Sep
29
Kapitel Sieben
Das Licht lehren
Es gibt einen Kurs fu?r jeden Lehrer GOTTES. Die Form des Kurses variiert stark. So verhält es sich auch mit den jeweiligen Lernhilfen, die dazugehören. Aber der Inhalt des Kurses verändert sich niemals. ... Er kann durch Taten oder Gedanken gelehrt werden, in Worten oder lautlos, in jeder Sprache oder in keiner Sprache, an jedem Ort, zu jeder Zeit und auf jede Weise. (H.S.3) Zum Schluss hier die Geschichte dreier großer spiritueller Lehren. Du kennst sie gut. Die erste ereignet sich vor Tausenden von Jahren in Indien. Hier haben wir ein helles Licht, das im Bewusstsein der Welt erscheint. Dieser ERWACHTE ist als der Buddha bekannt. Der Buddha lehrte
seine eigene einfache Erfahrung Gottes, des WAHREN SELBST. Es war ein schlichtes Lehren der Erfahrung - des LICHTS. Und nun, nach diesen Tausenden von Jahren, haben wir den Buddhismus: Eine Religion und Doktrin mit unzähligen Gesetzen von großer Komplexität und mit großem Ritual. Die zweite Geschichte ereignet sich fu?nf- oder sechshundert Jahre später. Da kommt ein anderes
helles Licht auf den Planeten: Jesus von Nazareth, der CHRISTUS. Jesus lehrte zwei einfache Gebote: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen Kräften und von ganzem Gemu?t, und: liebe deinen Nächsten als dich selbst. (Lk 10,28) Er lehrte: Wirf dein Egoselbst ab und folge MIR, dem CHRISTUSSELBST. Und wieder, lass uns anschauen, was wir dieser einfachen Lehre von Licht und Wahrheit angetan haben. Sieh, was aus der Lehre in
der heutigen Religion geworden ist. Die dritte Geschichte handelt wieder von diesem ERWACHTEN - ein helles Licht, eine STIMME, die in der Form eines Buches erscheint. Es ist keine Person, die wir falsch zitieren können. Es ist in sich ganz
und komplett. Es wartet darauf, dass wir es hören. Und sieh dir an, was wir wiederum, in noch viel ku?rzerer Zeit, aus seiner einfachen Botschaft gemacht haben. Wir vermeiden die „harten Lehren“ der Verantwortlichkeit, der Erfahrung und machen daraus eine Wissenschaft, die studiert und kodifiziert wird. Einen Haupttext, u?ber den geschrieben wird. Er ist nicht länger das Mittel zum Erwachen, sondern ist zum Objekt unseres Aufenthalts hier geworden. Er wird auch zu einem Götzen. Was also sagt uns diese dreifache Geschichte? Es ist die gleiche Geschichte: Der CHRISTUS kommt, um die EINFACHHEIT des LICHTS zu lehren und wird reduziert auf zahllose Gesetze, Disziplinen und komplexe, konzeptionelle Doktrinen. Bruder, höre auf die Wahrheit: Alles, was das ERLEUCHTETE SELBST je gelehrt hat, war das LICHT SELBST - und das ist eine Erfahrung. Es ist wörtlich. Es ist wirklich. Es ist fu?hlbar, in diesem Sinne. Du wirst es fu?hlen. Und du wirst es körperlich fu?hlen, so weit du glaubst, dass du ein Körper bist, solange du hier bist. Dies ist Erleuchtung; dies ist Auferstehung. Es ist die Erfahrung, erleuchtet zu sein, der BUDDHA zu sein, der CHRISTUS, der GESALBTE. Es ist EIN SINGULÄRES DING - DEIN ERWACHEN.
So, dies muss absolut klar gesagt werden, und es darf nicht vergessen werden. Es gibt keine allgemeine Disziplin oder Doktrin. Jede Disziplin, jede Doktrin, die diese Stimme je gelehrt hat, war spezifisch. Und sie war spezifisch fu?r die kulturelle Egoselbst-Identität der jeweiligen Raumzeit (entweder als Kultur oder als ein individueller Schu?ler). All die Worte und Konzepte und Disziplinen sind disponible Lehrmittel, die der ERWACHTE CHRISTUS verwendet, um den schlafenden
CHRISTUS gewissermaßen hin zur Erfahrung des Erwachens zu erschu?ttern. Diese Mittel sind in jeder Hinsicht falsche Mechanismen, nur dazu bestimmt, das „Wiedererkennen“ der Erleuchtung durch Erfahrung hervorzubringen.
