methode zur Erfahrung. Die Methode ist nicht das Ziel, sondern die Methode. Das Ziel ist die Erfahrung des GOTTSELBST. Schließlich wird die Erfahrung SIE SELBST sein. Und die Übung wird nicht mehr sein und wird nur eine Erfahrung sein. Denn es wird nichts zu u?ben geben - nur zu sein. Denn in Wahrheit gibt es keine Methode, sondern nur Sein. GOTTSELBST sein. Was du immer schon bist. „Oh meine Bru?der, wenn ihr nur den Frieden kennen wu?rdet, der euch einhu?llen und euch sicher und rein und lieblich im GEIST GOTTES halten wird, ihr könntet nur hineilen, IHM dort zu begegnen, wo SEIN Altar ist. Geheiligt werde dein Name und der SEINE, denn sie sind hier an diesem heiligen Ort verbunden.“ (H.S.83)


Geschrieben von Uwe Schwarz

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