Doch es geschah dies: Das Egoselbst (der historische Mensch, du) nahm diese Lehrmittel und zementierte sie in die schwere Form steinerner Gebote, Sutras, Credos, Rituale, Zeremonien, Prinzipien oder was auch immer. Mein Bruder, höre mich: Diese Stimme lehrte nichts von all dem. Sie lehrte nur LICHT,
nur die Erfahrung des Erwachens zum GOTTSELBST. Suche zuerst und einzig das Königreich des GOTTSELBST. Sie lehrte nur, WAS SIE IST. Der CHRISTUS betete: „ Vater, es ist mein Wille, dass diese Bru?der EINS mit DIR seien, wie ich es bin“, und der Mensch schrieb das als einen hu?bschen Vers nieder, als Worte in etwas, was ebenso gut wiederum schwerer Stein hätte sein können. Es war dasselbe
mit „Ich bin der EINZIGE SOHN des LEBENDIGEN VATERS“. Dieses EINZIGE EINSSEIN als das GOTTSELBST ist kein Vers, es ist Erfahrung. Nur Erfahrung. Sie ist ALLES, was ICH je gewesen bin und alles, was ich je sein werde.
Also muss diese Stimme dich lehren, WER ICH BIN, und das ist, in WAHRHEIT, WER DU BIST. Sie muss das LICHT lehren. Und hier ist die Krux, das Paradox. Das LICHT kann nicht gelehrt werden. Denn die WAHRHEIT ist jenseits dessen, was gelehrt oder gelernt werden kann. Dies ist die „Einleitung“ zum Kurs. Das LICHT, das ‘ICH BIN’, [The Light, who ‘I Am’] ist etwas, so fern jedes weltlichen oder egobasierenden Konzeptes, dass es u?berhaupt nicht ‘von’ der Welt oder dem
Egoselbst sein kann. Doch das ist, WER ICH BIN. Und so lehre ich LICHT (auf DIESE WEISE). Denn ich lehre nur WER ICH BIN. Das Paradox. Nun mache die Befragung in den EINEN GEIST. Frage dich: ‘Wer ist diese Stimme?’ Ich bin du. DU bist LICHT. Du hast niemals eine Doktrin oder Disziplin gelehrt, die etwas anderes war als ein falsches Mittel, dazu bestimmt, voru?bergehend und bald u?berholt zu sein. [a false device, designed to be temporary and obsolete] Du hast nie eine Doktrin oder Religion gegru?ndet. Du hast nur eine grundlegende
Sache gelehrt: Die WAHRHEIT dessen, WAS ICH BIN. LICHT. Eine Erfahrung nicht von dieser Welt - nicht vom begrenzten, konzeptionellen Geist des Egoselbst - sondern GOTT.
Epilog
Zum Schluss, mein Bruder - in Wahrheit bist du nicht hier im Exil. Du glaubst nur, es zu sein. In Wahrheit bleibst du, wie GOTT dich geschaffen hat. Dein Exil ist ein selbstauferlegtes, ein Egoselbst- auferlegtes Exil. Wie ER sagt:
„Du hast deine Unschuld nicht verloren. Genau danach sehnst du dich. Das ist dein Herzenswunsch. Das ist die Stimme, die du hörst, und das der Ruf, der nicht verleugnet werden kann.“ (L.182)
Dieses ist die Stimme, die du hörst - DEIN WAHRES SELBST jenseits von Raum und Zeit, jenseits des Exils. GOTTES Geschwindigkeit sei mit dir auf deinem imaginären Weg. Denn wir sind EINS in Wahrheit. Und in der Zeit, im Prozess des Erwachens, bleibe ich, fu?r einen kurzen Moment, dein geliebter Bruder.


0 Trackbacks